
{"id":10327,"date":"2025-10-01T12:22:57","date_gmt":"2025-10-01T10:22:57","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=10327"},"modified":"2025-10-02T14:12:20","modified_gmt":"2025-10-02T12:12:20","slug":"aufklaerung-now-chancen-und-herausforderungen-eines-outreach-projekts","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2025\/10\/01\/aufklaerung-now-chancen-und-herausforderungen-eines-outreach-projekts\/","title":{"rendered":"Aufkl\u00e4rung NOW \u2013 Chancen und Herausforderungen eines Outreach-Projekts\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Aufkl\u00e4rung NOW \u2013 Chancen und Herausforderungen eines Outreach-Projekts&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<p>Brigitte Vogel und Dr. Crawford Matthews | 1. Oktober 2025<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dank der F\u00f6rderung der Kulturstiftung des Bundes konnten im Rahmen der Ausstellung <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/was-ist-aufklaerung-fragen-an-das-18-jahrhundert\/\">\u201eWas ist Aufkl\u00e4rung? Fragen an das 18. Jahrhundert\u201d<\/a> innovative und partizipative Outreach-Ans\u00e4tze durch das <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/was-ist-aufklaerung-fragen-an-das-18-jahrhundert\/aufklaerung-now\/\"><em>Aufkl\u00e4rung NOW<\/em>-Projekt<\/a> umgesetzt werden. Brigitte Vogel und Dr. Crawford Matthews blicken zur\u00fcck und erz\u00e4hlen \u00fcber den Projektverlauf und den Lernprozess des DHM.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff \u201eOutreach\u201d kommt aus der englischen Sprache und bedeutet \u201ehinausreichen\u201d. Im musealen Kontext bedeutet dies, aktiv auf Gruppen zuzugehen, die in Museen unterrepr\u00e4sentiert sind, und diese durch partizipative Zusammenarbeit einzubeziehen. Outreach als Ansatz erfuhr in den vergangenen Jahren zunehmende Aufmerksamkeit, und viele Kulturinstitutionen haben Mitarbeitende f\u00fcr Outreach eingestellt. Jedoch verbergen sich hinter diesem Begriff unterschiedliche Ans\u00e4tze \u2013 und auch Hoffnungen. In der Forschung sowie in der Praxis stellen Experten und Expertinnen fest, dass \u201eOutreach ohne Partizipation kein Outreach ist\u201d.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Das Deutsche Historische Museum verfolgte einen \u00e4hnlichen Ansatz und setzte in seinem Projekt <em>Aufkl\u00e4rung NOW<\/em> auf Partizipation und Sichtbarkeit. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel war es, Br\u00fccken von den Themen der Aufkl\u00e4rungsepoche zu den Fragen, welche junge Menschen in der Gegenwart besch\u00e4ftigen, zu bauen. Die Themen und das Konzept der Ausstellung standen zum Beginn der Kooperationen im Gro\u00dfen und Ganzen fest. Eine nicht repr\u00e4sentative Befragung von jungen Menschen hatte zum Ergebnis, dass \u201eFragen an das 18. Jahrhundert\u201c nur sehr wenige interessierte. Warum sich mit Fragen dieser Zeit besch\u00e4ftigen, wenn die Fragen der Gegenwart sehr viel dringlicher einer Beantwortung harren? &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Fragen und Themen der Gegenwart wie Menschenrechte, Rassismus, religi\u00f6se Toleranz, Zugang zu Bildungsinstitutionen, Frauengleichberechtigung wurden Ausgangspunkt f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung mit Themen des 18. Jahrhunderts. Diskussionen \u00fcber historische Verbindungen, Vergleiche und Unterschiede standen im Zentrum der Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gruppen. Die Sichtbarmachung der kreativen Projekte in der Ausstellung \u2013 mit bereichernden Informationen f\u00fcr alle Besucherinnen und Besucher \u2013 wurde von Anfang an angestrebt. Wichtig war bei allen Schritten die enge Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsteam (Kuratorin, Projektleitung, Gestalter, Werkst\u00e4tten, Abteilung Kommunikation u.a.).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Outreach-Projektteam suchte Kooperationspartner aus der Berliner Stadtcommunity, um in einer mehrmonatigen Zusammenarbeit Projekte zu entwickeln, die in der Ausstellung pr\u00e4sentiert werden k\u00f6nnten. Die Suche nach Projektpartnern, die sich verpflichteten, \u00fcber mehrere Monate freiwillig und kontinuierlich an einem Projekt zu arbeiten, gestaltete sich schwieriger als gedacht, da viele Institutionen wie z.B. Jugendzentren einerseits nicht \u00fcber gen\u00fcgend Personal verf\u00fcgen und andererseits das Prinzip eines solchen Hauses (die Jugendlichen kommen freiwillig und in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden) der regelm\u00e4\u00dfigen Zusammenarbeit mit einem Projektpartner widerspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte Januar standen vier unterschiedliche Kooperationspartner fest: young arts Neuk\u00f6lln mit dem Wahlpflichtfach Film der Alfred-Nobel-Schule, das Bildungszentrum Lohana Berkins, das Jugendgremium Schattenmuseum gemeinsam mit dem K\u00fcnstlerkollektiv sideviews sowie eine Ausbildungsklasse der Fachhochschule Sozialp\u00e4dagogik im Pestalozzi-Fr\u00f6bel-Haus. Diese Partner brachten unterschiedliche Expertisen und Perspektiven mit und n\u00e4herten sich den Ausstellungsthemen aus ihrer pers\u00f6nlichen Biografie auf mehreren Wegen. Die Aussicht, die Projektergebnisse sichtbar in der Ausstellung zu zeigen, stellten einen gro\u00dfen Motivationsfaktor f\u00fcr alle dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den Kooperationspartnern wurden Workshops zu den Ausstellungsthemen Menschenrechte, \u00f6ffentlicher Diskurs, Geschlechtergeschichte und P\u00e4dagogik sowie Weltb\u00fcrgertum und Merkantilismus durchgef\u00fchrt und deren Bez\u00fcge zur Gegenwart thematisiert. Im Vordergrund stand dabei, die Aktualit\u00e4t der Ausstellungsthemen hervorzuheben und Interesse unter den Teilnehmenden zu generieren. Die Gruppen w\u00e4hlten selbst das Thema, das sie weiterhin im Projekt bearbeiten wollten. In Ausstellungsbereichen, Interventionen und Vermittlungsstationen sollten die gegenw\u00e4rtige Relevanz der Ausstellungsthemen betont und die Perspektiven der Projektteilnehmenden sichtbar gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"459\" height=\"306\" data-id=\"10354\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10354\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1.jpg 459w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"459\" height=\"306\" data-id=\"10356\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10356\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2.jpg 459w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"459\" height=\"306\" data-id=\"10355\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10355\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/3.jpg 459w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/3-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><em>Abbildungen: Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Kooperationspartner Bildungszentrum Lohana Berkins, Fachhochschule Sozialp\u00e4dagogik im Pestalozzi-Fr\u00f6bel-Haus, Jugendgremium Schattenmuseum setzen sich in Workshops mit den Ausstellungsthemen auseinander.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Vier kreative Werke wurden von den Kooperationspartnern gemeinsam mit dem Outreach-Projektteam konzipiert, mit dem Ausstellungsteam diskutiert und in enger Zusammenarbeit mit dem Gestalter, der Grafikagentur, dem Medientechniker und den DHM-Werkst\u00e4tten produziert. Die Werke f\u00fcgten sich in die themenbezogenen Ausstellungsbereiche ein und wurden in Kontext zu den entsprechenden Objekten pr\u00e4sentiert. Das Jugendgremium Schattenmuseum gemeinsam mit dem K\u00fcnstlerkollektiv sideviews gestaltete den Bereich \u201e9m\u00b2 Wissen aus der Gesellschaft\u201c zu der Frage \u201eWie kann die Fliege den Elefanten fressen?\u201c. Dieser Bereich besch\u00e4ftigte sich mit den Aufkl\u00e4rungsthemen des \u00f6ffentlichen Diskurses und dem Projekt der Enzyklop\u00e4disten. Es wurde ein Wissensspeicher geschaffen, der alle Besucherinnen und Besucher einlud, sich an gesellschaftlichen Diskussionen zu beteiligen und sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen. Die angehenden Sozialp\u00e4dagoginnen und Sozialp\u00e4dagogen im Pestalozzi-Fr\u00f6bel-Haus kuratierten den Ausstellungsbereich \u201eKinderb\u00fccher \u2013 damals und heute\u201c, in dem sie Abbildungen von Johann Bernhard Basedows \u201eElementarwerk\u201c&nbsp; mit Illustrationen von aktuellen Kinderb\u00fccher wie beispielsweise <em>Ein M\u00e4dchen wie Du <\/em>von Frank und Carla Murphy oder <em>Bestimmt wird alles gut<\/em> von Kirsten Boie und Mahmoud Hassanein in Vergleich setzten. Ausgehend von ihren Erfahrungen im praktischen Berufsleben thematisierten sie die Darstellungen von Rollenbildern von Geschlechtern, Kleidung, Spiele, Lernen, Berufe und Geburt und schrieben Geschichten zu Kontinuit\u00e4ten und Wandel in p\u00e4dagogischen Ans\u00e4tzen. Dadurch zeigten sie die Normen auf, die bereits im Kindesalter kommuniziert werden. Teilnehmende des Bildungszentrums Lohana Berkins, Migranten und Migrantinnen aus dem lateinamerikanischen Raum, produzierten eine Brosch\u00fcre mit literarischen Texten und k\u00fcnstlerischen Linoldrucken, die sich mit dem Thema Kolonialismus in der Zeit der Aufkl\u00e4rung und seinen Auswirkungen bis heute auseinandersetzen. Der Wahlpflichtfachkurs Film realisierte zusammen mit young arts Neuk\u00f6lln den Film \u201e(auf)gekl\u00e4rt\u201c, der die universellen Menschenrechte und deren Umsetzbarkeit im Alltag f\u00fcr jeden Einzelnen \u2013 in der Geschichte und auch in der Gegenwart \u2013 thematisiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"10351\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-180-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10351\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-180-1-1024x683.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-180-1-300x200.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-180-1-768x512.jpg 768w, 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erschienen \u201eElementarwerk\u201c von Johann Bernhard Basedow<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"10349\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-109-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10349\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-109-1-1024x683.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-109-1-300x200.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-109-1-768x512.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-109-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"10350\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-119-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10350\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-119-1-1024x683.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-119-1-300x200.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-119-1-768x512.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DHM-Aufklaerung-119-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><em>Abbildung 1) Mitglieder des Jugendgremiums Schattenmuseums stellen ihren Ausstellungsbereich w\u00e4hrend eines Aufkl\u00e4rung NOW-Festivals vor 2) Beitr\u00e4ge von Besuchern und Besucherinnen zum \u201eWissensspeicher\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"10347\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-Stills_004-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10347\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-Stills_004-1-1024x683.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-Stills_004-1-300x200.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-Stills_004-1-768x512.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-Stills_004-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"10348\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-Stills_051-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10348\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-Stills_051-1-1024x683.jpg 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W\u00e4hrend der Ausstellungslaufzeit bedeuteten die Festivals eine offensive Einladung an Menschen, die die Angebote des DHM normalerweise als nicht relevant f\u00fcr sich betrachten. An drei Abenden wurde das DHM in einen Ort der Unterhaltung und Bildung junger und junggebliebener Menschen durch DJ-Musik, Rap- und Improvisationstheater-Performances sowie Workshops, k\u00fcnstlerische Interventionen, Schaudebatten, Spiele und mehr umgewandelt. Prominent waren Diskussionen um die Aktualit\u00e4t der Ausstellungsthemen, die durch Werke und Aktivierungen der Projektpartner sowie durch <em>Deep Dives<\/em> thematisiert wurden. Die Festivals zeigten, dass das DHM nicht nur andere Adressatinnen und Adressaten ansprechen m\u00f6chte, sondern auch bereit ist, ihren Perspektiven zu historischen sowie gegenw\u00e4rtigen Themen eine B\u00fchne zu bieten. Insgesamt nahmen circa 2.000 Menschen an den drei Festivals teil.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"10345\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-143-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10345\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-143-1-1024x683.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-143-1-300x200.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-143-1-768x512.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-143-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"10344\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-035-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10344\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-035-1-1024x683.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-035-1-300x200.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-035-1-768x512.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Festival-Vol-3-2025-035-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><em>Abbildung 1) Besucher und Besucherinnen tanzen beim Aufkl\u00e4rung NOW-Festival 2) Linoldruck-Workshop angeboten vom Bildungszentrum Lohana Berkins<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Um den langfristigen Erhalt der mit Leidenschaft ausgearbeiteten Werke der Projektpartner sicherzustellen, werden sie k\u00fcnftig als Teil von digitalen Workshop-Materialien im Internet zur Verf\u00fcgung gestellt. Diese Materialien erm\u00f6glichen Gruppen, ohne das DHM zu besuchen, eigenst\u00e4ndig die Themen des <em>Aufkl\u00e4rung NOW<\/em>-Projektes partizipativ zu erarbeiten und ihre eigenen Standpunkte dazu kreativ zum Ausdruck zu bringen. Die Erfahrungen des Outreach-Projektes pr\u00e4gen die Entwicklung dieser Materialien: Sie fokussieren ebenfalls auf das \u00dcberthema Menschenrechte und verhandeln dabei die Geschichte der, Frauenrechte, Kinderrechte und allgemein Rechte von Minderheiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 21. Februar 2025 fand der Fachtag <em><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/was-ist-aufklaerung-fragen-an-das-18-jahrhundert\/aufklaerung-now\/fachtag\/\">Mut zur \u00d6ffentlichkeit! Chancen und Herausforderungen f\u00fcr Museen<\/a> <\/em>mit 78 Teilnehmenden im Auditorium des Pei-Baus statt. Inhalt war der Austausch und die Diskussion \u00fcber die Vorteile, aber auch die H\u00fcrden von partizipativen Outreach-Ans\u00e4tzen f\u00fcr Museen. Der Fachtag widmete sich den theoretischen Ans\u00e4tzen. Ivana Scharf z.B. wies mit ihren \u201e10 goldenen Regeln f\u00fcr erfolgreiches Outreach&#8220; darauf hin, dass Outreach kein \u201eAllheilmittel\u201c ist und idealerweise als institutionelle Haltung angenommen werden sollte. Anja Piontek stellte unterschiedliche theoretische Ans\u00e4tze der Partizipation vor. Wichtig war in der Diskussion einerseits die Herausforderungen und andererseits die Nachhaltigkeit sowie Zukunft der vorgestellten Outreach-Projekte herauszuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt repr\u00e4sentiert das<em> Aufkl\u00e4rung NOW<\/em>-Projekt f\u00fcr das DHM und seine Mitarbeitenden einen gro\u00dfen Lernprozess. Die W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse von Gruppen, die nicht zum Stammpublikum des DHMs geh\u00f6ren, wurden identifiziert. Partizipative Zusammenarbeit kann die freiwillige Teilnahme motivieren, wenn die Rahmenbedingungen gekl\u00e4rt sind. Durch die Sichtbarmachung von in Co-Kreation entwickelten Werken, konnte das DHM nicht nur die Teilnahme der Projektpartner w\u00fcrdigen, sondern auch weiteren Menschen mitteilen, dass das DHM Perspektiven zu historischen und gegenw\u00e4rtigen Themen aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft sch\u00e4tzt und ernst nimmt. Diese Erfahrungen k\u00f6nnen genutzt werden, um k\u00fcnftige Museumsangebote zu entwickeln und dadurch die gesellschaftliche Relevanz des Museums zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Scharf, Wunderlich, Heisig (Hrsg.) Museen und Outreach (2018), S. 19. &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Aufkl\u00e4rung NOW \u2013 Chancen und Herausforderungen eines Outreach-Projekts<span><\/h2>\n<p>Dank der F\u00f6rderung der Kulturstiftung des Bundes konnten im Rahmen der Ausstellung \u201eWas ist Aufkl\u00e4rung? Fragen an das 18. Jahrhundert\u201d innovative und partizipative Outreach-Ans\u00e4tze durch das Aufkl\u00e4rung NOW-Projekt umgesetzt werden. Brigitte Vogel und Dr. Crawford Matthews blicken zur\u00fcck und erz\u00e4hlen \u00fcber den Projektverlauf und den Lernprozess des DHM.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":10328,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2261,651,3012,653,2910],"class_list":["post-10327","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-inside-dhm","tag-aufklaerung","tag-bildung","tag-outreach","tag-vermittlung","tag-was-ist-aufklaerung"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10327"}],"version-history":[{"count":9,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10374,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10327\/revisions\/10374"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10328"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}