
{"id":4573,"date":"2021-04-28T12:51:02","date_gmt":"2021-04-28T10:51:02","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=4573"},"modified":"2021-05-27T17:49:01","modified_gmt":"2021-05-27T15:49:01","slug":"fred-steins-pariser-emigrantenportraits","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2021\/04\/28\/fred-steins-pariser-emigrantenportraits\/","title":{"rendered":"Fred Steins Pariser Emigrantenportraits"},"content":{"rendered":"<h1>Fred Steins Pariser Emigrantenportraits<\/h1>\n<p><span style=\"color: #008000;\">Ulrike Kuschel | 28. April 2021<\/span><\/p>\n<p><strong>In der Ausstellung <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/report-from-exile-fotografien-von-fred-stein\/\" target=\"_blank\">\u201eReport from Exile \u2013 Fotografien von Fred Stein\u201c<\/a> sind 40 Portraits ausgestellt, die der Fotograf zwischen 1934 und 1939 in Paris aufnahm. Kuratorin Ulrike Kuschel beschreibt, in welchen Kreisen Fred Stein verkehrte und welche schon damals renommierten Pers\u00f6nlichkeiten er fotografierte. <\/strong><\/p>\n<p>Im Juni 1935 versammelten sich in Paris rund 250 Schriftsteller*innen aus 38 L\u00e4ndern auf dem Ersten Internationalen Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur. Auch der Autodidakt Fred Stein war anwesend. Ob er einen Auftrag hatte oder wie so oft in eigener Sache fotografierte, l\u00e4sst sich heute nicht mehr rekonstruieren. Neben Stein dokumentierte den Kongress eine weitere 1933 aus Deutschland gefl\u00fcchtete Fotografin, Gis\u00e8le Freund. Beide fotografierten jeweils mit einer Leica, die sie auf der Flucht aus Deutschland mitgenommen hatten. Die erste Kleinbildkamera der Welt \u2013 klein und handlich \u2013 war nicht nur bei Amateur*innen sehr popul\u00e4r, denn sie erm\u00f6glichte unauff\u00e4llige Schnappsch\u00fcsse: So gelang Stein mit seiner gebraucht gekauften Leica I<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> am Rande des Internationalen Schriftstellerkongresses eine geradezu ikonische Aufnahme von Boris Pasternak, umringt von Ilja Ehrenburg, Gustav Regler und Andr\u00e9 Malraux.<\/p>\n<div id=\"attachment_4575\" style=\"width: 759px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4575\" class=\"size-full wp-image-4575\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0094_Sprengel_010.jpg\" alt=\"\" width=\"749\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0094_Sprengel_010.jpg 749w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0094_Sprengel_010-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 749px) 100vw, 749px\" \/><p id=\"caption-attachment-4575\" class=\"wp-caption-text\">Boris Pasternak (sitzend) auf dem Internationalen Schriftstellerkongress, hinter ihm Ilja Ehrenburg, Gustav Regler und Andr\u00e9 Malraux (mit dem R\u00fccken zur Kamera), Paris, Juni 1935 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>Fred Stein, der eigentlich Jura studiert hatte und im Herbst 1933 aus Deutschland floh, als \u201einfolge von massenweisen Verhaftungen Gleichgesinnter zu bef\u00fcrchten war, dass [er] in die bevorstehenden Prozesse verwickelt w\u00fcrde\u201c<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a>, begann im Februar 1934 in Paris als Portrait- und Pressefotograf zu arbeiten. Hier hat er zahlreiche bekannte Intellektuelle und Gegner*innen des NS-Regimes fotografiert: Von den 33 besonders prominenten Regime-Gegner*innen, deren Namen auf der ersten Ausb\u00fcrgerungsliste des Deutschen Reiches vom August 1933<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> aufgef\u00fchrt sind, hat er mindestens neun fotografiert, einige allerdings erst sp\u00e4ter in New York. Wie kam es, dass ein junger Autodidakt \u2013 Stein war bei seiner Flucht 24 Jahre alt \u2013 all diese bekannten Pers\u00f6nlichkeiten in Paris vor die Linse seiner Kamera bekam?<\/p>\n<p>Nimmt man die politischen und gesellschaftlichen Aktivit\u00e4ten der von Stein Portraitierten genauer in den Blick, fallen zwei im Jahr 1933 in Paris gegr\u00fcndete Exilorganisationen ins Auge: der von den Kommunisten dominierte Schutzverband deutscher Schriftsteller im Ausland und der Verband deutscher Journalisten in der Emigration. Stein, seit 1935 Mitglied im Journalistenverband, wurde 1937 in den Vorstand gew\u00e4hlt. 1965 erl\u00e4uterte er Werner Berthold, dem Leiter des Deutschen Exilarchivs, die Entstehung seiner \u201ewahrscheinlich [\u2026] gr\u00f6sste[n] Sammlung von Fotos solcher Autoren [Emigranten], die ein Fotograf je selbst gemacht hat\u201c<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a>, damit, dass er als Kassenwart \u201epers\u00f6nlichen Kontakt mit diesen Autoren gehabt\u201c<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a> habe.<\/p>\n<div id=\"attachment_4574\" style=\"width: 825px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4574\" class=\"size-full wp-image-4574\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0090_Franck-Wolf-1935.jpg\" alt=\"\" width=\"815\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0090_Franck-Wolf-1935.jpg 815w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0090_Franck-Wolf-1935-245x300.jpg 245w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0090_Franck-Wolf-1935-768x942.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 815px) 100vw, 815px\" \/><p id=\"caption-attachment-4574\" class=\"wp-caption-text\">Wolf Franck im Caf\u00e9 du D\u00f4me, Paris, um 1935, Frankfurt am Main, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv, 1933\u20131945, EB autograph 1036 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>Einige dieser Autoren waren zugleich im Schutzverband deutscher Schriftsteller aktiv. So zum Beispiel der Journalist Wolf Franck, den Stein 1935 \u2013 Zeitung lesend und Pfeife rauchend \u2013 im ber\u00fchmten Caf\u00e9 du D\u00f4me, dem Stammlokal vieler K\u00fcnstler*innen und Intellektueller, fotografierte. Ebenfalls im Caf\u00e9 du D\u00f4me, das der franz\u00f6sischen Polizei als \u201eTreffpunkt der \u201aLinksextremen\u2018\u201c<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a> ein Dorn im Auge war, nahm Stein 1936 das einzige gemeinsame Bild des Fotograf*innenpaares Robert Capa und Gerda Taro auf. Taro mietete eine Zeitlang ein Zimmer bei Fred Stein und seiner Ehefrau Lilo, die von Montmartre in eine gr\u00f6\u00dfere Wohnung in der Rue Abel-Ferry im 16. Arrondissement gezogen waren. Steins Aufnahme seiner Untermieterin an der Schreibmaschine erschien 1938 in der kommunistischen Zeitschrift \u201eRegards\u201c.<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> Anlass f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung war der erste Todestag der jungen Fotografin, die im Spanischen B\u00fcrgerkrieg von einem Panzer \u00fcberrollt worden war.<\/p>\n<div id=\"attachment_4579\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4579\" class=\"size-full wp-image-4579\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gerda-Taro-at-Typewriter.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"819\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gerda-Taro-at-Typewriter.jpg 1000w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gerda-Taro-at-Typewriter-300x246.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gerda-Taro-at-Typewriter-768x629.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-4579\" class=\"wp-caption-text\">Gerda Taro, Paris, 1936 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>1934 fotografierte Stein den Lyriker und Erz\u00e4hler Rudolf Leonhard, der in verschiedenen Funktionen \u201edie Aktivit\u00e4ten des politisch-literarischen Exils in Frankreich \u00fcber ein Jahrzehnt ma\u00dfgeblich mitbestimmt[e], ja, [\u2026] geradezu in ihrer Vielfalt wie in ihrem Scheitern [verk\u00f6rperte]\u201c.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a> Steins Fotografie zeigt Leonhard in einer Mansarde mit einem melierten Wollpullunder bekleidet. M\u00f6glicherweise sollte der Pullunder gegen die K\u00e4lte sch\u00fctzen, denn die schlechte Isolierung und zahllose Treppenstufen waren die Kehrseite der g\u00fcnstigeren Dachkammern, die von den finanziell klammen Emigrant*innen bewohnt wurden.<\/p>\n<div id=\"attachment_4576\" style=\"width: 802px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4576\" class=\"size-full wp-image-4576\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0097_EB_autogr_1078_VS.jpg\" alt=\"\" width=\"792\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0097_EB_autogr_1078_VS.jpg 792w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0097_EB_autogr_1078_VS-238x300.jpg 238w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0097_EB_autogr_1078_VS-768x970.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 792px) 100vw, 792px\" \/><p id=\"caption-attachment-4576\" class=\"wp-caption-text\">Rudolf Leonhard, Paris, um 1934, Frankfurt am Main, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv 1933\u20131945, EB autograph 1078 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>Auch Alfred Kantorowicz, der mit Rudolf Leonhard und David Luschnat ehrenamtlich die organisatorischen Arbeiten des Schutzverbandes leitete<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a>, wohnte in einer solchen Mansarde. 1935 fotografierte ihn Stein h\u00f6chstwahrscheinlich in der \u201ewinzigen Dachkammer im Hotel Helvetia\u201c<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a>, die Kantorowicz mit seiner Partnerin teilte. Von links f\u00e4llt Tageslicht in die \u201e2,40 mal 3,50 im Quadrat\u201c,<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a> auf denen auch Sitzungen mit Freunden und Mitgliedern des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller abgehalten wurden, wie Kantorowicz in seinem autobiografischen Text \u201eAlltag in der Emigration\u201c festhielt<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a>. Auf einem Foto, das Fred Stein wohl besonders gelungen schien \u2013 er tonte den Abzug in einem warmen Braun \u2013 steht Kantorowicz, der au\u00dferdem die Deutsche Freiheitsbibliothek leitete, die alle in Deutschland \u201everbotenen, verbrannten, zensurierten oder totgeschwiegenen Werke\u201c <a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a> sammeln sollte, mit dem R\u00fccken zur Kamera vor einem Spiegel. Auch hier pr\u00e4gt sich der nachdenkliche Gesichtsausdruck des in eine kragenlose Lederjacke gekleideten Emigranten ein.<\/p>\n<div id=\"attachment_4577\" style=\"width: 813px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4577\" class=\"size-full wp-image-4577\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0182_Alfred-Kantorowicz-2-1935.jpg\" alt=\"\" width=\"803\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0182_Alfred-Kantorowicz-2-1935.jpg 803w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0182_Alfred-Kantorowicz-2-1935-241x300.jpg 241w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0182_Alfred-Kantorowicz-2-1935-768x956.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 803px) 100vw, 803px\" \/><p id=\"caption-attachment-4577\" class=\"wp-caption-text\">Alfred Kantorowicz, Paris, 1935 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>Der Ehrenvorsitzende des Schutzverbands deutscher Schriftsteller und Pr\u00e4sident der Deutschen Freiheitsbibliothek Heinrich Mann lebte von 1933 bis 1940 in Nizza. Zu Besuch in Paris logierte er im pr\u00e4chtigen Hotel Lutetia im Quartier Saint-Germain-des-Pr\u00e9s, Treffpunkt der internationalen Elite: \u201eDu erreichst mich brieflich oder telegraphisch bis 25. in Paris (7.) Hotel Lutetia, Bd. Raspail\u201c, informierte er im November 1935 seinen Bruder Thomas Mann.<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a> Seit September 1935 traf sich hier der sogenannte Lutetia-Kreis, bestehend aus Kommunisten, Sozialdemokraten, Vertretern anderer sozialistischer Gruppierungen, sogenannten Katholiken und B\u00fcrgerlichen, vornehmlich Schriftsteller, die eine antifaschistische Grundhaltung teilten. Im Februar 1936 wurde hier der Ausschuss zur Vorbereitung einer deutschen Volksfront gegr\u00fcndet. 1936, nach der Tagung zur Gr\u00fcndung einer deutschen Volksfront \u2013 wie die Beschriftung auf der R\u00fcckseite seiner Fotografien informiert \u2013 portraitierte Stein den Vorsitzenden des Lutetia-Comit\u00e9s Heinrich Mann sowie Ernst Toller, der sich gleichfalls unerm\u00fcdlich gegen den Nationalsozialismus engagierte. Diese Portraits, aufgenommen von Fred Stein, geh\u00f6ren zu den \u00e4u\u00dferst seltenen fotografischen Dokumenten der deutschen Volksfrontbewegung, die an den ideologischen Differenzen der verschiedenen Gruppierungen im Exil letztlich scheiterte.<\/p>\n<div id=\"attachment_4578\" style=\"width: 773px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4578\" class=\"wp-image-4578 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0208_Sprengel_008.jpg\" alt=\"Heinrich Mann nach der Tagung zur Gr\u00fcndung einer Deutschen Volksfront im Hotel Lutetia in Paris, 1936 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive, Foto: Herling\/Herling\/Werner, Sprengel Museum Hannover\" width=\"763\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0208_Sprengel_008.jpg 763w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/0208_Sprengel_008-229x300.jpg 229w\" sizes=\"auto, (max-width: 763px) 100vw, 763px\" \/><p id=\"caption-attachment-4578\" class=\"wp-caption-text\">Heinrich Mann nach der Tagung zur Gr\u00fcndung einer Deutschen Volksfront im Hotel Lutetia in Paris, 1936 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive, Foto: Herling\/Herling\/Werner, Sprengel Museum Hannover<\/p><\/div>\n<h3>Quellen<\/h3>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Brief von Fred Stein an Dr. Otto Croy, 25. Juni 1954 (Fred Stein Archive, Stanfordville, NY).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Fragebogen zum Antrag auf Anerkennung als Fl\u00fcchtling, \u201eUmst\u00e4nde der Auswanderung\u201c, 30. Dezember 1936, Archives de la Pr\u00e9fecture de Police de Paris. Stein, schon fr\u00fch in sozialistischen Jugendorganisationen aktiv, war seit 1931 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei SAP.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Bis zum April 1945 wurden im Preu\u00dfischen Staatsanzeiger 358 weitere solche Listen mit insgesamt 39.006 Namen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Brief von Fred Stein an Dr. Werner Berthold, Leiter des Deutschen Exilarchivs Frankfurt, 10. August 1965, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv 1933\u20131945, Frankfurt a. M.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Anne-Marie Corbin: Die Bedeutung der Pariser Caf\u00e9s f\u00fcr die geflohenen deutschsprachigen Literaten. In: Fluchtziel Paris. Die deutschsprachige Emigration 1933-1940, Hrsg. v. Anne Saint Sauveur-Henn, Berlin 2002, S. 93.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Regards, 7. Jg., Nr. 236, Ausgabe vom 21. Juli 1938.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> https:\/\/www.deutsche-biographie.de\/gnd118727559.html#ndbcontent, abgerufen am 1. M\u00e4rz 2021.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Alfred Kantorowicz: Politik und Literatur im Exil. Deutschsprachige Schriftsteller im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Christians, Hamburg 1978. S. 163.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> Ebd., S. 300.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> Alfred Kantorowicz: Alltag in der Emigration. In: Ders.: In unserem Lager ist Deutschland. Reden und Aufs\u00e4tze. Paris, \u00c9ditions du Ph\u00e9nix, 1936. Neu abgedruckt in: Report from Exile \u2013 Fotografien von Fred Stein, hrsg. von Raphael Gross und Ulrike Kuschel f\u00fcr das Deutsche Historische Museum, Berlin 2020. S. 94.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> Ebd., S. 96.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> Alfred Kantorowicz: Politik und Literatur im Exil. Deutschsprachige Schriftsteller im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Christians, Hamburg 1978. S. 257.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a> Thomas Mann, Heinrich Mann: Briefwechsel 1900-1949, Frankfurt am Main 1984, S. 225.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Fred Steins Pariser Emigrantenportraits<span><\/h2>\n<p>In der Ausstellung \u201eReport from Exile \u2013 Fotografien von Fred Stein\u201c sind 40 Portraits ausgestellt, die der Fotograf zwischen 1934 und 1939 in Paris aufnahm. Kuratorin Ulrike Kuschel beschreibt, in welchen Kreisen Fred Stein verkehrte und welche schon damals renommierten Pers\u00f6nlichkeiten er fotografierte.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4581,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1190,197,2022,2220],"class_list":["post-4573","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichten-aktuell","tag-fotograf","tag-fotografie","tag-fred-stein","tag-paris-de"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4573"}],"version-history":[{"count":4,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4573\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4612,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4573\/revisions\/4612"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4581"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}