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Ort: | Golzow. |
Name: | Golzow. |
Landkreis: | Potsdam-Mittelmark. |
Bundesland: | Brandenburg. |
Bestand: | Von der mittelalterlichen Burg ist nur ein Graben stellenweise erhalten. Der letzte Überrest des Schlosses ist die Brennerei. |
Datierung: | 2. Hälfte 12./Anfang 13. Jahrhundert. |
Erwähnungen: | Erste Erwähnung 1219: „Haus oder Schloss“. |
Besitzergeschichte: | Die Burg war zunächst in landesherrlichem Besitz und ging endgültig 1351 in den Besitz der Herren von Rochow über, die sie zuvor zeitweise in Pfandbesitz hatten. 1414 wurde sie vom Nürnberger Burggrafen Friedrich VI. von Hohenzollern, dem späteren Kurfürsten Friedrich I. erobert. 1416 bekam Wichard von Rochow sie zurückerstattet. |
Baugeschichte: | Die Wasserburg wurde vermutlich in der 2. Hälfte des 12. oder zu Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Sie lag auf einer Landzunge, die in die Niederung hineinreichte und war durch ein Grabensystem von der östlichen Hochfläche getrennt. Außerhalb dieser Grabenanlage legte man den „Mühldamm“ an, der Wasser für eine Mühle staute. Die Burg maß etwa 60–70 m Durchmesser. Als einer der Hauptsitze der Familie von Rochow wurde sie stark ausgebaut. Noch 1603 bestand sie in hohem Ausbaugrad, verfiel aber im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges. 1665 wurde ein herrschaftliches Wohnhaus errichtet, das 1945 zerstört wurde. |
Untersuchungen: | Verschiedene archäologisch begleitete Bauarbeiten am Amtshaus und bei Leitungsverlegungen. |
Literatur: |
DEHIO, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a., München/Berlin 2000, S. 374; GEISELER, Udo, Von der Burg zum Schloß – zur Geschichte der Rochows in Golzow. In: Jahresbericht über den Historischen Verein zu Brandenburg Bd. 3/4 (1993/94), S. 45-50; HANDBUCH DER HISTORISCHEN STÄTTEN Deutschlands. 10. Band: Berlin und Brandenburg. Stuttgart 1995, S. 200; HERRMANN, Joachim: Die vor- und frühgeschichtlichen Burgwälle Groß-Berlins und des Bezirkes Potsdam. Berlin 1960. |
Autor: | Christof Krauskopf. |