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Grimnitz

Ort: Grimnitz.
Name: Burg.
Landkreis: Barnim.
Bundesland: Brandenburg.
Bestand: Außenmauern der Burg und Keller des nahezu quadratischen Gebäudes. Reste des Ostflügels.
Datierung: 13.-16. Jahrhundert.
Besitzergeschichte: Die askanische Burg Grimnitz wurde vermutlich 1247 gegründet und war zwischen 1266 und 1307 häufiger Aufenthaltsort von Otto IV. 1304 und 1317 wird die Burg als „castellum“ bzw. als „curia Grymmenitz“ erwähnt. Im Landbuch Karls IV. von 1375 wird nur der See, nicht aber die Burg genannt. 1880 wurde eine Verordnung zum Schutz des Bestandes in Grimnitz erlassen.
Baugeschichte: Die Burg war vermutlich eine Rechteckanlage von ca. 35 m Seitenlänge mit einem quadratischen Turm mit 9 m Außenmaßen. Teile der Umfassungsmauern und der Kellerräume stammen noch aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Auf der Ostseite lag ein lang gestrecktes Gebäude an der Ringmauer. Möglicherweise handelte es sich dabei um die schriftlich belegten Bauten von 1524 bis 1528. 1571 bis 1572 sollen umfangreiche Umbaumaßnahmen stattgefunden haben. 1579 zerstörte ein Brand große Teile der Burg, die aber wieder aufgebaut wurde. Der Große Kurfürst liess 1663 die Anlage wieder herstellen, die 1748 bis auf Reste abgebrochen wurde.
Literatur: BREITLING, Stefan, Adelssitze zwischen Oder und Elbe 1400 - 1600. (Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung Reihe A: Forschungen, Band 10). Braubach 2005, S. 88;
Die KUNSTDENKMÄLER der Provinz Brandenburg, hrsg. vom Brandenburgischen Provinzialverband. Berlin 1907-1941. - 3, Teil 3, Kreis Angermünde, bearb. von Friedrich Solger, Otto Korn und Paul Eichholz. Berlin 1934, S. 123.
SCHÜTZ, Antonia, Die hoch- und spätmittelalterlichen Burgen und Adelssitze in der Uckermark, Land Brandenburg. Bestandsausfnahme und vergleichende Untersuchungen vom späten 12. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts. Diss. Humboldt-Universität zu Berlin. Berlin 2006, S. 266f. http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/schuetz-antonia-2007-05-10/PDF/schuetz.pdf
Autor: Christof Krauskopf, Stefan Breitling.