Sie sind hier: Startseite > Landkreise > Uckermark > Wolfshagen (Uckermark)
Ort: | Wolfshagen (Uckermark). |
Name: | Blankenburg und Renaissanceschloss. |
Landkreis: | Uckermark. |
Bundesland: | Brandenburg. |
Bestand: | Bergfried und Fundamentreste. |
Datierung: | Um 1250. |
Besitzergeschichte: | Um 1250 saß die Familie von Blankenburg auf Wolfshagen. Vor 1652 war die Burg im Besitz der Familie von Schwerin. 1828-1858 legte Hermann von Schwerin einen ausgedehnten Gutsbezirk mit bedeutenden romantischen Bauten an. |
Baugeschichte: | Die mittelalterliche Burg liegt auf einer 5 m hohen künstlichen Anhöhe
in einem See an der historischen Grenze von Uckermark und Mecklenburg-Strelitz. Um 1250 wurde
mit dem Bau einer mittelalterlichen Burg begonnen. Erhalten ist ein
Teil der rechteckigen Umfassungsmauer aus Feld- und Backsteinen und der 24 m hohe Bergfried aus Backstein
auf quadratischem Unterbau, der ohne waagerechten Absatz in den runden Turm übergeht.
Oben ist er mit einem Zahnschnittfries versehen. Darüber lassen Balkenlöcher auf ein vorkragendes
Geschoss aus Holz schließen. Bis 1900 waren sieben Böden erhalten, die nur über
eine Leiter erreichbar waren. Die Burgruine ist in den Schlosspark, gestaltet von Peter Joseph Lenné, einbezogen. Noch 1599 wird die Burg Wolfshagen genannt. In der Renaissance wurde am östlichen brandenburgischen Ufer des Sees ein Schloss errichtet. Bei Merian ist ein Renaissanceschloss abgebildet, das 1734 durch einen Barockbau ersetzt, 1838 erweitert und im Zweiten Weltkrieg zerstört und schließlich abgetragen wurde. Im Ort befinden sich noch weitere ehemalige Rittersitze. |
Literatur: |
ADAMIAK, Joseph, Schlösser und Gärten in Mecklenburg-Vorpommern. Leipzig 1975, S. 291; BREITLING, Stefan, Adelssitze zwischen Oder und Elbe 1400 - 1600. (Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung Reihe A: Forschungen, Band 10). Braubach 2005, S. 115-116; DEHIO, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a., München/Berlin 2000, S. 1129-1132; KRAUSS, Neidhart/FISCHER, Egon, Mecklenburg - Burgen, Schlösser, Parkanlagen. Rostock 1994, S. 164; PIPER, Otto, Österreichische Burgen, 5 Bde. Wien 1902-1907, S. 174, 178; SCHÜTZ, Antonia, Die hoch- und spätmittelalterlichen Burgen und Adelssitze in der Uckermark, Land Brandenburg. Bestandsausfnahme und vergleichende Untersuchungen vom späten 12. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts. Diss. Humboldt-Universität zu Berlin. Berlin 2006, S. 372-375 http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/schuetz-antonia-2007-05-10/PDF/schuetz.pdf. |
Autor: | Stefan Breitling. |