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Groß Fredenwalde

Ort: Groß Fredenwalde.
Name: Burgwall.
Landkreis: Uckermark.
Bundesland: Brandenburg.
Bestand: Turmhügel, Mauerreste; Gutshaus.
Datierung: 13./14. Jahrhundert.
Erwähnungen: 1259 „Alexander de Vredewalde“.
Besitzergeschichte: 1444 ist Fredenwalde als Wohnsitz der von Stegelitz genannt. 1577 gehörten Haus und Hof den von Arnim zu Fredenwalde; 1608 und 1684 sind zwei Rittersitze erwähnt, 1728 kommt es zur Erbteilung zwischen dem Roten Hof und dem Weißen Hof.
Baugeschichte: Der Turmhügel wurde in einem slawischen Burgwall errichtet. 1911 wurde ein rechteckiges Fundament aus in Lehm gesetzten Feldsteinen von ca. 7 x 7 m Ausdehnung und 0,8 m Mauerstärke freigelegt. Überlagert wird das vermutlich von einem mittelalterlichen Turmbau (mit hölzernem Aufbau?) stammende Fundament von der Substruktion eines runden Teepavillons des 19. Jahrhunderts. In der Umgebung des Turms wurden weitere Feldsteinfundamente sowie „Feuerungsanlagen“ entdeckt. Brandspuren und Funde lassen eine Zerstörung im 14. Jahrhundert vermuten.
1731 wurde am Rand des Dorfes das Gutshaus über älteren (vermutlich frühneuzeitlichen) Kelleranlagen errichtet.
Untersuchungen: 1901 im Rahmen der Errichtung einer Windmotoranlage;
Oberflächenbegehung 1979.
Literatur: KIRSCH, Kerstin, Slawen und Deutsche in der Uckermark. Vergleichende Untersuchungen zur Siedlungsentwicklung vom 11. bis zum 14. Jahrhundert. Stuttgart 2004, S. 396;
SCHÜTZ, Antonia, Die hoch- und spätmittelalterlichen Burgen und Adelssitze in der Uckermark, Land Brandenburg. Bestandsaufnahme und vergleichende Untersuchungen vom späten 12. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts, Berlin 2006, Kat. Nr. 98. (Diss. Humboldt-Universität zu Berlin: http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/schuetz-antonia-2007-05-10/PDF/schuetz.pdf).
Autor: Christof Krauskopf.