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Fortschritt als Versprechen. Industriefotografie im geteilten Deutschland (Arbeitstitel)

Rauchende Schornsteine, ein breites Lächeln auf rußverschmierten Gesichtern, schier endlose Fließbänder – hinter diesen wohl bekanntesten Motiven der Industriefotografie stehen Versprechen: die Aussicht auf mehr Konsum, immer bessere, schönere und funktionellere Produkte und eine allgemein gesteigerte Lebensqualität. Gerade zur Zeit des wirtschaftlichen Wiederaufschwungs im geteilten Deutschland gewannen Zukunftsversprechen an Bedeutung.

Die Ausstellung will erstmals systematisch die Bildsprache der unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systeme in beiden Teilen Deutschlands auf Darstellungsarten des Fortschritts in der auftragsgebundenen Industriefotografie untersuchen. An Hand ausgewählter Aufnahmen der Produktionsprozesse in den Fabriken, der Arbeiter*innen sowie der fertigen Produkte soll verdeutlicht werden, wie die Fotografie und deren Kontextualisierung diese Aufschwungserzählungen vermittelt. Was als fortschrittlich und damit darstellungswürdig galt, änderte sich im Laufe der vier Jahrzehnte der deutsch-deutschen Teilung und lässt wiederum Rückschlüsse auf gesamtgesellschaftliche Prioritäten und Wünsche zu.

Die Ausstellung wird von Carola Jüllig und Stefanie Regina Dietzel kuratiert.