
{"id":1875,"date":"2018-05-23T11:58:24","date_gmt":"2018-05-23T09:58:24","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=1875"},"modified":"2018-06-21T18:30:10","modified_gmt":"2018-06-21T16:30:10","slug":"geschichten-aktuell-der-dreissigjaehrige-krieg","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2018\/05\/23\/geschichten-aktuell-der-dreissigjaehrige-krieg\/","title":{"rendered":"Geschichte(n) aktuell: Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg"},"content":{"rendered":"<h1>Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg<\/h1>\n<p><strong>Am 23. Mai j\u00e4hrt sich der Prager Fenstersturz zum 400. Mal, der als Beginn des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges gilt. F\u00fcr den DHM-Blog zeichnet der Historiker Dr. Gerhard Quaas einen kurzen historischen Abriss der damaligen Ereignisse nach.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/dauerausstellung\/epochenbereiche\/1500-1650.html\">Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg<\/a> \u2013 die erste \u201eUrkatastrophe\u201c der deutschen Geschichte \u2013 ist trotz der schrecklichen Ereignisse der beiden Weltkriege im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Deutschen geblieben. Die zahlreichen Berichte von der Aufl\u00f6sung staatlicher Ordnung, von brutaler Gewalt, Seuchen, Hunger und religi\u00f6sem Fanatismus haben bis heute nichts von ihrer Eindringlichkeit verloren. Ber\u00fchmte Feldherren, wie der Schwedenk\u00f6nig Gustav Adolf oder Albrecht von Wallenstein sind legend\u00e4r geworden. F\u00fcr die Nachwelt legen bildliche Darstellungen, Dokumente, Waffen und Ausr\u00fcstungen aus dieser Zeit ein beredtes Zeugnis ab.<\/p>\n<p>Gegen Ende des 16. Jahrhunderts hatten sich die konfessionellen Gegens\u00e4tze versch\u00e4rft und m\u00fcndeten in den Konfessionsb\u00fcndnissen der protestantischen Union (1608) und der katholischen Liga (1609). Die religi\u00f6sen und machtpolitischen Konflikte verst\u00e4rkten auf beiden Seiten den Willen zur Konfrontation. Als zentrale Macht des Katholizismus konzentrierten die Habsburger ihre gegenreformatorischen Ma\u00dfnahmen zun\u00e4chst auf B\u00f6hmen. K\u00f6nig von B\u00f6hmen war immer ein Habsburger, meistens der Kaiser selbst. Inzwischen aber war die Mehrzahl der Adligen in B\u00f6hmen protestantisch. Ein 1609 erlassener Majest\u00e4tsbrief garantierte ihnen die Freiheit der Konfession und gab den St\u00e4nden das Recht, den K\u00f6nig zu w\u00e4hlen. Beides geriert zunehmend in Gefahr und versetzte die St\u00e4nde in Aufruhr.<\/p>\n<h3>Verfassungskampf und Konfessionskrieg<\/h3>\n<p>So entlud sich in B\u00f6hmen der Kampf um die Glaubensfreiheit in einem demonstrativen Akt des Widerstandes: dem Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618. Zwei Statthalter des Kaisers und ein Sekret\u00e4r wurden nach heftigem Wortwechsel mit Vertretern der St\u00e4nde kurzerhand aus dem Fenster geworfen. Sie \u00fcberlebten den Sturz.<\/p>\n<p>Als b\u00f6hmische Rebellen den calvinistischen Kurf\u00fcrsten Friedrich V. von der Pfalz am 26. August 1619 zu ihrem K\u00f6nig w\u00e4hlten, war jede Chance f\u00fcr einen Kompromiss vertan. Zwei Tage sp\u00e4ter wurde der bisherige K\u00f6nig von B\u00f6hmen, ein radikaler Gegner der Protestanten, als Ferdinand II. zum Kaiser gew\u00e4hlt. Nach der Kr\u00f6nung beschlossen der Kaiser und spanische Berater den Einsatz des Ligaheeres in B\u00f6hmen und die Besetzung der linksrheinischen Pfalz durch spanische Truppen. Herzog Maximilian I. von Bayern stellte ebenfalls S\u00f6ldner.<\/p>\n<p>Im Juni 1620 begann der Krieg. Herzog Maximilian schickte gut ger\u00fcstete Verb\u00e4nde, die zusammen mit Truppen der Liga nach und nach B\u00f6hmen eroberten. Das schlecht organisierte Heer der b\u00f6hmischen St\u00e4nde verlor im November 1620 den Kampf am Wei\u00dfen Berg in der N\u00e4he von Prag in einer der k\u00fcrzesten Schlachten der Weltgeschichte. Friedrich V., fortan als Winterk\u00f6nig verspottet, musste fliehen und bekam in den Niederlanden Exil.<\/p>\n<p>Der Krieg ging weiter und griff auf die Pfalz \u00fcber. Spanien und die Truppen der Liga, unter F\u00fchrung des Feldherren Tilly, besetzten den Kurstaat. Auch Truppen des Herzogs Maximilian I. beteiligten sich an diesem Feldzug. S\u00f6ldnerverb\u00e4nde im Dienst der Protestanten konnten milit\u00e4risch nichts ausrichten und das Zentrum des deutschen Calvinismus kam in katholische Hand. Als Entsch\u00e4digung f\u00fcr den Einsatz seiner Armee in B\u00f6hmen erhielt der Bayernherzog Maximilian die Oberpfalz und sp\u00e4ter auch die Kurw\u00fcrde.<\/p>\n<p>In B\u00f6hmen setzte ein brutaler Prozess der Rekatholisierung ein. Zahlreiche Rebellen wurden hingerichtet, etwa 150.000 Menschen verlie\u00dfen die Heimat, die H\u00e4lfte des Bodens wechselte den Besitzer. Hier begann der Aufstieg des bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten b\u00f6hmischen Adligen, Albrecht von Wallenstein. Die Umverteilung des Grundbesitzes machte Wallenstein, der zuvor zum Katholizismus \u00fcbergetreten war, zu einem der reichsten M\u00e4nner in B\u00f6hmen. Nach der Erhebung zum Herzog von Friedland durch seinen G\u00f6nner Ferdinand, stellte er f\u00fcr den Kaiser auf eigene Kosten eine Armee auf und erwartete nat\u00fcrlich Gegenleistungen.<\/p>\n<div style=\"width: 4867px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1878\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/K1000068-Soldaten-pl\u00fcndern-.jpg\" alt=\"\" width=\"4857\" height=\"3542\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/K1000068-Soldaten-pl\u00fcndern-.jpg 4857w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/K1000068-Soldaten-pl\u00fcndern--300x219.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/K1000068-Soldaten-pl\u00fcndern--768x560.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/K1000068-Soldaten-pl\u00fcndern--1024x747.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 4857px) 100vw, 4857px\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Sebastian Vrancx, Soldaten pl\u00fcndern einen Bauernhof, um 1620 \u00a9 DHM<\/p><\/div>\n<h3>Wallenstein \u2013 ein Kriegsunternehmer<\/h3>\n<p>Als das Heer der Liga und eine kaiserliche Armee unter F\u00fchrung Wallensteins nach Norden drangen, griff der d\u00e4nische K\u00f6nig Christian IV. angesichts der drohenden Gegenreformation und aus eigenem territorialen Interesse in den Krieg ein. Nach mehreren Niederlagen schloss er 1629 mit dem Kaiser Frieden. An Stelle der ge\u00e4chteten mecklenburgischen Herz\u00f6ge, die den D\u00e4nenk\u00f6nig unterst\u00fctzt hatten, wird Wallenstein Herzog von Mecklenburg und Oberbefehlshaber aller kaiserlichen Truppen.<\/p>\n<p>Wallenstein war Kriegsunternehmer und seine st\u00e4ndig wachsende Armee verschlang immer mehr Gelder. Sein Herzogtum Friedland war eine einzige Kriegsfabrik und er bezog von dort Waffen, Munition und Ausr\u00fcstungen in gro\u00dfer Zahl. In Form einer Steuer forderte er hohe Kontributionen aus dem besetzten Land. Um 1630 hatte seine Armee wohl die St\u00e4rke von 150.000 Mann. Ein Heer in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung war ein Machtfaktor, denn der Kaiser hatte zu Beginn des Krieges kein Heer, sondern nur einzelne Regimenter. Ferdinand II. war auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht.<\/p>\n<p>In dieser Situation erlie\u00df er 1629 ein Restitutionsedikt, das die Protestanten zur R\u00fcckgabe des seit 1552 s\u00e4kularisierten Kirchenbesitzes aufforderte. Diesen Machtzuwachs des Kaisers konnten auch die katholischen St\u00e4nde nicht hinnehmen. Wie die Protestanten f\u00fcrchteten auch sie um ihre st\u00e4ndischen Freiheiten und eine Entwicklung in Richtung Reichsabsolutismus, was eine Schw\u00e4chung f\u00fcrstlicher Territorialgewalt bedeutet h\u00e4tte. In Wallenstein und seiner riesigen Armee sahen sie einen F\u00f6rderer dieser Entwicklung. Einer der entschiedensten Gegner des Edikts war Maximilian von Bayern. Auf dem Regensburger F\u00fcrstentag 1630 wird das Edikt zur\u00fcckgenommen und Wallenstein entlassen. Wieder einmal waren Machtinteressen wichtiger als konfessionelle Bindungen.<\/p>\n<h3>Gustav Adolf &#8211; der \u201eL\u00f6we aus Mitternacht\u201c<\/h3>\n<p>Im Jahr 1630 griffen auch die Schweden auf der Seite der Protestanten in das Kriegsgeschehen ein: im Juli landete Gustav Adolf, der \u201eL\u00f6we aus Mitternacht\u201c, wie er von den Protestanten mit Bezug auf religi\u00f6se Publizistik genannt wurde, mit seinem Heer auf Usedom. Das katholische Frankreich unterst\u00fctzte die Schweden j\u00e4hrlich mit 400.000 Taler und erhoffte sich davon eine Schw\u00e4chung der Habsburger Positionen. Die Armee Tillys hatte inzwischen gro\u00dfe Versorgungsprobleme und hoffte, sie vor dem Eintreffen der Schweden mit der Eroberung Magdeburgs zu l\u00f6sen. Der Sturm auf die Stadt endete in ihrer fast v\u00f6lligen Zerst\u00f6rung und l\u00f6ste in ganz Europa Entsetzen aus.<\/p>\n<p>Wenige Monate sp\u00e4ter besiegten die Schweden und Sachsen in der Schlacht bei Breitenfeld, in der N\u00e4he von Leipzig, das ligistische Heer unter F\u00fchrung Tillys. F\u00fcr Gustav-Adolf stand der Weg nach S\u00fcden offen und er hielt im Mai 1632 triumphalen Einzug in M\u00fcnchen. Die Machtverh\u00e4ltnisse hatten sich wieder zu Gunsten der Protestanten gewendet.<\/p>\n<p>Wallenstein wurde erneut eingesetzt und erhielt vom Kaiser unumschr\u00e4nkte Vollmachten im Rang eines Oberbefehlshabers. Er erwies sich als ein ebenb\u00fcrtiger Gegner des Schweden. Am 17. November 1632 kam es zur Schlacht bei L\u00fctzen, in der Gustav-Adolf den Tod fand. Sein tragisches Ende machte ihn zum M\u00e4rtyrer der Protestanten.<\/p>\n<p>Wallenstein geriet erneut ins Kreuzfeuer der Kritik, da er immer weniger den W\u00fcnschen des Kaisers folgte und ohne klare Ziele mit den Gegnern verhandelte, so dass schlie\u00dflich niemand mehr wusste, woran er war. In Wien glaubte man an Hochverrat und besiegelte so sein Schicksal. Am 25. Februar 1634 wurde er in Eger ermordet. Sein Lebensweg und widerspr\u00fcchlicher Charakter haben ihn vielfach zu einer gro\u00dfen literarischen Gestalt gemacht.<\/p>\n<h3>Der Krieg geht weiter<\/h3>\n<p>Nach der Niederlage der Schweden und deutschen Protestanten in der Schlacht bei N\u00f6rdlingen (1634) kam es am 30. Mai 1635 zum Prager Frieden zwischen dem Kaiser und den Reichsst\u00e4nden. Eine Art Reichsarmee unter dem Oberbefehl des Kaisers mit den Verb\u00e4nden der Bayern und Sachsen sollte gebildet werden. Das Prager Konzept musste scheitern, da die ausl\u00e4ndischen M\u00e4chte nicht in die Verhandlungen eingebunden waren.<\/p>\n<p>Daraufhin trat Frankreich, das sich bisher nur diplomatisch eingemischt hatte, in den Krieg ein. Der Krieg trat auf der Stelle, Sieg oder Niederlage \u00e4nderten an der Situation wenig. Zunehmend streiften Marodeure pl\u00fcndernd und mordend durch das Land. An vielen Stellen hatten sich die Bauern zu Kampfverb\u00e4nden zusammengeschlossen und setzten sich ihrem Todfeind, den Soldaten, aktiv zur Wehr.<\/p>\n<p>Die Bilanz des drei\u00dfig Jahre dauernden Krieges war erschreckend. In manchen Gebieten \u00fcberlebte nur ein Drittel der Einwohner, insgesamt war die Gesamtbev\u00f6lkerung von 17 auf 10 Millionen gesunken.<\/p>\n<div style=\"width: 3392px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1877\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/GR102103-Das-N\u00fcrnberger-Fri.jpg\" alt=\"\" width=\"3382\" height=\"2838\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/GR102103-Das-N\u00fcrnberger-Fri.jpg 3382w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/GR102103-Das-N\u00fcrnberger-Fri-300x252.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/GR102103-Das-N\u00fcrnberger-Fri-768x644.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/GR102103-Das-N\u00fcrnberger-Fri-1024x859.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3382px) 100vw, 3382px\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Kilian, Das N\u00fcrnberger Friedensmahl am 25. September 1649 (mit Textblatt) \u00a9 DHM<\/p><\/div>\n<h3>Der Westf\u00e4lische Frieden \u2013 ein europ\u00e4ischer Vertrag<\/h3>\n<p>Nach langem Anlauf begannen 1648 in M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck die Friedensverhandlungen. Neben verschiedenen internationalen Regelungen wurden die konfessionellen Grenzen nach dem Stand von 1624 festgelegt und der Calvinismus als eigenst\u00e4ndige Religion anerkannt. Wichtige Reichsorgane wurden nach Konfession parit\u00e4tisch besetzt. Die Landesherren erlangten gr\u00f6\u00dfere Souver\u00e4nit\u00e4t und folgten dem Leitbild des Absolutismus. Von zentraler Bedeutung erwies sich die Abkopplung der Politik von den Konfessionen, die in dem Krieg die zerst\u00f6rerischen und kompromisslosen Kr\u00e4fte verst\u00e4rkt hatten. Deutschland stieg zum Vorreiter f\u00fcr Religionsfreiheit auf. Der Vertrag legte die politischen Spielregeln der europ\u00e4ischen M\u00e4chte f\u00fcr die n\u00e4chsten anderthalb Jahrhunderte fest. Der europ\u00e4ische Krieg wurde durch einen europ\u00e4ischen Frieden beendet.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 5px;\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Portr\u00e4t-Quaas.jpg\" width=\"140\" \/><\/td>\n<td><\/td>\n<td bgcolor=\"#3d9b35\">\n<h4 style=\"color: #ffffff; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Dr. Gerhard Quaas<\/h4>\n<p style=\"color: #ffffff; padding: 0px 10px 5px 10px;\">Dr. Gerhard Quaas arbeitete seit 1974 in der Abteilung Feudalismus im damaligen Museum f\u00fcr Deutsche Geschichte, seit 1990 war er Sammlungskurator f\u00fcr Alte Waffen und R\u00fcstungen im Deutschen Historischen Museum. Er erarbeitete an der Dauerausstellung den Abschnitt 1500-1650 sowie die Sonderausstellungen \u201e<a style=\"color: white;\" href=\"http:\/\/www.dhm.de\/archiv\/ausstellungen\/eisenkleider\/start.htm\">Eisenkleider. Plattnerarbeiten aus drei Jahrhunderten aus der Sammlung des Deutschen Historischen Museums<\/a>\u201c (12. M\u00e4rz bis 6. Juli 1992) und \u201e<a style=\"color: white;\" href=\"http:\/\/www.dhm.de\/archiv\/ausstellungen\/hofjagd\/\">Hofjagd<\/a>\u201c (19. Februar bis 12. April 2004). Zusammen mit Andr\u00e8 K\u00f6nig ver\u00f6ffentliche er in einem Band die \u201eVerluste aus den Sammlungen des Berliner Zeughauses w\u00e4hrend und nach dem Zweiten Weltkrieg\u201c, Hrsg. von der Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin 2011<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg<span><\/h2>\n<p>Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg \u2013 die erste \u201eUrkatastrophe\u201c der deutschen Geschichte \u2013 ist trotz der schrecklichen Ereignisse der beiden Weltkriege im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Deutschen geblieben. Dieser Krieg ruft auch heute noch lebendige Bilder hervor, wenn wir die zahlreichen Berichte von der Aufl\u00f6sung staatlicher Ordnung, brutaler Gewalt, Seuchen, Hunger und religi\u00f6sem Fanatismus lesen. Ber\u00fchmte Feldherren, wie der Schwedenk\u00f6nig Gustav Adolf oder Albrecht von Wallenstein, kennen die meisten Menschen noch immer. Bildliche Darstellungen, Dokumente, Waffen und Ausr\u00fcstungen sind Zeugen dieser lang anhaltenden Trag\u00f6die.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1879,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1415,1417,1070,1419],"class_list":["post-1875","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichten-aktuell","tag-dreissigjaehriger-krieg","tag-prager-fenstersturz","tag-protestantismus","tag-wallenstein"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1875"}],"version-history":[{"count":7,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2068,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1875\/revisions\/2068"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1879"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}