
{"id":1977,"date":"2018-06-15T15:35:15","date_gmt":"2018-06-15T13:35:15","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=1977"},"modified":"2018-06-15T17:13:44","modified_gmt":"2018-06-15T15:13:44","slug":"kolumne-um-jeden-preis","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2018\/06\/15\/kolumne-um-jeden-preis\/","title":{"rendered":"Kolumne: Um jeden Preis"},"content":{"rendered":"<h1>Um jeden Preis<\/h1>\n<p><strong>Die <a href=\"https:\/\/de.fifa.com\/worldcup\/\">21. Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft<\/a> mit insgesamt 64 Spielen mit 32 Teams endet am 15. Juli 2018. Detlev Claussen nimmt sie zum Anlass, einen Blick auf die Geschichte des Fu\u00dfballs und seine zunehmende Kommerzialisierung zu werfen und macht sich Sorgen um die Zukunft des beliebtesten Sports der Welt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Klagen \u00fcber die zunehmende Kommerzialisierung des Fu\u00dfballs werden immer lauter. Sp\u00e4testens seit am Beginn dieser Saison der brasilianische St\u00fcrmerstar Neymar f\u00fcr sagenhafte 222 Millionen Euro Abl\u00f6se nach durchaus erfolgreicher Zeit den spanischen Meisterclub CF Barcelona verlie\u00df, fragte sich die Fu\u00dfballwelt, welchen Sinn solche Vereinswechsel machen. Bei seinem neuen Club PSG verdient Neymar 3,6 Millionen Euro monatlich. Das Ziel der Pariser aber, die prestigetr\u00e4chtige Champions League zu gewinnen, wurde schon im Achtelfinale gegen Real Madrid verfehlt. Neymar erholt sich inzwischen von einer schweren Verletzung im S\u00fcden Rios. Angeblich spielt er mit dem Gedanken, Paris in Richtung Madrid schon wieder verlassen zu wollen. Mit Barcelona streitet er sich noch \u00fcber eine vereinbarte millionenschwere Treuepr\u00e4mie. Aber nicht nur auf das Geld kommt es ihm an, sondern er m\u00f6chte unbedingt, so wird behauptet, Weltfu\u00dfballer werden \u2013 ein eigentlich sinnloser Pokal in einem Mannschaftssport, der aber den Tr\u00e4ger zu einer alles \u00fcberragenden Werbeikone machen kann. In Barcelona glaubte Neymar, im Schatten des mehrfachen Weltfu\u00dfballers Messi zu stehen. Ob er in Madrid mit dem \u00fcberaus geltungss\u00fcchtigen Weltstar Christiano Ronaldo gl\u00fccklicher w\u00fcrde, steht in den Sternen.<\/p>\n<p>Neymars Wechselgeschichte sprengt jede sportliche und \u00f6konomische Rationalit\u00e4t. Oder doch nicht? F\u00fcr die Eigent\u00fcmer von PSG, eine qatarische Kapitalgesellschaft, spielt Geld keine Rolle. Der superreiche kleine \u00d6lstaat zwischen Saudi-Arabien und dem Iran plant eine Zukunft nach dem \u00d6l. Man m\u00f6chte ein Zentrum der globalen Freizeit- und Unterhaltungsindustrie werden, als dessen treibende Wachstumskraft die Manager den Sport, und besonders den Fu\u00dfball, ausgemacht haben. Aus diesem Grund haben sich die Scheiche auch die Austragung der Fu\u00dfballweltmeisterschaft 2022 unter den fragw\u00fcrdigsten Umst\u00e4nden besorgt. Der traditionelle Termin im Sommer muss extra verlegt werden, weil selbst bei modernster K\u00fchltechnik die Stadien in der W\u00fcstenhitze zu hei\u00df geworden w\u00e4ren. Allein der Stadionbau verschlingt eine Milliardensumme; f\u00fcr den Normalgebrauch sind die \u00fcberdimensionierten Geb\u00e4ude \u00fcberfl\u00fcssig. Trotz dokumentierter Sklavenarbeit wachsen die Kosten ins Unermessliche. Den Gro\u00dforganisationen, die am Fu\u00dfball verdienen, die FIFA, Bauindustrie, Medien- und Sportartikelkonzerne ist der sportliche Wert einer WM in Qatar egal. F\u00fcr die WM 2026 wird eine Erh\u00f6hung der Teilnehmerzahl von 32 auf 48 Mannschaften diskutiert. Inzwischen plant FIFA-Pr\u00e4sident, ab 2021 eine Klub-WM mit 24 Mannschaften an eine Investorengruppe f\u00fcr 25 Milliarden Euro zu verkaufen. Die Eroberung neuer Zuschauergruppen mag \u00f6konomisch vielversprechend sein. Sportlich droht schon jetzt eine \u00dcberbeanspruchung von Spielern und Fans.<\/p>\n<h3>Geschichte einer Kommerzialisierung<\/h3>\n<p>Der moderne Fu\u00dfball begann vor 150 Jahren in England, als in den elit\u00e4ren Bildungsinstitutionen der Aristokratie beliebte Mannschaftssportarten kodifiziert wurden. Die k\u00fcnftigen Gentlemen nahmen den Ball nicht mehr in die Hand, sondern liebten es mit dem Ball am Fu\u00df zu dribbeln. Foulspiel war verp\u00f6nt, Schiedsrichter brauchte man nicht. Aber trotzdem war Geld im Spiel: wie in anderen englischen Sportarten auch begleitete die Wette das Fu\u00dfballspiel. Die Gentlemen besa\u00dfen Geld; die Kunst bestand darin, es auszugeben. Doch auch die Wette hat ihre eigene Rationalit\u00e4t. Spezialisierung, bessere k\u00f6rperliche Verfassung der Mannschaften und Informationen durch die Sportpresse erh\u00f6hten die Gewinnchancen. Neue Leute aus den middle classes dr\u00e4ngten in den Fu\u00dfball. Die Gentlemen wunderten sich \u00fcber die neue Mentalit\u00e4t to win at any cost. Die ehrgeizigen B\u00fcrger scheuten sich nicht, Mitspieler aus den unteren Schichten zu rekrutieren, ihnen besondere Anstellungen zu geben und unter der Hand Geld zu zahlen oder wertvolle Preise zu schenken. Das neue Spiel lockte Zuschauer an; es lohnte sich Spielfelder einzuz\u00e4unen und Trib\u00fcnen zu bauen. Es entstanden Fu\u00dfballclubs, die wie Aktiengesellschaften organisiert waren. Diese Kommerzialisierung f\u00fchrte seiner Logik nach zum Professionalismus, der um 1890 sich in England sich durchgesetzt hatte. Die Gentlemen wollten aber die soziale Kontrolle nicht aufgeben; die Football Association (FA) blieb noch fast hundert Jahre in der Hand der Honoratioren. \u00c4hnliches geschah auf dem europ\u00e4ischen Kontinent. Nationale und internationale Verb\u00e4nde blieben in der Hand von meist wohlhabenden Amateuren, die von der Entwicklung des Profifu\u00dfballs \u00fcberrollt wurden.<\/p>\n<p>Besonders lange hielt sich in Deutschland die Amateurideologie in der Praxis des Vereinsfu\u00dfballs. Eine Rhetorik des Antikommerzes wurde seit der Weimarer Zeit im Deutschen Fu\u00dfball Bund (DFB) gepflegt. Beg\u00fcnstigt durch das Steuerrecht wollte man die Gemeinn\u00fctzigkeit bewahren; der b\u00fcrgerliche Universalverein, in dem nicht nur Fu\u00dfball gespielt wurde, galt lange als geselliger Treff, in dem die Klassenhierarchie gewahrt blieb. Es bl\u00fchte allerdings ein Scheinamateurismus: Zigarettenl\u00e4den, Toto-Lottoannahmestellen, Tankstellen, Scheinanstellungen ern\u00e4hrten Spieler, die sich mehr auf den Fu\u00dfball konzentrieren konnten. Auf Betreiben Bundestrainer Sepp Herbergers, der in seiner Jugend selbst wegen Verletzung des Amateurstatuts gesperrt worden war, wurde eine nationale Liga gegr\u00fcndet, die den Vereinen eine Konkurrenzf\u00e4higkeit mit den Profiligen Italiens, Englands und Spaniens erlauben sollte. Aber selbst bei Einf\u00fchrung der Bundesliga 1963 konnte sich der DFB nicht zu einem vollen Professionalismus durchringen. Die ersten Skandale folgten auf dem Fu\u00dfe. Illegale Handgelder und Spielerbestechungen f\u00fchrten zu Zwangsausschl\u00fcssen und drakonischen Bestrafungen, die aber im Vorfeld der WM in Deutschland 1974 doch gemildert wurden.<\/p>\n<h3>Eldorado Premier League<\/h3>\n<p>Noch Mitte der sechziger Jahre verdienten die Durchschnittsspieler in Europa nicht mehr als Facharbeiter. Im Vorfeld der WM 1966 erk\u00e4mpften die englischen Spielergewerkschaften eine Freigabe der Geh\u00e4lter. Durch die Errichtung des Olympiastadions bekam Bayern M\u00fcnchen eine moderne Spielst\u00e4tte, die ein Massenpublikum bescherte mit konstant hohen Zuschauereinnahmen. Die Vermarktung der Vereine, Banden- und Trikotwerbung, sorgen f\u00fcr zus\u00e4tzliche Einnahmen. Die Fernsehrechte stiegen bis 1980 gerade einmal auf zehn Millionen Mark pro Saison. Im europ\u00e4ischen Ausland gab es f\u00fcr deutsche Spitzenspieler um 1970 erheblich mehr zu verdienen. In Spanien beg\u00fcnstigt das Steuerrecht bis heute ausl\u00e4ndische Spieler. Steuerbetr\u00fcgereien sind trotzdem notorisch. Wie das Buch <em><a href=\"https:\/\/www.randomhouse.de\/Paperback\/Football-Leaks\/Rafael-Buschmann\/DVA-Sachbuch\/e520570.rhd\">Football Leaks<\/a><\/em> von Rafael Buschmann und Michael Wulzinger eindr\u00fccklich zeigt, geh\u00f6rt der Steuerbetrug heute zu einem integralen Bestandteil der Fu\u00dfballeinkommen. Bildrechte, Werbung, Sponsoring \u2013 die Vertr\u00e4ge vieler Spieler und Vereine weisen in die Steuerparadiese. Der lockere Umgang der englischen Finanzpolitik mit Steuerflucht macht die Premier League zu einem Eldorado \u2013 eine Liga, \u00fcber die der inzwischen wegen Korruption zur\u00fcckgetretene Michel Platini einmal l\u00e4sterte \u201eohne englische Spieler, ohne englische Trainer, ohne englische Eigent\u00fcmer\u201c.<\/p>\n<p>Die Premier League begann ihren Aufstieg in der dunkelsten Phase des englischen Fu\u00dfballs, als ihre Vereine von den internationalen Spielen nach der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katastrophe_von_Heysel\">Br\u00fcsseler Zuschauerkatastrophe<\/a> 1985 f\u00fcr 5 bzw. 7 Jahre von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen waren. 1989 starben bei einem Chaos auf den Trib\u00fcnen in Sheffield 96 Menschen. England war bereit f\u00fcr radikale Ma\u00dfnahmen. Private Fernsehgesellschaften gaben viel Geld, um sich den Sportmarkt zu sichern. Neue Stadien mit ausschlie\u00dflich Sitzpl\u00e4tzen wurden gebaut, die ein zahlungskr\u00e4ftiges Publikum anziehen sollten. Die f\u00fcr frisches Kapital offenen Clubstrukturen erm\u00f6glichten den Einstieg von neuen Investoren; f\u00fcr Oligarchen aus dem zusammenbrechenden Ostblock und Schwarzgeldw\u00e4sche ideal. Der englische Fu\u00dfball suchte neue M\u00e4rkte, vor allem in Asien, die mit dem TV erreicht werden konnten. Die weltweite Pr\u00e4senz des PL-Fu\u00dfballs schaffte den englischen Vereinen auch beim Merchandising einen Vorsprung. Manchester United wurde f\u00fcr den US-amerikanischen Sportunternehmer Glazer so attraktiv, dass er 2005 die Mehrheit auf Pump erwarb. Noch heute muss ManU j\u00e4hrlich 80 Millionen Pfund tilgen. Die Eintrittspreise wurden massiv erh\u00f6ht, die traditionellen Fans von den Pl\u00e4tzen verdr\u00e4ngt. Kompensiert wird der Verlust durch die massenhaft einfliegenden asiatischen Fans, die in Shopping Malls, Hotels und Restaurants Geld ausgeben. Dieser Fu\u00dfballtourismus sp\u00fclt Geld in die Kassen von ManU. Als Wirtschaftsunternehmen ist ManU der wertvollste Club der Welt, noch vor Madrid, Barcelona und Bayern M\u00fcnchen. Sportlich wird ManU zurzeit \u00fcbertroffen vom lange Zeit bedeutungslosen Lokalrivalen Manchester City. Die Vereinigten Arabischen Emirate lie\u00dfen es sich \u00fcber eine halbe Milliarde kosten, um dem Meistertrainer Pep Guardiola eine konkurrenzf\u00e4hige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Nicht nur die Premier League soll gewonnen werden, sondern auch die sportlich noch prestigetr\u00e4chtigere Champions League. Der in Paris spielende Konkurrent aus Qatar soll erblassen \u2013 koste es, was es wolle.<\/p>\n<h3>Mehr Wettbewerbe f\u00fcr mehr Werbeeinnahmen<\/h3>\n<p>Parallel zur globalisierten Welt der Premier League ist die Champions League entstanden, die ab ovo internationaler, aber auch weniger offen f\u00fcr freie Kapitalinvestitionen ist \u2013 daher umso anf\u00e4lliger f\u00fcr Korruption. Als Veranstalter tritt die europ\u00e4ische Fu\u00dfballunion UEFA auf, die aber ebenso wie der Weltverband FIFA seit den 70er Jahren auf das gro\u00dfe Geld setzt. Den Durchbruch schaffte die Vermarktung der Gro\u00dfereignisse f\u00fcr Fernsehrechte und Sportartikelproduzenten. Die Werbeerfolge zogen dann Weltfirmen wie Coca Cola und Visa Card an. Nur eine beschr\u00e4nkte Zahl von Werbepartnern garantiert die ganz gro\u00dfen Einnahmen. Daf\u00fcr muss aber die Zahl der Wettbewerbe und Spiele st\u00e4ndig ausgeweitet werden. Gruppen von smarten Gesch\u00e4ftsleuten schafften im B\u00fcndnis mit geldhungrigen Funktion\u00e4ren, den Fu\u00dfball als ewig sprudelnden Geldquell zu erschlie\u00dfen. Die Namen von Havelange, Sepp Blatter und auch Platini stehen f\u00fcr die Mischung von sagenhaften Ums\u00e4tzen und Korruption. Keine gro\u00dfe Liga, die nicht schon von Skandalen gesch\u00fcttelt worden w\u00e4re. Selbst das in Deutschland verherrlichte \u201eSommerm\u00e4rchen\u201c der WM 2006 ist nicht ohne Korruption zustande gekommen. Ohne ein bislang unaufgekl\u00e4rtes Geflecht von FIFA, DFB, Franz Beckenbauer und Leo Kirch w\u00e4re das Spektakel nicht m\u00f6glich geworden.<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis von Fu\u00dfball und Geld hat sich umgekehrt. Fr\u00fcher versuchte der Fu\u00dfball Geld zu finden, um sich zu finanzieren, heute suchen sich Kapitalgruppen den Fu\u00dfball, um ihn \u00f6konomisch auszupressen. Alle gro\u00dfen europ\u00e4ischen Ligen haben ihre Probleme. Die durch die Champions League immer reicher werdenden gro\u00dfen Vereine dominieren die nationalen Wettbewerbe. Allzu viele Spiele drohen langweilig zu werden; schw\u00e4chere Mannschaften versuchen sich mit sturen Defensivtaktiken zu behaupten. Die Vereine sind weniger von Zuschauereink\u00fcnften abh\u00e4ngig als je zuvor. Hohe Preise sperren die traditionellen Fans aus. Das raubt den Stadien die Atmosph\u00e4re. Die Medienkonzerne und Hedgefonds setzen auf elektronisch vermitteltes, individuelles pay per view. Die Spieltage werden zersplittert, um mehr Fernseh\u00fcbertragungen zu erm\u00f6glichen. Ein \u00dcberangebot an Spielen und die Ersch\u00f6pfung der Spieler gehen Hand in Hand. Die \u00d6konomie des Fu\u00dfballs ist vergiftet. Immer mehr Geld aus undurchsichtigen Quellen wird investiert. Eine Corona von Finanzjongleuren, Spielervermittlern und Rechteh\u00e4ndlern, oft an den Steuerbeh\u00f6rden vorbei, verschiebt ungeheure Summen zwischen Vereinen, Spielern, Funktion\u00e4ren und Sponsoren. Die in der UEFA eingef\u00fchrten Financial Fair Play Regeln funktionieren nicht, weil die Verb\u00e4nde von politischen und \u00f6konomischen Interessengruppen manipuliert werden. Um den spannenden Sport zu retten, bed\u00fcrfte es dringend einer glaubw\u00fcrdigen Regulierung \u2013 national wie international. Aber wenn es schon nicht gelingt, die Finanzm\u00e4rkte zu z\u00e4hmen, von wem kann man erwarten, die Finanzverh\u00e4ltnisse im Fu\u00dfball zu regulieren? Auch wer nicht schwarzmalen m\u00f6chte, macht sich Sorgen um die Zukunft des beliebtesten Spiels der Welt.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 5px;\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Claussen.jpg\" width=\"140\" \/><\/td>\n<td><\/td>\n<td bgcolor=\"#3d9b35\">\n<h4 style=\"color: #ffffff; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Detlev Claussen<\/h4>\n<p style=\"color: #ffffff; padding: 0px 10px 5px 10px;\">Detlev Claussen, geb. 1948 in Hamburg; Studium von Soziologie, Philosophie, Politologie und Germanistik in Frankfurt am Main von 1966 bis 1971, seit 2011 em. Prof. f\u00fcr Gesellschaftstheorie, Kultur- und Wissenschaftssoziologie an der Universit\u00e4t Hannover. Ver\u00f6ffentlichungen: \u201eGrenzen der Aufkl\u00e4rung. Die gesellschaftliche Genese des modernen Antisemitismus\u201c, S. Fischer 1987, 4. erweiterte Auflage 2005; \u201eVom Judenhass zum Antisemitismus\u201c Luchterhand 1987; \u201eMit steinernem Herzen. Politische Essays\u201c, Wassmann 1988; \u201eAspekte der Alltagsreligion\u201c, Verlag Neue Kritik 2000, \u201eWas hei\u00dft Rassismus?\u201c, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994; \u201eTheodor W. Adorno &#8211; ein letztes Genie\u201c, S. Fischer 2003; \u201eB\u00e9la Guttmann \u2013 Weltgeschichte des Fu\u00dfballs in einer Person\u201c, Berenberg 2006<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Um jeden Preis<span><\/h2>\n<p>Die 21. Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft mit insgesamt 64 Spielen mit 32 Teams endet am 15. Juli 2018. 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