
{"id":2164,"date":"2018-07-16T13:20:01","date_gmt":"2018-07-16T11:20:01","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=2164"},"modified":"2018-07-16T13:27:13","modified_gmt":"2018-07-16T11:27:13","slug":"blogparade-das-meer-als-heimat-und-erinnerung","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2018\/07\/16\/blogparade-das-meer-als-heimat-und-erinnerung\/","title":{"rendered":"Blogparade: Das Meer als Heimat und Erinnerung #DHMMeer"},"content":{"rendered":"<h1>Das Meer als Heimat und Erinnerung<\/h1>\n<p><strong>Unergr\u00fcndlich, unberechenbar und abgrundtief. So gewaltig sind die Meere, so sch\u00f6n und furchterregend. Sie pr\u00e4gten das Weltbild, versenkten Landmassen, trockneten aus und als ob ihnen das Formen der Erde nicht gen\u00fcgt h\u00e4tte, nahmen sie Einfluss auf die Geschichte. Sie ver\u00e4nderten die Welt und machten sie zu der, die wir heute kennen. Aus Meeren wurden Weiden und aus Bergen wurden Inseln. Ihr Tun ist best\u00e4ndig und kennt kein Ende.<\/strong><\/p>\n<p>In der pannonischen Tiefebene kennt jeder die Geschichte vom l\u00e4ngst verschwundenen Meer, das die Ebene einst zum Meeresgrund machte. Diese Geschichte bleibt f\u00fcr uns, die Pannonier, nicht nur eine Geschichte, f\u00fcr uns ist sie eine Erinnerung und eine Sehnsucht. Die Geschichte des pannonischen Meeres erregt nur selten die Aufmerksamkeit der serbischen \u00d6ffentlichkeit, doch f\u00fcr uns kommt dieses Meer der Heimat gleich. Es ist dasselbe Meer, auf dessen Grund wir wohnen, dasselbe in dessen Tiefen wir schreiten. Sein Rauschen reicht bis in die Gegenwart hinein. Aus fernen Gezeiten kommen seine Wellen zugerollt. Das Meer so fern und doch so nah, nur durch die Zeit getrennt. Sein Rufen ist bekannt, tief in uns verankert und wir tragen sein Verm\u00e4chtnis. Wenn wir unsere fruchtbaren Felder und die gr\u00fcnen T\u00e4ler \u00e4ugen, rufen wir die Erinnerung an das verschwundene Meer wach. Sobald wir unseren Blick auf die Inselberge heben, erblicken wir die Wellen und die Sonne, wie sie die Meeresoberfl\u00e4che durchdringt und die Tiefen erleuchten l\u00e4sst. Wir sp\u00fcren den feinen Sand der Banater Sandw\u00fcste unter unseren F\u00fc\u00dfen. Wir schlie\u00dfen unsere Augen, f\u00fchlen die Frische der See und atmen ihre k\u00fchle Luft ein. Wir lassen uns von den Meeresstr\u00f6mungen einfach treiben und folgen den Winden.<\/p>\n<p>Die Erinnerung pr\u00e4gt uns, bleibt best\u00e4ndig, gewaltig, wie das Meer selbst. Die See hinterlie\u00df uns fruchtbare Weiten, und die Sehnsucht zu fernen Gezeiten.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde im Rahmen der <a href=\"\/blog\/2018\/06\/20\/blogparade-europa-und-das-meer-was-bedeutet-mir-das-meer-dhmmeer\/\" target=\"_blank\">Blogparade #DHMMeer<\/a> von Du\u0161an Eginger Stoj\u0161in verfasst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Das Meer als Heimat und Erinnerung<span><\/h2>\n<p>Unergr\u00fcndlich, unberechenbar und abgrundtief. So gewaltig sind die Meere, so sch\u00f6n und furchterregend. Sie pr\u00e4gten das Weltbild, versenkten Landmassen, trockneten aus und als ob ihnen das Formen der Erde nicht gen\u00fcgt h\u00e4tte, nahmen sie Einfluss auf die Geschichte. Sie ver\u00e4nderten die Welt und machten sie zu der, die wir heute kennen. Aus Meeren wurden Weiden und aus Bergen wurden Inseln. Ihr Tun ist best\u00e4ndig und kennt kein Ende.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2034,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1511,1058,1507,255,1509,1134],"class_list":["post-2164","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichten-aktuell","tag-blog","tag-blogparade","tag-dhmmeer","tag-europa","tag-europa-und-das-meer","tag-meer"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2164","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2164"}],"version-history":[{"count":3,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2164\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2168,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2164\/revisions\/2168"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2034"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2164"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2164"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}