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Ort: | Ortrand. |
Name: | Lehnsmühlenschlösschen. |
Landkreis: | Oberspreewald-Lausitz. Ehem. Sachsen, Kreis Liebenwerda. |
Bundesland: | Brandenburg. |
Bestand: | Zweigeschossiges Haus. |
Datierung: | 1505, 1564. |
Besitzergeschichte: | 1238 war das an der Straße von Leipzig nach Breslau gelegene Ortrand „oppidum“ und gehörte zunächst zum Bistum Naumburg. Seit dem 13. Jahrhundert war es wettinisch, bis es 1815 zu Preußen kam. 1906 wurde das Gut an die Stadt angegliedert. |
Baugeschichte: | Das Lehnsmühlenschloss mit 11 x 22 m Seitenlänge wurde 1505 errichtet und 1529 ausgebaut. Dendrochronologisch konnte ein Datum von 1564 (d) ermittelt werden. Nach einer Inschrift wurde das Haus 1567 (i) mit einem reich verzierten Sitznischenportal versehen. Das darauf vorkommende Engelsmotiv zeigt sächsischen Einfluss. Die gemauerten Wände des Erdgeschosses sind als Bogennischenwände ausgeführt. Das Gebäude ist in Längsrichtung durch Unterzüge geteilt. Der Grundriss weist eine breite Mitteldiele auf, von der aus auf der einen Seite ein, auf der anderen zwei Zimmer erschlossen werden. Nur die Zimmer sind unterkellert. 1750 wurde das Gebäude restauriert, 1912 der Giebel erneuert. |
Literatur: |
BREITLING, Stefan, Adelssitze zwischen Oder und Elbe 1400 - 1600. (Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung Reihe A: Forschungen, Band 10). Braubach 2005, S. 102-103; DEHIO, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a., München/Berlin 2000, S. 744-746; FISSABRE, Anke/HERTWIG, Christiane/MELZ, Ingeborg Rose/SCHMIDT, Klaus/SONNLEITNER, Andrea, Lehnsmühlenschloss Ortrand. Abschlussarbeit im Aufbaustudium Denkmalpflege der TU Berlin 2001; HAUPTVOGEL, Otto, Baudenkmale der Stadt Ortrand. In: Festschrift 750 Jahre Ortrand 1238-1988. Ortrand 1988, S. 78-84. |
Autor: | Stefan Breitling. |