
{"id":1301,"date":"2017-11-07T15:27:10","date_gmt":"2017-11-07T14:27:10","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=1301"},"modified":"2018-01-25T10:27:28","modified_gmt":"2018-01-25T09:27:28","slug":"die-revolution-die-eine-weltrevolution-werden-sollte-jedoch-nicht-wurde","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2017\/11\/07\/die-revolution-die-eine-weltrevolution-werden-sollte-jedoch-nicht-wurde\/","title":{"rendered":"Kolumne: Die Revolution, die Weltrevolution werden sollte"},"content":{"rendered":"<h1>Die Revolution, die eine Weltrevolution werden sollte, jedoch nicht wurde<\/h1>\n<p><strong>Die revolution\u00e4ren Ereignisse in Russland von 1917 bis 1922 f\u00fchrten zu einem Einschnitt, der das gesamte 20. Jahrhundert pr\u00e4gte und bis heute nachwirkt. Anl\u00e4sslich des 100. Jahrestags zeigen wir die Sonderausstellung <a href=\"http:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/1917-revolution\/?nomobile=1\" target=\"_blank\">&#8222;1917. Revolution. Russland und Europa&#8220;<\/a> zu den revolution\u00e4ren Ereignissen in Russland und ihren Auswirkungen. Die Rede, die der Philosoph und Autor Michail Ryklin zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung am 17. Oktober hielt, ver\u00f6ffentlichen wir zum Jahrestag der Oktoberrevolution ungek\u00fcrzt in unserem Blog.<\/strong><\/p>\n<p>Das von der UdSSR als Gro\u00dfe Sozialistische Oktoberrevolution bezeichnete Ereignis erschien den damaligen Zeitgenossen, ungeachtet der \u00fcberschw\u00e4nglichen Gef\u00fchle bei den leidenschaftlichen Kundgebungen und der Anzahl an Leichen (die nat\u00fcrlich nicht zu vergleichen war mit den t\u00e4glichen Verlusten an den Fronten des Ersten Weltkriegs) nicht als monumental. Kaum jemand h\u00e4tte aufgrund dieser Geschehnisse die hiermit verbundenen historischen Folgen absch\u00e4tzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Einen Sturm auf den Winterpalast, wie ihn Sergei Eisenstein in seinem Film &#8222;Oktober&#8220; (1927) dargestellt hat, gab es in dieser Form nicht. Der britische Botschafter schrieb in seinem Tagebuch am Tag nach den Ereignissen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #008000;\"><em>&#8222;Um halb drei morgens drangen die Gruppen der Angreifer durch Seiteneing\u00e4nge in den Palast ein und entwaffneten die Garnison. Die Minister wurden verhaftet und durch die feindlich eingestellten Massen hindurch in die Festung gebracht.&#8220;\u00b9<\/em> <\/span><\/p>\n<p>Der Botschafter verurteilte die terroristischen Methoden der Bolschewiken. Nichtsdestotrotz gab er zu, dass die F\u00fchrer der Revolution, Wladimir Lenin und Leo Trotzki &#8222;au\u00dfergew\u00f6hnliche Leute&#8220; gewesen seien. W\u00e4ren sie nicht zu jener Zeit in Petrograd gewesen, h\u00e4tte es die Revolution nicht gegeben.<\/p>\n<p>Einer der ersten, die die Bedeutung der Ereignisse erfassten, war der amerikanische Journalist und Harvard-Absolvent John Reed, der kurz vor dem bolschewistischen Umbruch in Petrograd aufgetaucht war. In seinem Buch &#8222;Zehn Tage, die die Welt ersch\u00fctterten&#8220;, das Lenin den Arbeitern aller L\u00e4nder ans Herz legte, schrieb er:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #008000;\"><em>&#8222;Die Bolschewiken gewannen, da sie die Bestrebungen von breiten Volksmassen widerspiegelten. Ja, einen Tag nach Einnahme des Winterpalastes schien sich oberfl\u00e4chlich in der Stadt nichts ver\u00e4ndert zu haben: Es gab die gleichen stundenlangen Warteschlangen f\u00fcr Milch, Zucker und Tabak, die gleichen Ausstellungen, das gleiche Theaterprogramm. Doch daneben &#8218;kr\u00fcmmte sich in Qualen das riesige Russland, das eine neue Welt gebar.'&#8220;\u00b2<\/em><\/span><\/p>\n<p>Weder die Ausf\u00fchrenden, noch die Anh\u00e4nger der Oktoberrevolution zweifelten daran, dass diese der Beginn einer Weltrevolution sein w\u00fcrde. In der &#8222;Kette des Kapitalismus&#8220; erwies sich Russland als das schw\u00e4chste Glied. Daher gelang es auch, die Kette eben an dieser Stelle zu zerrei\u00dfen. Es sollten danach unausweichlich die Revolutionen in den h\u00f6herentwickelten L\u00e4ndern folgen, in denen die Bedingungen g\u00fcnstiger waren. Das unterentwickelte Agrarland konnte die &#8222;Fackel des Kommunismus&#8220; nicht lange stolz alleine tragen. Nach vollzogener Weltrevolution sollten die Bolschewiken den glorreichen Ruf von Vorl\u00e4ufern behalten, doch dann von den fortschrittlicheren westlichen Kommunisten lernen.<\/p>\n<p>Die Oktoberrevolution nahm in den Augen ihrer Anh\u00e4nger rasch einen universalen Status an. Sie sollte sich direkt in die von der Gro\u00dfen Franz\u00f6sischen Revolution ausgehende Genealogie einreihen. Die Europ\u00e4ischen Linken erkannten in ihren F\u00fchrern rasch Gleichgesinnte, die Rechten hingegen ihre Feinde.<\/p>\n<p>Die Hoffnung auf eine Weltrevolution hat sich, wie wir heute wissen, nach einigen erfolglosen Versuchen, nicht erf\u00fcllt. Entt\u00e4uscht begannen die Bolschewiken mit Hilfe des &#8222;Komintern&#8220; ihre Erfahrung und die Methoden f\u00fcr die Macht\u00fcbernahme &#8222;durch eine neue Partei&#8220; zu exportieren. Diese hatten sie im Kampf gegen das Zarentum ausgearbeitet. Doch nicht nur, dass sie im Westen nicht funktionierten, stie\u00dfen sie auch eine ganze Generation revolution\u00e4rer Enthusiasten ab, die von der erfolgreichen Oktoberrevolution angezogen waren.<\/p>\n<p>Die Anh\u00e4nger der Revolution erwartete noch eine herbere Entt\u00e4uschung. Im Herbst 1918 begann der &#8222;Rote Terror&#8220;. Er ersch\u00fctterte die ganze Welt durch seine gnadenlose Logik. Es zeigte sich, dass man Menschen nicht nur f\u00fcr begangene Verbrechen t\u00f6ten konnte, sondern auch einfach nur f\u00fcr die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Klasse, die als ausbeuterisch erkl\u00e4rt worden war. Wie der Volksschriftsteller Wladimir Korolenko, der als das &#8222;Gewissen Russlands&#8220; anerkannt ist, emp\u00f6rt feststellte, war die T\u00e4tigkeit der bolschewistischen Au\u00dferordentlichen Kommission (TscheKa), die die Ermittlungen f\u00fchrte, die in Beschl\u00fcssen und der Ausf\u00fchrung von Urteilen resultierten, in der Geschichte der Kulturv\u00f6lker einzigartig. Unter dem alten Regime gab es vereinzelt F\u00e4lle von blinder Wut einer Menge, von Selbstjustiz, oder Taten von zu weit gegangener zaristischer Tyrannei. Die Anh\u00e4nger Lenins jedoch, und das war das Furchtbare, gaben der Gesetzlosigkeit eine theoretische Basis. Nicht weniger heftig reagierten auf den TscheKa-Terror die westlichen Marxisten, von Karl Kautsky bis Rosa Luxemburg.<\/p>\n<p>Mit dem Ende des B\u00fcrgerkrieges ging die Willk\u00fcr zur\u00fcck, doch an der Revolution blieb der Schandfleck haften.<\/p>\n<p>Anfang 1921 wurde die &#8222;Neue \u00d6konomische Politik&#8220; ausgerufen. Man r\u00e4umte der Bourgeoisie gewisse Konzessionen ein, die bis 1928 so blieben. In diesem Zeitraum zeigte sich die Revolution von ihrer besten Seite. In Architektur, Theater, Kunst, Literatur und Design zeigte die neue Kultur Errungenschaften, die von der ganzen Welt anerkannt wurden. Frauen und nationale Minderheiten genossen kurz zuvor noch unvorstellbare Rechte. Der proletarische Internationalismus blieb kein leeres Gerede, sondern wurde in die Tat umgesetzt. Ungeachtet der Misserfolge der kommunistischen Auftritte in Deutschland und China, hielt sich der Glaube an die Weltrevolution (vor allem bei der befl\u00fcgelten Komsomol-Jugend). Der Ruhm der alten Bolschewiken blieb unangefochten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem waren die 20-er Jahre eine relativ &#8222;satte&#8220; Zeit. Der Tscherwonez (10 Rubel in Gold) stand in hohem Kurs. Der Gro\u00dfteil von Sowjetmenschen, die Bauern, zahlten Lebensmittelsteuern und erinnerten sich nur mit Schrecken noch an die \u00dcberf\u00e4lle der Lebensmittel-Eintreiber w\u00e4hrend dem B\u00fcrgerkrieg.<\/p>\n<p>All dem wurde 1930, dem Jahr des Gro\u00dfen Umbruchs und des Beginns der Kollektivierung, ein Ende bereitet. Die Historiker bezeichnen dies als die zweite, die stalin\u00b4sche Revolution. Die &#8222;Titanic&#8220; der st\u00e4dtischen Revolutionskultur stie\u00df auf den &#8222;Eisberg&#8220; der Bauern-Welt und erlitt Schiffbruch. Stalin, der 1922 zum Generalsekret\u00e4r der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiken aufstieg, galt in den 20-er Jahren als &#8222;Erster unter Gleichen&#8220;. Er k\u00e4mpfte erfolgreich gegen die verschiedensten politischen &#8222;Abweichungen&#8220; und r\u00e4umte einen Konkurrenten nach dem anderen aus dem Weg. Vor allem jedoch hetzte er die Partei auf seinen Erzfeind, Leo Trotzki. 1929 gelang es ihm, ihn aus der UdSSR zu verbannen. Das vom Generalsekret\u00e4r erfundene W\u00f6rtchen &#8222;Trotzkismus&#8220; wurde allm\u00e4hlich zu einem schrecklichen politischen Brandmal, zum Symbol f\u00fcr den schlimmsten Feind des ebenfalls von ihm als Begriff eingef\u00fchrten &#8222;Leninismus&#8220;. Ab diesem Zeitpunkt war es strengstens verboten, den Oktoberhelden und Mitbegr\u00fcnder der Roten Armee in Zusammenhang mit der Revolution und dem B\u00fcrgerkrieg zu erw\u00e4hnen. Die Geschichte wird neu geschrieben. (Um bei der Wahrheit zu bleiben, hielt sich dies, im Vergleich zum Ausma\u00df der 30-er Jahre noch in Grenzen.)<\/p>\n<p>Die Kollektivierung und forcierte Industrialisierung, mit denen ein ungeahntes Ma\u00df an Terror, eine furchtbare Verarmung der Bev\u00f6lkerung und die endg\u00fcltige Etablierung der Stalindiktatur einhergingen, riefen den Zorn vieler alter Bolschewiken und Komsomolzen der 20-er Jahre hervor. Stalin wurde vom &#8222;Ersten unter Gleichen&#8220; zum &#8222;aktuellen Lenin&#8220;. Die Anh\u00e4nger Bucharins, Sinowjews und Trotzkis vereinigten sich im Sommer 1932, von den Komsomol-F\u00fchrern unterst\u00fctzt, mit dem Ziel, Stalin und seine Clique gewaltsam zu st\u00fcrzen. Das Ergebnis dieser Vereinigung, die Schrift &#8222;Stalin und die Krise der proletarischen Diktatur&#8220; (die sogenannte &#8222;Rjutin-Plattform&#8220;), fiel der OGPU in die H\u00e4nde. Stalin forderte f\u00fcr Rjutin die Todesstrafe, fand aber im Politb\u00fcro keine Unterst\u00fctzung (noch galt das Tabu f\u00fcr die Erschie\u00dfung alter Bolschewiken.) Die Unruhestifter wurden aus der Partei ausgeschlossen und verbannt. Rjutin wurde ins Gef\u00e4ngnis gesteckt.<\/p>\n<p>In den Jahren 1936-1940 wird die Lenin-Garde im Rahmen des Gro\u00dfen Terrors in den Folterkammern des NKWD ohne Ausnahme ausgemerzt. Von den aktiven Revolutionsteilnehmern sind 1940 nur eine Handvoll Leute aus dem engen Kreis des Diktators am Leben, und noch ein paar Gl\u00fcckspilze, die sich in entlegenen Winkeln verstecken konnten. Die Repressionen erstreckten sich auch auf die Familienangeh\u00f6rigen, einschlie\u00dflich der kleinen Kinder. Es wurden nicht einmal die alten Bolschewiken verschont, die niemals an Aufst\u00e4nden beteiligt waren, die sich auf der Parteilinie bewegt hatten, die Loblieder auf den Diktator gesungen hatten. Sie waren als Zeugen ebenfalls zu gef\u00e4hrlich. Danach wurde die Geschichte der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiken endg\u00fcltig nach Stalins Vorstellungen umgeschrieben.<\/p>\n<p>Ich bin der \u00dcberzeugung, dass ein solch gnadenloser und umfassender Gewaltakt, wie er einer ganzen Generation von &#8222;Lenin-Augenzeugen&#8220; widerfahren ist, in der Geschichte einzigartig ist. Den Opfern wurde eine Beerdigung vorenthalten. Ihre Leichen wurden nach einer heimlichen Erschie\u00dfung entweder in Krematorien verbrannt und die Asche verstreut, oder in Massengr\u00e4bern verscharrt. Die Bestattungsorte der Opfer des Gro\u00dfen Terrors beschr\u00e4nken sich auf die von den \u00fcberlebenden Verwandten errichteten Gedenktafeln, die eine symbolische Erinnerung daran sind, dass es diese Menschen gegeben hat.<\/p>\n<p>Die Oktoberrevolution ist ein Ereignis, dass die russische Geschichte direkt mit der europ\u00e4ischen und der Weltgeschichte verbindet. Sie hatte es sich zum Ziel gesetzt, den absterbenden Kapitalismus zu beerdigen, doch, entgegen der Absicht ihrer Teilnehmer (und dies war wohl eine Finte des &#8222;Weltbewusstseins&#8220;) genau das Gegenteil bewirkt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #008000;\"><em>&#8222;\u2026 Die Geschichte des &#8218;kurzen zwanzigsten Jahrhunderts'&#8220;, schreibt der Historiker Eric Hobsbawm, &#8222;kann man ohne die Russische Revolution und ihre direkten und indirekten Folgen nicht verstehen. Faktisch hat sie den liberalen Kapitalismus gerettet, indem sie dem Westen erm\u00f6glicht hat, den Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland zu gewinnen, und dem Kapitalismus einen Impuls zur Selbstreformierung gegeben hat\u2026&#8220;\u00b3<\/em><\/span><\/p>\n<p>In Russland hat man nicht vor, den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution in gro\u00dfem Rahmen zu feiern. An der Spitze des Organisationskomitees steht \u2026 der Chef der Auslandsspionage!<\/p>\n<p>Anscheinend bef\u00fcrchten die Machthaber, dass das genetische Ged\u00e4chtnis der Massen erwachen k\u00f6nnte, dass man sich an das befreiende Potential der Revolution erinnern k\u00f6nnte. Diese Erinnerung wurde unter Stalin mit einem gl\u00fchenden Eisen ausgel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Kurz gefasst, ist es zu fr\u00fch, die Oktoberrevolution in ein Archiv zu r\u00e4umen und als ein historisches Gut abzutun. In ihrer Heimat ist sie ein Teil der Gegenwart, ein Gegenstand des politischen Kampfes.<\/p>\n<h3>Quellen<\/h3>\n<p>\u00b9 \u0414\u0436\u043e\u0440\u0434\u0436 \u0411\u044c\u044e\u043a\u0435\u043d\u0435\u043d. \u041c\u0435\u043c\u0443\u0430\u0440\u044b \u0434\u0438\u043f\u043b\u043e\u043c\u0430\u0442\u0430. \u041c\u043e\u0441\u043a\u0432\u0430, \u041c\u0435\u0436\u0434\u0443\u043d\u0430\u0440\u043e\u0434\u043d\u044b\u0435 \u043e\u0442\u043d\u043e\u0448\u0435\u043d\u0438\u044f, 1991, \u0421. 304 [George Buchanan: Die Memoiren eines Diplomaten. Moskau, \u201cMezdunarodnyje otnosenija\u201d-Verlag 1991, S. 304]<br \/>\n\u00b2 \u0414\u0436\u043e\u043d \u0420\u0438\u0434. \u0414\u0435\u0441\u044f\u0442\u044c \u0434\u043d\u0435\u0439, \u043a\u043e\u0442\u043e\u0440\u044b\u0435 \u043f\u043e\u0442\u0440\u044f\u0441\u043b\u0438 \u043c\u0438\u0440. \u0421\u041f\u0431, \u041b\u0435\u043d\u0438\u0437\u0434\u0430\u0442, \u0421. 56 [John Reed: Zehn Tage, die die Welt ersch\u00fctterten. St. Petersburg, \u201cLenizdat\u201d-Verlag, S. 56]<br \/>\n\u00b3 \u042d\u0440\u0438\u043a \u0425\u043e\u0431\u0441\u0431\u0430\u0443\u043c. \u042d\u043f\u043e\u0445\u0430 \u043a\u0440\u0430\u0439\u043d\u043e\u0441\u0442\u0435\u0439. \u041a\u043e\u0440\u043e\u0442\u043a\u0438\u0439 \u0434\u0432\u0430\u0434\u0446\u0430\u0442\u044b\u0439 \u0432\u0435\u043a 1914-1991, \u0418\u0437\u0434\u0430\u0442\u0435\u043b\u044c\u0441\u0442\u0432\u043e \u00ab\u041b\u0438\u0442\u0435\u0440\u0430\u0442\u0443\u0440\u043d\u0430\u044f \u0433\u0430\u0437\u0435\u0442\u0430\u00bb, 2004, \u0421.96 [Eric Hobsbawm: Das Zeitalter von Extremen. Das kurze zwanzigste Jahrhundert 1914-1991, \u201cLiteraturnaja gazeta\u201d-Verlag 2004, S. 96]<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 5px;\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/DHM-17.10.2017\u00a9Siesing-9.jpg\" width=\"140\" \/><\/td>\n<td><\/td>\n<td bgcolor=\"#3d9b35\">\n<h4 style=\"color: #ffffff; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Michail Ryklin<\/h4>\n<p style=\"color: #ffffff; padding: 0px 10px 5px 10px;\">Michail Ryklin, 1948 geboren, arbeitet am Institut f\u00fcr Philosophie an der Akademie der Wissenschaften in Moskau. 2007 erschien der Essay &#8222;Mit dem Recht des St\u00e4rkeren&#8220;, f\u00fcr den er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europ\u00e4ischen Verst\u00e4ndigung 2007 ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Die Revolution, die eine Weltrevolution werden sollte, jedoch nicht wurde<span><\/h2>\n<p>Die revolution\u00e4ren Ereignisse in Russland von 1917 bis 1922 f\u00fchrten zu einem Einschnitt, der das gesamte 20. 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