Deutsches Historisches Museum - Verf�hrung Freiheit. Kunst in Europa seit 1945 - Blog

15.01.2013
16:05

Die Dienstagsfrage, Part IX

Unsere Dienstagsfragen haben sich bisher damit beschäftigt, was hinter den Kulissen (bzw. auf den Schreibtischen) des Projektbüros passiert, warum wir nicht nur einen analogen, sondern auch einen digitalen Ausstellungskatalog haben, wie man die Auswahl der Kunstwerke trifft oder wer eigentlich Leo Glückselig ist.

Die heutige Dienstagsfrage wirft einen Blick außerhalb des DHMs. Wir haben das Projektteam gefragt, welche Ausstellung ihnen im letzten Jahr am besten gefallen hat und folgen damit dem Aufruf zur Blogparade des Historischen Museums Frankfurt.  

Aufruf zur Blogparade

 

Und das waren ihre Antworten:

Monika Flacke, Kuratorin:

Sie kann sich einfach nicht entscheiden.

Rania Sid Otmane, Projektmanagerin:

„Die Reihe "Secret Universe" im Hamburger Bahnhof.

Warum? Weil eben "Secret". Secret Universe II. mit Paul Laffoley war für mich besonders interessant.“

Astrid Müller, Pressereferentin:

„Ich war im Sommer letzten Jahres im C/O Berlin. Die Larry Clark Fotos haben mich beeindruckt, verwirrt und verstört: diese Kinder mit ihrem Leben, ihren Körpern, ihrer Sexualität und in ihrer Traurigkeit. Die viele Hoffnung, die in so einem jungen Leben ist und gleichzeitig diese große Verwundbarkeit - alles in einem Körper und einem Moment zusammen - das hat mich umgehauen/ berührt.“

Wiebke Hauschildt, Social Media:

„Die spannendste Ausstellung war für mich die Alfredo Jaar Ausstellung in der Berlinischen Galerie: The way it is. Eine Ästhetik des Widerstands. Sehr berührt hat mich seine Inszenierung der Werke, die den Besucher nicht nur emotional, sondern auch physisch involviert, unter anderem durch eine Art von räumlich-inhaltlichem Leitsystem wie bei dem Werk „The Eyes of Gutete Emerita“ (1996). Man geht einen dunklen Gang entlang, an dessen Wand in einer Schriftzeile die Geschichte dieser Frau erzählt wird, deren Familie bei einem Massaker während des Genozids in Ruanda vor ihren Augen ermordet wurde. Man folgt den Worten und somit auch Alfredo Jaars Erinnerung an sie: ihre Augen. Am Ende des Gangs tritt man in einen dunklen Raum, in dessen Mitte ein Leuchttisch aufgebaut ist mit einer Million Dias von Gutete Emeritas Augen. Die korrespondierende Zahl zu den Toten des Völkermords.“

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  • 1 Kommentar(e)
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Nina Gorgus
15.01.2013
16:41
Tolle Idee!

Liebe Wiebke, liebe alle, wir freuen uns sehr, mit der Ausstellungsblogparade 2012 ein Teil der Dienstagsfrage geworden zu sein! Danke für Eure Beiträge, herzliche Grüße aus Frankfurt, Nina

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