
{"id":4624,"date":"2021-06-09T12:13:17","date_gmt":"2021-06-09T10:13:17","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=4624"},"modified":"2021-06-11T14:26:53","modified_gmt":"2021-06-11T12:26:53","slug":"fred-stein-und-die-pariser-tageblatt-affaere","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2021\/06\/09\/fred-stein-und-die-pariser-tageblatt-affaere\/","title":{"rendered":"Fred Stein und die \u201ePariser Tageblatt\u201c-Aff\u00e4re"},"content":{"rendered":"<h1>Fred Stein und die \u201ePariser Tageblatt\u201c-Aff\u00e4re<\/h1>\n<p><span style=\"color: #008000;\">Ulrike Kuschel | 9. Juni 2021<\/span><\/p>\n<p><strong>Fred Stein begann im Februar 1934 in Paris als Portrait- und Pressefotograf zu arbeiten. Die Kuratorin der Ausstellung <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/report-from-exile-fotografien-von-fred-stein\/#\/\" target=\"_blank\">\u201eReport from Exile \u2013 Fotografien von Fred Stein\u201c<\/a>, Ulrike Kuschel, stellt Steins Mitgliedschaft im <em>Verband deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> im Kontext der \u201ePariser Tageblatt\u201c-Aff\u00e4re vor.<\/strong><\/p>\n<p>Der \u201ePressefotograf Alfred Stein\u201c wurde 1935 zusammen mit vier weiteren Kollegen einstimmig in den <em>Verband deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> (Association des Journalistes Allemands Emigr\u00e9s) aufgenommen, wie das undatierte Protokoll einer Vorstandssitzung vermerkt.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> \u00dcber die Neuaufnahmen stimmten neben dem Vorstandsvorsitzenden Georg Bernhard (1875-1944), einem der angesehensten Wirtschaftsjournalisten der Weimarer Republik und Chefredakteur des \u201ePariser Tageblatts\u201c, unter anderem der Herausgeber des \u201eNeuen Tage-Buchs\u201c Leopold Schwarzschild (1891-1950), der Kunstkritiker Paul Westheim (1886-1963), der Publizist und Politiker Hellmut von Gerlach (1866-1935) und die Journalistin Milly Zirker (1888-1971) ab.<\/p>\n<div id=\"attachment_4625\" style=\"width: 697px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4625\" class=\"wp-image-4625 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0201_DHM00746103.jpg\" alt=\"Hellmut von Gerlach: \u201eVon Rechts nach Links\u201c, Europa-Verlag Z\u00fcrich, 1937. Das Foto auf dem Umschlag ist eins der ersten Portraits von Fred Stein. \u00a9 DHM, Foto: Indra Desnica\" width=\"687\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0201_DHM00746103.jpg 687w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0201_DHM00746103-206x300.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 687px) 100vw, 687px\" \/><p id=\"caption-attachment-4625\" class=\"wp-caption-text\">Hellmut von Gerlach: \u201eVon Rechts nach Links\u201c, Europa-Verlag Z\u00fcrich, 1937. Das Foto auf dem Umschlag ist eins der ersten Portraits von Fred Stein. \u00a9 DHM, Foto: Indra Desnica<\/p><\/div>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr Steins Eintritt in den <em>Verband deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> waren vermutlich vielf\u00e4ltig. Der Mitte Zwanzigj\u00e4hrige, der als prim\u00e4ren Grund f\u00fcr die Flucht aus Deutschland seine politische Gef\u00e4hrdung angab,<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> wollte auch im Exil sein politisches Engagement fortsetzen und beteiligte sich z.B. an Aktivit\u00e4ten der \u201eAntihitlerjugend\u201c.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a> Zudem gew\u00e4hrte der Journalistenverband, in dem mit Bernhard, Kurt Caro, Richard Dyck, Hans Jacob und Erich Kaiser anscheinend die gesamte Redaktion der sp\u00e4ter gegr\u00fcndeten \u201ePariser Tageszeitung\u201c vertreten war, Zugang zu einem Kreis von teilweise prominenten Journalisten, Intellektuellen und Autor*innen \u2013 ein wichtiger Schritt f\u00fcr den Berufsanf\u00e4nger und Autodidakten, der Kontakte zur Presse ben\u00f6tigte. Nicht zuletzt half der Verband auch bei der Bew\u00e4ltigung von elementaren pers\u00f6nlichen Problemen, mit denen die oft staaten- und mittellos gewordenen Fl\u00fcchtlinge konfrontiert waren, z.B. durch Kleiderspenden oder bei der Beschaffung von Ausweispapieren.<\/p>\n<p>Im November 1935 bat Stein Georg Bernhard und Milly Zirker, die in Deutschland zum engsten Kreis der von Carl von Ossietzky herausgegebenen \u201eWeltb\u00fchne\u201c geh\u00f6rt hatte, um Unterst\u00fctzung. Er wollte in die \u201eInternationale Journalistenorganisation\u201c <a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a> sowie in die <em>Association Professionnelle de la Presse \u00c9trangere en France<\/em> eintreten, denn \u201ef\u00fcr meine Arbeiten bei aktuellen Anl\u00e4ssen bin ich ohne die erforderlichen Ausweise fast gehandicapt\u201c.<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a> Bernhard wandte sich daraufhin an die <em>F\u00e9d\u00e9ration internationale des journalistes<\/em>, der er zeitweilig vorgestanden hatte:<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a> \u201eHerr Stein, Journalist und Mitglied unserer Organisation, hat die Ehre, Sie hiermit zu bitten, seinen Status als Journalist zu best\u00e4tigen. Er braucht sie f\u00fcr die Erneuerung seines Personalausweises.\u201c<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> und bot au\u00dferdem an, Pate zu stehen f\u00fcr Steins Anmeldung bei der <em>Association Professionelle de la Presse \u00c9trangere<\/em>.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_4628\" style=\"width: 825px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4628\" class=\"wp-image-4628 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0417_EB_autogr_1009_VS.jpg\" alt=\"Georg Bernhard, Paris, 1936, Frankfurt am Main, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv 1933\u20131945, EB autograph 1009 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive\" width=\"815\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0417_EB_autogr_1009_VS.jpg 815w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0417_EB_autogr_1009_VS-245x300.jpg 245w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0417_EB_autogr_1009_VS-768x942.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 815px) 100vw, 815px\" \/><p id=\"caption-attachment-4628\" class=\"wp-caption-text\">Georg Bernhard, Paris, 1936, Frankfurt am Main, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv 1933\u20131945, EB autograph 1009 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>Dass Stein 1936 im Fragenbogen zur Anerkennung als Fl\u00fcchtling als Referenz Milly Zirker angab,<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a> ist ein weiterer Beleg f\u00fcr die nachhaltige, nicht nur berufliche Unterst\u00fctzung, die er durch den <em>Verband deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> und dessen Vorstandsmitglieder erhielt.<\/p>\n<p>Nur anderthalb Jahre sp\u00e4ter, im Mai 1937, r\u00fcckte Stein in den neugew\u00e4hlten Vorstand auf, wie eine Notiz in der \u201ePariser Tageszeitung\u201c \u00fcber die \u201eVorstandswahl im \u201aVerband deutscher Journalisten in der Emigration\u2018\u201c dokumentiert.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a> Die auf den ersten Blick eher belanglose Meldung aus dem Nachlass des Schriftstellers Maximilian Scheer, selbst Mitglied im <em>Verband deutscher Journalisten in der Emigration<\/em>, wirft jedoch Fragen auf. Wie kam es, dass Stein, ein 28-j\u00e4hriger Fotograf, in den Vorstand gew\u00e4hlt wurde? Die Vermutung liegt nahe, dass er bei der Neuwahl kandidierte, als der alte Vorstand durch die \u201ePariser Tageblatt\u201c-Aff\u00e4re unter Druck geraten war.<\/p>\n<div id=\"attachment_4627\" style=\"width: 747px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4627\" class=\"wp-image-4627 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0404_Scheer_1130.jpg\" alt=\"Pariser Tageszeitung, 7. Mai 1937, S. 2, Berlin, Akademie der K\u00fcnste, Maximilian-Scheer-Archiv, Maximilian Scheer 1130\" width=\"737\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0404_Scheer_1130.jpg 737w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0404_Scheer_1130-221x300.jpg 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px\" \/><p id=\"caption-attachment-4627\" class=\"wp-caption-text\">Pariser Tageszeitung, 7. Mai 1937, S. 2, Berlin, Akademie der K\u00fcnste, Maximilian-Scheer-Archiv, Maximilian Scheer 1130<\/p><\/div>\n<h3>Worum ging es bei der \u201ePariser Tageblatt\u201c-Aff\u00e4re, dem \u201edeutschen Exil-Skandal par excellence\u201c?<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a><\/h3>\n<p>Das \u201ePariser Tageblatt\u201c, die langlebigste Tageszeitung des deutschsprachigen Exils, wurde im Dezember 1933 in Paris gegr\u00fcndet. In der ersten Ausgabe b\u00fcrgte Georg Bernhard als Chefredakteur mit seiner \u201eLebensleistung\u201c f\u00fcr die grundlegende demokratische Gesinnung der Tageszeitung und formulierte den Anspruch, \u201ekein \u201aEmigrantenblatt\u2018 [zu sein], sondern eine Zeitung f\u00fcr alle Deutschen [\u2026], die ausserhalb der Kommandogewalt des dritten Reiches leben und auf das Recht nicht verzichten wollen, das zu denken, was ihnen beliebt\u201c.<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a> Zwischen dem Verleger Wladimir Poljakow,<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a> einem russischen Gesch\u00e4ftsmann, und der Redaktion um Bernhard kam es jedoch zu unterschiedlichen Auffassungen \u00fcber die Ausrichtung des Blattes. Die Redaktion war bereit, im Kampf gegen den gemeinsamen Gegner mit Emigrantengruppen und Organisationen zusammenzuarbeiten, die nicht unbedingt ihre liberale und demokratische Haltung teilten.<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a> 1936 trennte sie sich von ihrem politisch eher gem\u00e4\u00dfigten Verleger: In einer \u201eErkl\u00e4rung\u201c im \u201ePariser Tageblatt\u201c wurde behauptet, Poljakow habe mit dem Leiter der Presse- und Propaganda-Abteilung der Deutschen Botschaft in Paris verhandelt und wolle die Zeitung \u201egegen\u00fcber Hitler und dessen Bestrebungen loyaler einstellen.\u201c<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a> Um das \u201eGelingen dieses Coups der Hitler-Propaganda zu verhindern\u201c, <a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\">[16]<\/a> \u00fcbernahm die Redaktion die Zeitung, die sie ab dem 12. Juni 1936 unter dem neuen Namen \u201ePariser Tageszeitung\u201c herausgab. Poljakows Versuche, das \u201ePariser Tageblatt\u201c mit einer neuen Redaktion fortzuf\u00fchren, wurden erfolgreich hintertrieben.<\/p>\n<p>Leopold Schwarzschild warf kurz danach im \u201eNeuen Tage-Buch\u201c seinem Vorstandskollegen im Journalistenverband Bernhard und dessen Redakteur Kurt Caro vor, die Vorw\u00fcrfe gegen den Verleger \u201ewissentlich falsch\u201c<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\">[17]<\/a> und ohne Beweise erhoben zu haben, und versuchte, Poljakow zu entlasten. Daraufhin griffen Bernhard und Caro ihrerseits Schwarzschild an, sie zu verleumden. Ende Juli 1936 wurde auf einer Mitgliederversammlung des <em>Verbands deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> eine \u201eKommission zur Untersuchung der Angelegenheit Poliakoff \u2013 Pariser Tageblatt\u201c eingesetzt, um die andauernden Anschuldigungen und Behauptungen aufzukl\u00e4ren,<a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\">[18]<\/a> die ihre Ursache teilweise wohl auch in pers\u00f6nlichen Animosita\u0308ten hatten. Nach zwanzig mehrst\u00fcndigen Sitzungen<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\">[19]<\/a> gingen die Meinungen der f\u00fcnf Kommissionsmitglieder jedoch so weit auseinander, dass zwei Abschlussberichte angefertigt wurden. Der Bericht der Mehrheit \u201ein Sachen Bernhard\u2013Schwarzschild und Schwarzschild\u2013Bernhard\u201c, verfasst von Ruth Fischer, Arkadi Maslow und Robert Breuer als Beisitzer der Partei Bernhard, kam zu dem Schluss, dass die Partei Bernhard, vertreten durch die Redaktion des \u201ePariser Tageblatts\u201c, \u201ein gutem Glauben [handelte], als sie die Beziehungen zu Poljakoff abbrach und die neue Zeitung [\u2026], gr\u00fcndete.\u201c<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\">[20]<\/a> Der Bericht der Mehrheit wurde im M\u00e4rz 1937 in der \u201ePariser Tageszeitung\u201c ver\u00f6ffentlicht und endete mit der Einsch\u00e4tzung, die Angelegenheit habe \u201ein gewissen Kreisen der deutschen Emigranten viel b\u00f6ses Blut gemacht\u201c und \u201edass sich dieser Effekt h\u00e4tte vermeiden lassen.\u201c<a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>Chefredakteur Bernhard triumphierte: \u201eich kann es verstehen, dass das Urteil Herrn Schwarzschild wenig gef\u00e4llt.\u201c<a href=\"#_edn22\" name=\"_ednref22\">[22]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_4630\" style=\"width: 837px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4630\" class=\"wp-image-4630 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Leopold-Schwarzchild-1942.jpg\" alt=\"Leopold Schwarzschild, New York, 1942 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive\" width=\"827\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Leopold-Schwarzchild-1942.jpg 827w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Leopold-Schwarzchild-1942-248x300.jpg 248w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Leopold-Schwarzchild-1942-768x929.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 827px) 100vw, 827px\" \/><p id=\"caption-attachment-4630\" class=\"wp-caption-text\">Leopold Schwarzschild, New York, 1942 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>Der \u201eBericht der Minderheit der Untersuchungskommission in der Streitsache Bernhard-Caro Einerseits, Schwarzschild Andererseits f\u00fcr die Association des Journalistes Allemands Emigr\u00e9s\u201c, verfasst von Paul Dreyfus (1880-1940), Schriftsteller und Rechtsanwalt, und dem Pazifisten Berthold Jacob (1898-1944) kam zum entgegengesetzten Ergebnis. Berthold und Dreyfus, Beisitzer der Partei Schwarzschild, urteilten, dass es sich um eine \u201ewohl\u00fcberlegte\u201c Tat der \u201eHerren Bernhard und Caro\u201c handelte, mit dem Ziel, Poljakow zu verdr\u00e4ngen, um einen anderen Verleger einzusetzen: \u201eEs handelte sich um einen Kampf unter Kapitalisten, von der einen Seite gef\u00fchrt mit dem Mittel der Kapitalsabtreibung durch Verleumdung.\u201c<a href=\"#_edn23\" name=\"_ednref23\">[23]<\/a> Dieser Bericht, verfasst im Februar 1937, wurde selbstverst\u00e4ndlich nicht in der \u201ePariser Tageszeitung\u201c abgedruckt.<\/p>\n<div id=\"attachment_4626\" style=\"width: 797px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4626\" class=\"wp-image-4626 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0334_EB_autogr_1062_VS.jpg\" alt=\"Berthold Jacob, Paris, 1936, Frankfurt am Main, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv 1933\u20131945, EB autograph 1062 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive\" width=\"787\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0334_EB_autogr_1062_VS.jpg 787w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0334_EB_autogr_1062_VS-236x300.jpg 236w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/0334_EB_autogr_1062_VS-768x976.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 787px) 100vw, 787px\" \/><p id=\"caption-attachment-4626\" class=\"wp-caption-text\">Berthold Jacob, Paris, 1936, Frankfurt am Main, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Exilarchiv 1933\u20131945, EB autograph 1062 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>Im Mai 1937 fand eine Vorstandswahl im <em>Verband deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> statt, aus der Bernhard, als 1. Vorsitzender in seinem Amt best\u00e4tigt, anscheinend gest\u00e4rkt hervorging. Der neue Vorstand war jedoch mit dem von 1935 nicht zu vergleichen. Neben den Alt-Mitgliedern Bernhard und Zirker geh\u00f6rten ihm jetzt deutlich j\u00fcngere und weniger gewichtige Personen an: der Kommunist Bruno Frei (1897-1988), Wolf Franck (1902-1966), zugleich Vorstandsmitglied im <em>Schutzverband Deutscher Schriftsteller<\/em>,<a href=\"#_edn24\" name=\"_ednref24\">[24]<\/a> sowie Fred Stein, mit 28 Jahren der J\u00fcngste. Ende Mai musste der neue Vorstand auf seiner Sitzung insgesamt 13 Austrittserkl\u00e4rungen zur Kenntnis nehmen, <a href=\"#_edn25\" name=\"_ednref25\">[25]<\/a> darunter von Leopold Schwarzschild, Berthold Jacob und Paul Dreyfus, die so \u2013 laut Darstellung der \u201ePariser Tageszeitung\u201c \u2013 \u201edie Erledigung des gegen sie schwebenden Ausschlussverfahrens unm\u00f6glich\u201c<a href=\"#_edn26\" name=\"_ednref26\">[26]<\/a> machten. Zugleich gab der Vorstand bekannt, mit der von Alfred Kantorowicz und anderen kommunistischen Schriftsteller*innen und Journalist*innen betriebenen Deutschen Freiheitsbibliothek ein Abkommen geschlossen zu haben.<\/p>\n<p>Die bis heute nicht restlos aufgekl\u00e4rte Aff\u00e4re, die Lion Feuchtwanger in seinem Roman \u201eExil\u201c verarbeitete, war damit jedoch nicht zu Ende. Im Juli 1938 wurde Bernhard in einem Verleumdungsprozess, den Poljakow gegen ihn angestrengt hatte, zu einer Geldstrafe verurteilt und die \u201ePariser Tageszeitung\u201c zum Abdruck des Gerichtsurteils verpflichtet. In der Ausgabe vom 24. Dezember 1938 war dem Urteil unter der \u00dcberschrift \u201eZum Abschluss eines Konflikts\u201c eine \u201eErkl\u00e4rung\u201c vorangestellt. Darin informierten Verlag und Redaktion, aus der Bernhard bereits im Januar 1938 ausgeschieden war,<a href=\"#_edn27\" name=\"_ednref27\">[27]<\/a> ihre Leserschaft, zur \u00dcberzeugung gelangt zu sein, dass Poljakow \u201eUnrecht geschehen ist\u201c und die gegen ihn gerichteten Angriffe \u201eaufrichtig [zu] bedauern\u201c. <a href=\"#_edn28\" name=\"_ednref28\">[28]<\/a><\/p>\n<p>Diese Erkl\u00e4rung rief Widerspruch im Vorstand des <em>Verbands deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> hervor. In einem Resolutionsvorschlag bezeichnete der Vorstand, nach wie vor unter dem Vorsitz Bernhards, die Erkl\u00e4rung als \u201eeine grobe Irref\u00fchrung der \u00d6ffentlichkeit\u201c<a href=\"#_edn29\" name=\"_ednref29\">[29]<\/a> und betonte, an seinen \u201eBeschl\u00fcssen, soweit sie die Person von Prof. Georg Bernhard betreffen, v\u00f6llig [festzuhalten], was die letzte Generalversammlung durch seine Wiederwahl zum Vorsitzenden best\u00e4tigt hat.\u201c <a href=\"#_edn30\" name=\"_ednref30\">[30]<\/a> Fred Stein lehnte die Resolution jedoch ab, mit Ausnahme des zitierten letzten Absatzes, weil sie \u201eden Anschein erwecken muss, als ob Prof. Bernhard Recht und Herrn Poliakoff Unrecht gegeben wird\u201c und kritisierte, dass die Resolution ungeeignet sei, \u201edie Entwicklung des Verbandes zu f\u00f6rdern, im Gegenteil.\u201c<a href=\"#_edn31\" name=\"_ednref31\">[31]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_4631\" style=\"width: 823px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4631\" class=\"wp-image-4631 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Milly-Zirker-1944.jpg\" alt=\"Milly Zirker, 1944 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive\" width=\"813\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Milly-Zirker-1944.jpg 813w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Milly-Zirker-1944-244x300.jpg 244w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Milly-Zirker-1944-768x945.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 813px) 100vw, 813px\" \/><p id=\"caption-attachment-4631\" class=\"wp-caption-text\">Milly Zirker, 1944 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<p>Milly Zirker schickte Stein daraufhin eine ge\u00e4nderte, weniger konfrontative Fassung zu.<a href=\"#_edn32\" name=\"_ednref32\">[32]<\/a> Zirkers Hoffnung, dass Stein der Resolution, von deren Ver\u00f6ffentlichung man jedoch erst einmal absehen wolle, nun zustimmen w\u00fcrde,<a href=\"#_edn33\" name=\"_ednref33\">[33]<\/a> erf\u00fcllte sich offensichtlich nicht. Stein sah \u201ekeine Veranlassung\u201c, seinen Standpunkt zu \u00e4ndern<a href=\"#_edn34\" name=\"_ednref34\">[34]<\/a> und positionierte sich damit deutlich gegen eine weitere Fortf\u00fchrung des Konflikts.<\/p>\n<p>Die sorgf\u00e4ltig formulierten Resolutionen und Briefe verbergen unter Umst\u00e4nden hitzig gef\u00fchrte Diskussionen. 1965 erinnerte sich Stein, dass er \u201evor Kriegsausbruch bereits eine Auseinandersetzung mit Milly Zirker in Paris\u201c hatte und seine Funktionen im Journalistenverband niederlegen wollte.<a href=\"#_edn35\" name=\"_ednref35\">[35]<\/a> Stein, der m\u00f6glicherweise auch aus einem Gef\u00fchl der Loyalit\u00e4t heraus in den Vorstand des <em>Verbands deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> eingetreten war, hatte in Paris die bittere Erfahrung machen m\u00fcssen, \u201edass die Zusammenarbeit mit Kommunisten in deutschen Organisationen zur Farce wurde (Kulturkartell, Journalistenverband, SDS, Jugend)\u201c.<a href=\"#_edn36\" name=\"_ednref36\">[36]<\/a><\/p>\n<p>In den USA nahm Stein, der seit seiner Jugend politisch aktiv gewesen war, von weiterer politischer Arbeit Abstand,<a href=\"#_edn37\" name=\"_ednref37\">[37]<\/a> blieb jedoch mit ehemaligen Kolleg*innen aus dem Journalistenverband im Kontakt, wie nicht nur seine in New York aufgenommenen Portraits belegen: 1943 stellte ihm Bernhard, den er 1941 in seinem Arbeitszimmer fotografierte, erneut eine Referenz aus. Darin best\u00e4tigte er Steins Mitgliedschaft im Vorstand des <em>Verbands deutscher Journalisten in der Emigration<\/em> und empfahl ihn \u201eas a good photographer.\u201c<a href=\"#_edn38\" name=\"_ednref38\">[38]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_4629\" style=\"width: 676px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4629\" class=\"wp-image-4629 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Fred-Stein-ca.-1961.jpg\" alt=\"Fred Stein, um 1961 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive\" width=\"666\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Fred-Stein-ca.-1961.jpg 666w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Fred-Stein-ca.-1961-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px\" \/><p id=\"caption-attachment-4629\" class=\"wp-caption-text\">Fred Stein, um 1961 \u00a9 Stanfordville, NY, Fred Stein Archive<\/p><\/div>\n<h3>Quellen<\/h3>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Protokoll einer Vorstandsitzung, undatiert (vor dem 1. August 1935), Bundesarchiv R\/8052\/1, Bl. 19<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Fragebogen zum Antrag auf Anerkennung als Fl\u00fcchtling, \u201eUmst\u00e4nde der Auswanderung\u201c, 30. Dezember 1936, Archives de la Pr\u00e9fecture de Police de Paris. Stein, schon fr\u00fch in sozialistischen Jugendorganisationen aktiv, war seit 1931 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei SAP.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Brief Fred Stein an Georg Bernhard, 30. November 1935, Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 Bl. 50<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Michaela Enderle-Ristori: Markt und intellektuelles Kr\u00e4ftefeld: Literaturkritik im Feuilleton von \u201ePariser Tageblatt\u201c und \u201ePariser Tageszeitung\u201c (1933\u20131940), De Gruyter, 1997, S. 16 https:\/\/www.jstor.org\/stable\/j.ctvbkk4gq (abgerufen am 19. Mai 2021)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> \u201eM. Stein, journaliste et membre de notre organisation, a l\u2019honneur de vous demander par la pr\u00e9sente de bien vouloir lui certifier sa qualit\u00e9 de journaliste. Il en a besoin pour le renouvellement de sa Carte d\u2019Identit\u00e9.\u201c Schreiben der Association des Journalistes Allemands Emigres (Georg Bernhard, Milly Zirker) an die F\u00e9d\u00e9ration Internationale des Journalistes (Madame Peladan) vom 18. Dezember 1935, Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 (?), \u00dcbersetzung von Ulrike Kuschel<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Brief Georg Bernhard an Fred Stein, 2. (?) Dezember 1935, Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 Bl. 62<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Fragebogen zum Antrag auf Anerkennung als Fl\u00fcchtling, \u201eIV. Angaben \u00fcber die Einwanderung in Frankreich\u201c, 30. Dezember 1936, Archives de la Pr\u00e9fecture de Police de Paris<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> Pariser Tageszeitung Bd. 2, Nr. 329, 7. Mai 1937, S. 2<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> Walter F. Peterson: Das Dilemma linksliberaler deutscher Journalisten im Exil. Der Fall des Pariser Tageblatts. In: Vierteljahrshefte f\u00fcr Zeitgeschichte. Jahrgang 32 (1984), Heft 2, S. 281<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> Pariser Tageblatt, Bd. 1, Nr. 1, 12. Dezember 1933, S. 1<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> Auch: Vladimir Poliakov\/Poliakoff\/Poljakoff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a> Walter F. Peterson: Das Dilemma linksliberaler deutscher Journalisten im Exil. Der Fall des Pariser Tageblatts. In: Vierteljahrshefte f\u00fcr Zeitgeschichte. Jahrgang 32 (1984), Heft 2, S. 288<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a> Pariser Tageblatt, Bd. 4, Nr. 911, 11. Juni 1936, S. 1<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\">[17]<\/a> \u201eAn Leopold Schwarzschild\u201c, Entgegnung von Manuel Humbert (Kurt Caro) in: Pariser Tageszeitung, Bd. 1, Nr. 28, 9. Juli 1936, S. 1<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\">[18]<\/a> Bericht der Minderheit der Untersuchungskommission in der Streitsache Bernhard &#8211; Caro einerseits, Schwarzschild andererseits : f\u00fcr die Association des Journalistes Allemands Emigr\u00e9s, Paris : Association des Journalistes Allemands Emigr\u00e9s, 26. Februar 1937. Autor: Paul Dreyfus, Deutsches Exilarchiv: EB 61b\/2 | <a href=\"https:\/\/digipres.cjh.org\/delivery\/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE2990789\" target=\"_blank\">https:\/\/digipres.cjh.org\/delivery\/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE2990789<\/a> (abgerufen am 19. Mai 2021)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\">[19]<\/a> Pariser Tageszeitung, Bd. 2, Nr. 266, 4. M\u00e4rz 1937, S. 3<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\">[20]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\">[21]<\/a> Ebd. S. 4<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref22\" name=\"_edn22\">[22]<\/a> Ebd. S. 1<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref23\" name=\"_edn23\">[23]<\/a> Paul Dreyfus, Berthold Jacob: Bericht der Minderheit der Untersuchungskommission in der Streitsache Bernhard &#8211; Caro einerseits, Schwarzschild andererseits f\u00fcr die Association des Journalistes Allemands Emigr\u00e9s, Paris, 26. Februar 1937. S. 43 | <a href=\"https:\/\/digipres.cjh.org\/delivery\/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE2990789\" target=\"_blank\">https:\/\/digipres.cjh.org\/delivery\/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE2990789<\/a> (abgerufen am 20. Mai 2021)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref24\" name=\"_edn24\">[24]<\/a> Brief Wolf Franck an Rudolf Leonhard, Paris, 17. M\u00e4rz 1937, Berlin, Akademie der K\u00fcnste, Maximilian-Scheer-Archiv, Maximilian Scheer 1395<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref25\" name=\"_edn25\">[25]<\/a> Pariser Tageszeitung Bd. 2, Nr. 352, 30. Mai 1937, S. 2<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref26\" name=\"_edn26\">[26]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref27\" name=\"_edn27\">[27]<\/a> Pariser Tageszeitung, Bd. 3, Nr. 875, 24. Dezember 1938, S. 3<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref28\" name=\"_edn28\">[28]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref29\" name=\"_edn29\">[29]<\/a> Als Begr\u00fcndung wurde angegeben, dass kurz vor dem Erscheinen der Erkl\u00e4rung zwei Redakteure \u201eentfernt worden sind, und dass der st\u00e4ndige Berater Poliakoffs in die Redaktion eingetreten ist.\u201c Vgl. Resolutionsvorschlag vom 29. Dezember 1938, Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 Bl. 117<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref30\" name=\"_edn30\">[30]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref31\" name=\"_edn31\">[31]<\/a> Erkl\u00e4rung von Fred Stein, undatiert (nach dem 29. Dezember 1938), Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 Bl. 116 (Vorderseite)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref32\" name=\"_edn32\">[32]<\/a> Aus der Formulierung \u201eErkl\u00e4rung [\u2026], in der gegen Prof. Bernhard und f\u00fcr Poljakoff Stellung genommen wird\u201c war das \u201ef\u00fcr Poljakoff\u201c gestrichen. Vgl. Resolutionsvorschlag vom 29. Dezember 1938, Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 Bl. 117 und Resolution vom 4. Januar 1939, Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 Bl. 118<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref33\" name=\"_edn33\">[33]<\/a> Brief Milly Zirker an Fred Stein, 5. Januar 1939, Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 Bl. 104<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref34\" name=\"_edn34\">[34]<\/a> Brief Fred Stein an Milly Zirker, 15. Januar 1939, Bundesarchiv, Berlin, R\/8052\/4 Bl. 116 (R\u00fcckseite)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref35\" name=\"_edn35\">[35]<\/a> Brief Fred Stein an Julius Epstein, 6. September 1965, Fred Stein Archive, Stanfordville, NY<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref36\" name=\"_edn36\">[36]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref37\" name=\"_edn37\">[37]<\/a> Ebd.: \u201ef\u00fcr die gebrannten Kinder, zu denen ich geh\u00f6re, [ist] nichts mehr \u00fcbrig geblieben als \u201aFriends of German Labor\u2018 und kulturelle Arbeit wie ein Deutsch-Sprachiges Forum und Teilnahme an Goethe House etc.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref38\" name=\"_edn38\">[38]<\/a> Georg Bernhard, To whom it may concern, 13. Februar 1943, Fred Stein Archive, Stanfordville, NY<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Fred Stein und die \u201ePariser Tageblatt\u201c-Aff\u00e4re<span><\/h2>\n<p>Fred Stein begann im Februar 1934 in Paris als Portrait- und Pressefotograf zu arbeiten. Die Kuratorin der Ausstellung \u201eReport from Exile \u2013 Fotografien von Fred Stein\u201c, Ulrike Kuschel, stellt Steins Mitgliedschaft im Verband deutscher Journalisten in der Emigration im Kontext der \u201ePariser Tageblatt\u201c-Aff\u00e4re vor.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4632,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1844,2022,2220,2069],"class_list":["post-4624","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichten-aktuell","tag-flucht","tag-fred-stein","tag-paris-de","tag-zeitung"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4624"}],"version-history":[{"count":12,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4624\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4647,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4624\/revisions\/4647"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4632"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}