
{"id":10499,"date":"2025-12-17T09:33:47","date_gmt":"2025-12-17T08:33:47","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=10499"},"modified":"2025-12-17T09:51:19","modified_gmt":"2025-12-17T08:51:19","slug":"ein-beluga-im-rhein-wie-ein-verirrter-weisswal-1966-deutsche-umweltgeschichte-schrieb","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2025\/12\/17\/ein-beluga-im-rhein-wie-ein-verirrter-weisswal-1966-deutsche-umweltgeschichte-schrieb\/","title":{"rendered":"Ein Beluga im Rhein? Wie ein verirrter Wei\u00dfwal 1966 deutsche Umweltgeschichte schrieb"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Ein Beluga im Rhein? Wie ein verirrter Wei\u00dfwal 1966 deutsche Umweltgeschichte schrieb<\/h1>\n\n\n\n<p>Martin Baumert | 17. Dezember 2025<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In der Wechselausstellung <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/natur-und-deutsche-geschichte-glaube-biologie-macht\/\">\u201eNatur und Deutsche Geschichte. Glaube \u2013 Biologie \u2013 Macht\u201c<\/a> ist ein Film mit einem Beluga-Wal zu sehen, der als \u201eMoby Dick im Rhein\u201c 1966 Geschichte schrieb. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Ausstellung, Martin Baumert erkl\u00e4rt, wie es dem Wal im Rhein erging und welche Bedeutung dem Beluga in den umweltpolitischen Diskursen der 1960er-Jahre zukam.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 18. Mai 1966 gegen 9.30 Uhr rief das Tankschiff \u201eMelani\u201c die Duisburger Wasserschutzpolizei und meldete \u201e[b]ei Rheinkilometer 778,5 haben wir einen wei\u00dfen Wal gesichtet.\u201c<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die Polizisten vermuteten das Alkohol im Spiel war, ob dieser unglaubw\u00fcrdigen Meldung \u2013 leben doch Belugas normalerweise in arktischen und subarktischen Gew\u00e4ssern.<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Der Atemalkoholtest des Kapit\u00e4ns fiel negativ aus und die Polizisten sahen den Wal mit eigenen Augen. Der herbeigerufene Duisburger Zoodirektor Wolfgang Gewalt (1928\u20132007) meinte beeindruckt: \u201eMann, is det een Wurm\u201c und nannte ihn \u201eeine zoologische Sensation\u201c<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit f\u00fcr den Wal steigerte sich in den folgenden Wochen. Schnell war der Name \u201eMoby Dick\u201c, nach dem ber\u00fchmten Roman von Herman Melville, etabliert.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Von der <em>Times<\/em> \u00fcber die <em>New York Herald Tribune<\/em> bis zur <em>Prawda<\/em> berichtete die internationale Presse \u00fcber den verirrten Wei\u00dfwal.<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Der Wal schwamm im Rhein bis nach Bad Honnef, s\u00fcdlich von Bonn, \u00fcber 350 Kilometer von der M\u00fcndung entfernt. Der Beluga im Rhein beherrschte f\u00fcr mehrere Wochen die Nachrichtenschlagzeilen und zog zahllose Besuchende in die Rheinlokale. Das Duo <em>Christopher &amp; Michael<\/em> widmeten ihm sogar ein eigenes Lied mit dem Titel \u201eIm Rhein da schwimmt ein wei\u00dfer Wal.\u201c<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 13. Juni 1966 sprengte er dann sogar eine Bundespressekonferenz: Gerade wollte Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel zum gespannten Verh\u00e4ltnis in der NATO nach dem franz\u00f6sischen R\u00fcckzug aus dem Verteidigungsb\u00fcndnis sprechen, als der Chef des Presse- und Informationsamtes der Bunderegierung, Karl-G\u00fcnther von Hase, ihn mit den Worten: \u201eEben habe ich von einem Sonderkurier die Nachricht erhalten, dass Moby Dick vor dem Bundeshaus ist\u201c<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> unterbrach. Die versammelte Hauptstadtpresse st\u00fcrmte daraufhin zum Rhein und zog die tierische Sensation dem politischen Alltagsgesch\u00e4ft vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Freilich hatte \u201eMoby Dick im Rhein\u201c noch eine ganz andere Geschichte zu erz\u00e4hlen, n\u00e4mlich die der Verschmutzung der Flie\u00dfgew\u00e4sser in Deutschland. Bereits nach wenigen Tagen hatte er einen Hautausschlag und Zoodirektor Gewalt erkl\u00e4rte in einem Interview, \u201e[unter diesen Umst\u00e4nden] geht er ein\u201c<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a>. Was war jetzt aber das Problem? Warum drohte der Wal seinen Aufenthalt im Rhein nicht zu \u00fcberleben? Dazu ist ein kurzer R\u00fcckblick auf die Umweltgeschichte der Bundesrepublik notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<strong>\u201ePhenolduftende Fluten\u201c<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\"><strong>[9]<\/strong><\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon immer nutzten die Anwohner*innen an den Ufern des Rheins den Fluss zur Entsorgung ihrer Abf\u00e4lle. Lange Zeit bereitete das keine Probleme, da die Anzahl der Menschen begrenzt war, die Abfallmenge gering und die Zusammensetzung des M\u00fclls meist nur lokale Umweltsch\u00e4digungen verursachte.<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Noch reichten die Selbstreinigungskr\u00e4fte des Flusses aus, um die Schadstoffe zu absorbieren. Das \u00e4nderte sich im Zuge der Industrialisierung zunehmend und steigerte sich in den 1950er Jahren zur \u00f6kologischen Katastrophe. Der \u00dcbergang in das Zeitalter des Massenkonsums wird als \u201eGro\u00dfe Beschleunigung (Great Acceleration)\u201c<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a> bzw. \u201e1950er Syndrom\u201c<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a> bezeichnet. F\u00fcr Westdeutschland markierte das \u201eWirtschaftswunder\u201c diese einschneidende Ver\u00e4nderung im Verh\u00e4ltnis der Gesellschaft zur Natur.<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Der zunehmende Konsum machte die vormals eher lokal begrenzt auftretenden Umweltverschmutzungen zu einem geradezu allgegenw\u00e4rtigen Problem. Der Rhein entwickelte sich ab der Schweizer Grenze mehr und mehr zu einem Abwasserkanal. 1985 flossen 11 Mio. Tonnen Chlorid, 4,6 Mio. Tonnen Sulfat, 828.000 Tonnen Nitrat, 90.000 Tonnen Eisen, 38.200 Tonnen Ammonium, 28.400 Tonnen Phosphor, 4.350 Tonnen Zink, 2.500 Tonnen Chlorverbindungen, 681 Tonnen Kupfer, 665 Tonnen Blei, 578 Tonnen Chrom, 530 Tonnen Nickel, 126 Tonnen Arsen, 13 Tonnen Kadmium und 6 Tonnen Quecksilber von Deutschland in die Niederlande.<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Besonders belastend wirkten sich die Abw\u00e4sser aus dem Ruhrgebiet aus. Nicht nur verschmutzten Kokereien, Kraftwerke und Stahlwerke die Luft, sondern verwandelten das kleine Fl\u00fcsschen Emscher in eine stinkende Kloake, ja zum \u201eAbwasserkanal des Ruhrgebiets\u201c.<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Besonders die geruchsintensiven Phenole aus der Kohle- und Erd\u00f6lverarbeitung machten aus dem Rhein eine \u201ebraune Br\u00fche\u201c<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\">[16]<\/a>. 1961 forderte der sozialdemokratische Kanzlerkandidat Willy Brandt nicht nur, dass \u201eder Himmel \u00fcber der Ruhr wieder blau werden m\u00fcsste\u201c, sondern verwies auf die Ursachen durch die \u201eVerschmutzung von Luft und Wasser\u201c<a href=\"#_ftn17\" id=\"_ftnref17\">[17]<\/a>. Hinzu kam die Chemieindustrie, die zahlreiche Standorte von Ludwigshafen (BASF) am Oberrhein \u00fcber Bieberich (Chemische Fabrik Kalle &amp; Co.) und Leverkusen (Bayer) bis nach Uerdingen (Bayer) am Niederrhein betrieb. Aber auch die Bev\u00f6lkerung trug zur Verschmutzung bei, da Abw\u00e4sser h\u00e4ufig ungekl\u00e4rt in den Fluss eingeleitet wurden. Der Rhein war zu diesem Zeitpunkt weitestgehend biologisch tot.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"779\" height=\"1024\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0096_SPIEGEL_331916-779x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10507\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0096_SPIEGEL_331916-779x1024.jpg 779w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0096_SPIEGEL_331916-228x300.jpg 228w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0096_SPIEGEL_331916-768x1010.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0096_SPIEGEL_331916-1168x1536.jpg 1168w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0096_SPIEGEL_331916.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 779px) 100vw, 779px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u201eBlauer Himmel \u00fcber der Ruhr\u201c, Der Spiegel, Nr. 33, Hamburg, 1961, Berlin, Deutsches Historisches Museum<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Heute hat sich die Situation am Rhein, durch das Verbot der Einleitung ungekl\u00e4rter Abw\u00e4sser, erheblich verbessert. Der Fluss ist zu einem Beispiel geworden, welche positiven Auswirkungen gesetzliche Regulierungen im Umweltschutz haben. Die Wasserqualit\u00e4t tr\u00e4gt heute \u00fcberwiegend die G\u00fcteklasse II, \u201em\u00e4\u00dfig belastet\u201c<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\">[18]<\/a>. Auch die Schadstoffkonzentration hat sich merklich verbessert. Beispielsweise sank die Quecksilberbelastung seit 1985 um 70 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eAuch mit Gewalt geht es nicht\u201c<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\"><strong>[19]<\/strong><\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zum Beluga-Wal 1966: Aufgrund der bedrohlichen Umwelt bem\u00fchte sich der Zoodirektor Wolfgang Gewalt den Wal zu fangen und ihn in das Delfinarium des Duisburger Zoos zu \u00fcberstellen. Aus Sicht der Medien nahm er die Rolle des Kapit\u00e4ns Ahab aus dem Roman von Melville ein. Versuchte er anfangs mithilfe zusammengeknoteter Tennisnetze den Wal in die Enge zu treiben, wechselte er sp\u00e4ter zu Bet\u00e4ubungspfeilen, um ihn einzufangen.<a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Zumindest Letzteres war riskant: Wale sind S\u00e4ugetiere, die zum Atmen an die Oberfl\u00e4che kommen m\u00fcssen. Ein bet\u00e4ubter Wal konnte daher ertrinken. Schlussendlich schlugen alle Versuche fehl und der Zoodirektor stellte die Jagd nach \u201eMoby Dick\u201c am 10. Juni 1966 ein. Nicht nur aufgrund des mangelnden Jagderfolges, sondern auch weil die \u00d6ffentlichkeit seine Jagdmethoden ablehnte. W\u00e4hrend manche*r besorgte*r B\u00fcrger*in einen Versto\u00df gegen den Tierschutz vermutete und Strafanzeige stellte, charterten Aktivist*innen ein Luftschiff, um den Zoodirektor mit geworfenen Orangen von seinem Fangversuchen abzuhalten.<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Die Bild-Zeitung forderte gar: \u201eVerhaftet Dr. Gewalt!\u201c<a href=\"#_ftn22\" id=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0496_61_10170_1-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10506\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0496_61_10170_1-1024x724.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0496_61_10170_1-300x212.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0496_61_10170_1-768x543.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0496_61_10170_1-1536x1086.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5_2_NG-0496_61_10170_1-2048x1448.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wolfgang Gewalt mit Harpune, Duisburg, 1966 \u00a9 Stadtarchiv Duisburg, Bestand 61 Nr. 10170 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Anders als von Dr. Gewalt prognostiziert, \u00fcberlebte \u201eMoby Dick\u201c die Zust\u00e4nde im Rhein. Nach seinem Ausflug zur Bundespressekonferenz folgte er dem Flusslauf in Richtung M\u00fcndung und am 16. Juni 1966 \u201e[u]m 18.42 Uhr hat der wei\u00dfe Beluga-Wal bei Hoek van Holland das offene Meer erreicht\u201c<a href=\"#_ftn23\" id=\"_ftnref23\">[23]<\/a>. Zwar endete damit das mediale Interesse, regional ist der Besuch des Belugas vor mittlerweile fast 60 Jahren in Erinnerung geblieben: Ein Ausflugdampfer, der in seiner Form an ein Wal erinnert, tr\u00e4gt bis heute zur Erinnerung den Namen \u201eMS Moby Dick\u201c.<a href=\"#_ftn24\" id=\"_ftnref24\">[24]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bleiben zum Abschluss noch zwei Fragen: Woher kam der Wal und wohin ging er? Beide Wege sind wesentlich schwerer zu rekonstruieren als \u201eMoby Dicks\u201c Rheinreise. Belugas schwimmen durchaus in Flussm\u00fcndungen, allerdings geh\u00f6rt die Nordsee nicht zu ihrem nat\u00fcrlichen Verbreitungsgebiet. M\u00f6glicherweise stammte er von einem Transportschiff, das im Sommer 1965 vor der K\u00fcste Gro\u00dfbritanniens mit vier geladenen Belugas in Seenot geriet, so dass drei Tiere nachweislich entkamen.<a href=\"#_ftn25\" id=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Noch r\u00e4tselhafter ist sein Verbleib nach seiner Rheinreise. Nur wenige Tage nachdem er in den Niederlanden zuletzt gesehen wurde, meldeten die Medien einen gestrandeten Wei\u00dfwal in Schweden. Allerdings fehlen Belege, dass es sich bei dem gesichteten Tier um jenes aus dem Rhein handelte.<a href=\"#_ftn26\" id=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das Erscheinen des Belugas 1966 bedeutete keine umweltpolitische Z\u00e4sur in der Geschichte der Bundesrepublik. Dennoch stellte es ein wichtiges Ereignis in der deutschen Umweltgeschichte dar. Die Empathie der Menschen mit dem bedrohten Tier lenkte die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit auf die fatale Situation der Flie\u00dfgew\u00e4sser in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Simon Michaelis: Das wei\u00dfe Wunder vom Rhein, in: Spiegel online, 18. Mai 2016, unter: https:\/\/www.spiegel.de\/geschichte\/beluga-wal-von-1966-moby-dick-vom-rhein-a-1092621.html, eingesehen: 04.12.2025.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Wolfgang Gewalt: Der Wei\u00dfwal, Wittenberg 1976, S. 69 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Michaelis 2016.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Dietmar Bartz: \u201eMoby Dick\u201c und der giftige Rhein, in: taz, die tageszeitung, Ausgabe 6534 vom 28. August 2001, S. 14.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Wolfgang Gewalt: Auf den Spurend er Wale. Expeditionen von Alaska bis Kap Hoorn, Bergisch Gladbach 1988, S. 13.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. ebd., S. 19.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Ulli Kulke: Walfang im Rhein raubte Deutschland den Verstand, in: WELT, 05. Mai 2016, unter: https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article155048267\/Jagd-nach-Moby-Dick-Walfang-im-Rhein-raubte-Deutschland-den-Verstand.html, eingesehen: 08.12.2025.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> WDR mediagroup GmbH (Hg.): Hier und Heute. Dr. Gewalt stellt die Waljagd im Rhein ein, 10. Juni 1966, 00:02:22\u201300:02:26.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Gewalt 1988, S. 14.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Thomas Rommelspacher: Das nat\u00fcrliche Recht auf Wasserverschmutzung. Geschichte des Wassers im 19. und 20. Jahrhundert, in: Franz-Josef Br\u00fcggemeier\/Thomas Rommelspacher: Besiegte Natur. Geschichte der Umwelt im 19. und 20. Jahrhundert, M\u00fcnchen \u00b21989, S. 42-63, hier S. 46-50.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> John Robert McNeill\/ Peter Engelke: The Great Acceleration: An Environmental History of the Anthropocene since 1945, Cambridge 2016.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Christian Pfister: Das \u201e1950er Syndrom\u201c \u2013 Die umweltgeschichtliche Epochenschwelle, in: Christian Pfister (Hrsg.): Das 1950er Syndrom. Der Weg in die Konsumgesellschaft, Bern Stuttgart Wien 1995, S. 51\u201395, hier S. 54\u201360.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. Ernst Langthaler: Unterbrochene Beschleunigung. \u00d6sterreichs Wirtschaft im Nationalsozialismus aus sozio\u00f6kologischer Perspektive, in: zeitgeschichte 50 (2023), Heft 2, S. 167 \u2013 192, hier S. 168.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Rommelspacher 1989, S. 42.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Detlef Stoller: Halbzeit am Abwasserkanal des Ruhrgebietes, in: taz, die tageszeitung, Ausgabe 4775 vom 16. November 1995, S. 12.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> Gewalt 1988, S. 15.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Kai Doering: Blauer Himmel \u00fcber der Ruhr. Wie Brandt den Umweltschutz begr\u00fcndete, in: vorw\u00e4rts, 28. April 2021, unter: https:\/\/www.vorwaerts.de\/geschichte\/blauer-himmel-uber-der-ruhr-wie-brandt-den-umweltschutz-begrundete, eingesehen: 10.12.2025.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> Reblu GmbH: Die Wasserqualit\u00e4t des Rhein, unter: https:\/\/www.test-wasser.de\/wasserqualitaet-rhein, eingesehen: 09.12.2025.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> Gewalt 1988, S. 20.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a> Gewalt 1988, S. 16 und 20 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> Johanna Kemper: \u201eMoby Dick\u201c im Rhein gesichtet, in: Bayern 2. Kalenderblatt vom 18. Mai 2018, unter: https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/kalenderblatt\/moby-dick-im-rhein-gesichtet-102.html, eingesehen: 09.12.2025.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" id=\"_ftn22\">[22]<\/a> Gewalt 1988, S. 14.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" id=\"_ftn23\">[23]<\/a> Gewalt 1988, S. 26.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" id=\"_ftn24\">[24]<\/a> Stefan Knopp: MS Moby Dick wird 40, 03. Oktober 2016, unter: https:\/\/ga.de\/bonn\/ms-moby-dick-wird-40_aid-43047915, eingesehen: 10.12.2025.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" id=\"_ftn25\">[25]<\/a> Vgl. Gewalt 1988, S. 27.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\" id=\"_ftn26\">[26]<\/a> Ebd., S. 26 f.<\/p>\n\n\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10512 size-medium\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin_Baumert_01-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin_Baumert_01-200x300.jpg 200w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin_Baumert_01-683x1024.jpg 683w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin_Baumert_01-768x1151.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin_Baumert_01-1025x1536.jpg 1025w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin_Baumert_01-1366x2048.jpg 1366w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin_Baumert_01-scaled.jpg 1708w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/p>\n<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Martin Baumert<\/h4>\n<p style=\"color: #000000; padding: 0px 10px 5px 10px;\">Dr. Martin Baumert ist wissenschaftlicher Mitarbeiter f\u00fcr die Ausstellung \u201eNatur und deutsche Geschichte\u201c am Deutschen Historischen Museum.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Ein Beluga im Rhein? Wie ein verirrter Wei\u00dfwal 1966 deutsche Umweltgeschichte schrieb<span><\/h2>\n<p>In der Wechselausstellung \u201eNatur und Deutsche Geschichte. Glaube \u2013 Biologie \u2013 Macht\u201c ist ein Film mit einem Beluga-Wal zu sehen, der als \u201eMoby Dick im Rhein\u201c 1966 Geschichte schrieb. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Ausstellung, Martin Baumert erkl\u00e4rt, wie es dem Wal im Rhein erging und welche Bedeutung dem Beluga in den umweltpolitischen Diskursen der 1960er-Jahre zukam.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":10500,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1763],"tags":[486,3021,75],"class_list":["post-10499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wozu-das-denn","tag-ausstellung","tag-natur-und-deutsche-geschichte","tag-wozu-das-denn"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10499"}],"version-history":[{"count":6,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10513,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10499\/revisions\/10513"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10500"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}