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Ort: | Wittstock. |
Name: | Burg, Bischofsburg, Amtshof. |
Landkreis: | Ostprignitz/Ruppin. |
Bundesland: | Brandenburg. |
Bestand: | Ringmauer mit großen Teilen der anschließenden Stadtmauer, Tor- und Wohnturm. |
Datierung: | Mitte 13. Jahrhundert. |
Besitzergeschichte: | Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts war die Burg Wittstock Wohnstätte der Bischöfe von Havelberg. Seit 1991 wird der Turm und ein stark sanierter Bau in der Vorburg als Kreisheimatmuseum genutzt. |
Baugeschichte: | Die Burg Wittstock liegt am Südrand der Stadt. Ihre Ringmauern bilden ein
unregelmäßig gebrochenes Polygon. Ihr ganz aus Backstein errichteter Turm ist zugleich
Torturm. Seine unteren vier Geschosse sind mit Lisenen eingefasst. Die beiden oberen Geschosse
tragen gestufte Blenden. Die Burg teilt sich in eine ausgedehnte Unterburg, deren Backsteinmauern
von drei Weichhäusern unterbrochen werden. Die Backsteinmauern und Weichhäuser der Unterburg wurden mehrfach umfassend erneuert. Der Turm gehört in seinen unteren Geschossen noch dem 13. Jahrhundert an. Mehrere obere Abschlüsse mit Zinnen sind im Mauerwerk noch zu erkennen. Die oberen Geschosse wurden später aufgesetzt. Es lohnt ein Vergleich mit dem Gröper Torturm, der 1503 erhöht wurde und mit dem spätgotischen Rathaus. Das südliche Haupttor zum Feld wird von zwei unregelmäßigen Rundtürmen unter einem gemeinsamen Satteldach eingefasst, die aus dem späten Mittelalter stammen. Östlich an den Turm schließt heute ein Fachwerkgebäude wohl aus dem 18. oder 19. Jahrhundert an, das zum Teil über die Ringmauer auskragt. |
Literatur: |
BREITLING, Stefan, Adelssitze zwischen Oder und Elbe 1400 - 1600. (Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung Reihe A: Forschungen, Band 10). Braubach 2005, S. 114-115; DEHIO, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a., München/Berlin 2000, S. 1118-1125; Die KUNSTDENKMÄLER der Provinz Brandenburg, hrsg. vom Brandenburgischen Provinzialverband. Berlin 1907-1941. - 1, Teil 2, Kreis Ostprignitz, bearb. von Paul Eichholz, Friedrich Solger und Willy Spatz. Berlin 1907, S. 226-278. |
Autor: | Stefan Breitling. |