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Ort: | Wustrau. |
Name: | Ehem. Schloss, Deutsche Richterakademie. |
Landkreis: | Ostprignitz-Ruppin. |
Bundesland: | Brandenburg. |
Bestand: | Bodendenkmal, Schloss. |
Datierung: | 13.-19. Jahrhundert. |
Besitzergeschichte: | Dem Register von 1491 und Rodorfers Landbuch von 1525 zufolge gab es in Wustrau drei Rittersitze. Es saßen dort die Familien von Gühlen, von Lohe und von Zieten. 1638 wurde das Dorf zerstört. 1707 kam das Gut an die von Rohr. Mitte des 18. Jahrhundert kaufte Hans Joachim von Zieten die beiden anderen Rittergüter. |
Baugeschichte: | Die ältesten Bauteile in Wustrau kamen 1982/1983 bei Grabungen zutage, als man
im Hof auf der Westseite Fundamente einer hochmittelalterlichen Burganlage fand. Auch unter dem
zweigeschossigen Kavalierhaus von 1750 ist mittelalterliches Mauerwerk erhalten geblieben.
Das heutige Schloss wurde um 1750 von
Hans Joachim von Zieten errichtet. Vermutlich liegen
darunter ebenfalls ältere Keller. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss um einen
Nebenflügel und einen polygonalen Eckpavillon erweitert. Die Fassaden wurden neubarock
gestaltet. 1983 bis 1988 und 1996 wurde das Schloss saniert. In der Nähe des Schlosses stand das so genannte Rohrsche Haus, ein Fachwerkgebäude aus dem späten 17. Jahrhundert. |
Literatur: |
BREITLING, Stefan, Adelssitze zwischen Oder und Elbe 1400 - 1600. (Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung Reihe A: Forschungen, Band 10). Braubach 2005, S. 116; DEHIO, Georg, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg, bearb. von Gerhard Vinken u. a., München/Berlin 2000, S. 1147-1148. Die KUNSTDENKMÄLER der Provinz Brandenburg, hrsg. vom Brandenburgischen Provinzialverband. Berlin 1907-1941. - 1, Teil 3, Kreis Ruppin, hrsg. von Theodor Goecke, bearb. von Paul Eichholz, Friedrich Solger und Willy Spatz. Berlin 1914, S. 386-398. |
Autor: | Stefan Breitling. |