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Ort: | Grosskmehlen. |
Name: | Schloss. |
Landkreis: | Oberspreewald-Lausitz. |
Bundesland: | Brandenburg. |
Bestand: | Dreigeschossiges Schloss, Vierflügelanlage mit drei runden Ecktürmen und umgebendem Wassergraben. |
Datierung: | 16. Jahrhundert. |
Besitzergeschichte: | 1205 wird der Ort erstmals erwähnt. 1392 ist ein Rittersitz belegt. Von der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zum 18. Jahrhundert war Großkmehlen im Besitz der Familie von Lüttichau. |
Baugeschichte: | Die mittelalterliche Burg war eine noch heute ablesbare Rechteckanlage, von der im Nordflügel Reste eines Torturmes und des Palas aus Feldstein erhalten sind. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden nach einer Erbteilung zwei getrennte längsrechteckige Häuser aus Backstein errichtet. Ein Vorbau mit Aborterkern war jeweils in der Mitte der Nord- und der Südfassade angeordnet. Die zum Teil gepaarten Rechteckfenster sind an der Ostfassade unregelmäßig verteilt, an dem Westbau dagegen in gleichmäßiger Reihung. Im Dach hat sich die bauzeitliche Entwässerungsanlage erhalten. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden einige Appartements mit bedeutenden Stuckaturen ausgestattet, die mit denjenigen in Lieberose und Neuzelle vergleichbar sind. Nach 1950 wurde das Schloss als Pflegeheim genutzt. |
Literatur: |
BADSTÜBNER-GRÖGER, Sibylle/HERZOG, Christine, Schlösser und Gärten der Mark. Großkmehlen. Berlin 2000; BREITLING, Stefan, Adelssitze zwischen Oder und Elbe 1400 - 1600. (Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung Reihe A: Forschungen, Band 10). Braubach 2005, S. 88; DEHIO, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a., München/Berlin 2000, S. 398-400; LÜDEMANN, Jo, Burgenführer Brandenburg. Holde Frauen, finstere Ritter, verwunschene Schätze. Berlin 2001, S. 102-106. |
Autor: | Stefan Breitling. |