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Im Oktober 2020 beschloss der Deutsche Bundestag, ein Dokumentationszentrum zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungsherrschaft in Europa zu errichten. Mit der Ausarbeitung des Realisierungskonzepts wurde das Deutsche Historische Museum beauftragt.
Wir nehmen dies zum Anlass, das vierte Symposium unserer Reihe „Historische Urteilskraft“ diesem Thema zu widmen und laden dazu ein, sich Aspekten der deutschen Besatzungsherrschaft über insgesamt etwa 230 Millionen Menschen in heute 27 europäischen Ländern zu nähern. Im Zentrum der Diskussionen und Vorträge internationaler Expertinnen und Experten steht die Frage, wie man Gewalt ausstellen kann, und welche Art von Objekten welche Geschichten über die Gewaltherrschaft erzählen können.

Teilnahme

Teilnahme kostenfrei

Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch, Simultanübersetzung

Die Videoaufzeichnung wird auf unserem YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt.

Tagungsmappe

Programm

9.00 - 9.30 REGISTRIERUNG

9.30 - 10.30

BEGRÜSSUNG

Raphael Gross, Stiftung Deutsches Historisches Museum

KEYNOTE

  • Gewalt ausstellen. Zur Musealisierung der deutschen Besatzungsherrschaft im Zweiten Weltkrieg
    Jens-Christian Wagner, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Weimar

10.30 - 12.30 PANEL I: BESATZUNGSHERRSCHAFT IN OBJEKTEN

  • Besatzung oder Urlaub? Deutsche in Frankreich, 1940–44
    Julia S. Torrie, St. Thomas University, Fredericton
  • Objekte der Besatzungsherrschaft erkennen, erforschen, ausstellen. Ein Blick in die Sammlung des Deutschen Historischen Museums
    Fritz Backhaus, Stiftung Deutsches Historisches Museum

Im Gespräch: Julia Franke, Lili Reyels, Stiftung Deutsches Historisches Museum

Moderation: Raphael Utz, Stiftung Deutsches Historisches Museum

12.30 - 14.00 MITTAGSPAUSE

14.00 - 16.00 PANEL II: GESTOHLENE UND ZERSTÖRTE OBJEKTE

  • Der deutsche Kulturgutraub in den besetzten Gebieten: Warum Versuche der Kategorisierung und Quantifizierung scheitern
    Meike Hopp, Technische Universität Berlin

Im Gespräch: Wolfgang Eichwede, Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, Bianca Gaudenzi, Deutsches Historisches Institut Rom, Hermann Parzinger, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Moderation: Benjamin Lahusen, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

16.00 - 16.30 KAFFEEPAUSE

16.30 - 19.00 PANEL III: OBJEKTE DER ERINNERUNG

  • Unter den Galgen. Erinnerung an die deutsche Besatzung in Jugoslawien
    Sabina Ferhadbegović, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Im Gespräch: Mary Fulbrook, Philippe Sands, University College London

Moderation: Natalia Aleksiun, University of Florida, Gainesville

ABSCHLUSSKOMMENTAR

Raphael Gross, Stiftung Deutsches Historisches Museum

Die Veranstaltungsreihe „Historische Urteilskraft“ wird gefördert von Dr. Christiane und Dr. Nicolaus Weickart.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass es aufgrund der aktuellen Lage zu Änderungen kommen kann. Aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Seite.

Kontakt

Jenny Jakubik und Sonja Trautmann

tagungsbuero@dhm.de

Tel. +49 (0)30 20304-415/-411

Historische Urteilskraft. Magazin des Deutschen Historischen Museums

Zum Symposium erscheint die vierte Ausgabe von „Historische Urteilskraft. Magazin des Deutschen Historischen Museums“. Jetzt bestellen!

Abbildung: Eine der vier in der Nähe einer Gaskammer heimlich aufgenommenen Fotografien von Alberto Errera, 1944 © Panstwowe Muzeum Auschwitz-Birkenau