
{"id":5119,"date":"2021-11-10T10:09:55","date_gmt":"2021-11-10T09:09:55","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=5119"},"modified":"2022-01-24T14:13:19","modified_gmt":"2022-01-24T13:13:19","slug":"marta-mierendorff-und-die-steinbildhauerwerkstaetten-arno-breker-gmbh-in-wriezenoder","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2021\/11\/10\/marta-mierendorff-und-die-steinbildhauerwerkstaetten-arno-breker-gmbh-in-wriezenoder\/","title":{"rendered":"Marta Mierendorff und die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten Arno Breker GmbH in Wriezen\/Oder"},"content":{"rendered":"<h1>Marta Mierendorff und die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten Arno Breker GmbH in Wriezen\/Oder<\/h1>\n<p>Swantje Greve | 10. November 2021<\/p>\n<p><strong>Als Stenotypistin wurde Marta Mierendorff 1944 in die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten des \u201egottbegnadeten\u201c K\u00fcnstlers Arno Breker in Wriezen\/Oder dienstverpflichtet, in denen w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeitskr\u00e4fte an der Fertigung von Brekers monumentalen Werken mitwirken mussten. Nach Kriegsende versuchte sie, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Geschehnisse in den Werkst\u00e4tten aufzukl\u00e4ren und eine kritische Berichterstattung \u00fcber Arno Breker anzuregen \u2013 mit wenig Erfolg, wie Dr. Swantje Greve, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ausstellung <a href=\"http:\/\/www.dhm.de\/gottbegnadete\">\u201eDie Liste der \u201aGottbegnadeten\u2018. K\u00fcnstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik\u201c <\/a>erl\u00e4utert.<\/strong><\/p>\n<p>Marta Mierendorff wurde 1911 in Berlin-Charlottenburg in einer Arbeiterfamilie geboren. Nach einer Lehre als Verk\u00e4uferin begann sie Stenographie und Maschineschreiben zu lernen und erhielt verschiedene B\u00fcrojobs. 1932 lernte sie den Jurastudenten Gottfried Salomon kennen, der aufgrund seiner j\u00fcdischen Herkunft kurz nach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten zwangsexmatrikuliert wurde. Marta Mierendorff wurde Ende der 1930er Jahre vor\u00fcbergehend als Stenotypistin in einem R\u00fcstungsbetrieb dienstverpflichtet. Nachdem sie aus der Dienstverpflichtung freigekommen war, nutzte sie den allgemeinen Mangel an Stenotypistinnen und gr\u00fcndete eine eigene \u201eSchreibstube\u201c. Diese diente auch dazu, ihren j\u00fcdischen Verlobten \u2013 1939 hatten Marta Mierendorff und Gottfried Salomon sich verlobt \u2013 zu sch\u00fctzen, da der rege Besucher*innenverkehr in ihrem kleinen Unternehmen die Anwesenheit Salomons verschleiern sollte. Doch gab er diesen Schutz 1943 auf: Als seine Mutter nach Theresienstadt deportiert wurde, begleitete er diese freiwillig. Salomon wurde 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet, was Marta Mierendorff erst nach dem Krieg erfuhr. Seine Mutter \u00fcberlebte die Haft und wurde nach dem Krieg von Marta Mierendorff aufgenommen.<\/p>\n<p>Angeregt von ihrem Verlobten hatte Marta Mierendorff ein Begabtenexamen abgelegt und im Oktober 1943 ein Studium begonnen. Doch schon Anfang 1944 musste sie es wieder abbrechen, als sie zu den Steinbildhauerwerkst\u00e4tten Arno Breker GmbH im Oderbruch bei Wriezen dienstverpflichtet wurde. Hier war sie bis Februar 1945, kurz bevor die sowjetische Armee die Werkst\u00e4tten erreichte, als Stenotypistin t\u00e4tig. Das Kriegsende erlebte sie in Berlin.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten Arno Breker GmbH waren ab Sommer 1941 errichtet worden, ab Juli 1942 wurde dort mit der Arbeit begonnen. In Wriezen sollte der monumental-heroische Skulpturenschmuck Arno Brekers f\u00fcr die geplante Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin gefertigt werden, ebenso wie Bildhauerarbeiten f\u00fcr das N\u00fcrnberger Reichsparteitagsgel\u00e4nde. Riesige Marmor- und Granitbl\u00f6cke wurden per Schiff \u00fcber die Oder herangeschafft, ein eigener Hafen, eine Gleis- sowie eine Krananlage, riesige Werk- und Lagerhallen und Baracken f\u00fcr die Mitarbeiter geh\u00f6rten zu der Anlage, die geradezu industrielle Ausma\u00dfe annahm. Hier war die Produktion der \u00fcberlebensgro\u00dfen Plastiken und der gigantischen Reliefs m\u00f6glich, die den nationalsozialistischen Gr\u00f6\u00dfenwahn demonstrierten.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Der Mitarbeitendenstab der Steinbildhauerwerkst\u00e4tten wuchs rasant an. Hatten Ende 1942 zun\u00e4chst 16 Mitarbeitende in Wriezen gewirkt \u2013 darunter deutsche, italienische und franz\u00f6sische Bildhauer*innen \u2013 stieg diese Zahl bis 1944 auf 180 an.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Mit diesem immensen Stab sowie modernsten technischen Hilfsmitteln hatte Arno Breker wie kein anderer Bildhauer seiner Zeit die M\u00f6glichkeit, seine Werke fertigen zu lassen \u2013 und das w\u00e4hrend des Krieges und trotz vorherrschender Materialknappheit. Breker konnte dabei horrende Einnahmen verzeichnen: Zwischen Dezember 1940 und Oktober 1943 erhielt er allein f\u00fcr die Bildhauerarbeiten f\u00fcr die Reichshauptstadt Berlin fast 3,5 Millionen Reichsmark.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Als Marta Mierendorff 1944 als B\u00fcrokraft in die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten in Wriezen dienstverpflichtet wurde, waren die Arbeiten dort bereits in vollem Gang. In einem Erinnerungsbericht aus der Nachkriegszeit beschreibt sie die Zust\u00e4nde in den Werken, in denen franz\u00f6sische und italienische Kriegsgefangene arbeiten mussten, sp\u00e4ter auch polnische und ukrainische Zwangsarbeiter*innen. Die Franzosen wurden von dem frankophilen Breker bevorzugt behandelt, w\u00e4hrend alle anderen unter harten Arbeitsbedingungen und schlechter Ern\u00e4hrung zu leiden hatten. Seit dem Sommer 1944 veranstaltete Breker Kino- und Theaterauff\u00fchrungen, allerdings nur f\u00fcr die Deutschen und die Franzosen. Alle anderen Mitarbeitenden waren von solchen Vergn\u00fcgungen ausgegrenzt. Bis zuletzt, d.h. noch im Januar 1945, als die russischen Truppen bereits kurz vor Wriezen standen, gab Breker zudem Feste, bei denen herrschaftlich gespeist wurde, mitsamt den wegen des Bombenkrieges nach Wriezen ausquartieren Frauen und Kindern prominenter Nationalsozialisten aus Berlin. Ende Januar 1945 brachte sich Breker mit seiner Frau in Bayern in Sicherheit, seine Mitarbeitenden \u00fcberlie\u00df er ohne Vorwarnung sich selbst.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>In ihrem Bericht beschrieb sich Mierendorff selbst als \u201eZeugin des Untergangs der Werke\u201c. W\u00e4hrend sie sich 1947, in unmittelbarer Nachkriegszeit, noch entlastend gegen\u00fcber Breker \u00e4u\u00dferte und sogar einen \u201ePersilschein\u201c f\u00fcr ihn verfasste, der im Rahmen seines Entnazifizierungsverfahrens Verwendung fand,<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> \u00e4nderte sich ihr Vorgehen bald darauf. M\u00f6glicherweise hing dies mit der Selbstdarstellung Brekers und seiner Beschreibung der Zust\u00e4nde in Wriezen im Rahmen seines Entnazifizierungsverfahrens zusammen. 1947 schrieb er in seinem Lebenslauf: \u201eDie Werkst\u00e4tten in Wriezen galten weit \u00fcber die Grenzen Deutschlands hinaus als ein Musterbeispiel sozialer Betreuung und vorbildlicher europ\u00e4ischer Zusammenarbeit fremder Staatsangeh\u00f6riger.\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Weiter schrieb Breker von guter Verpflegung, hohen L\u00f6hnen und \u201egeschmackvoll m\u00f6blierten\u201c Zimmern f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten \u2013 geradezu einer \u201eFriedensinsel inmitten der Kriegswirren\u201c.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_5135\" style=\"width: 708px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5135\" class=\"wp-image-5135 size-large\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/0701_FR_1000px-698x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"698\" height=\"1024\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/0701_FR_1000px-698x1024.jpg 698w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/0701_FR_1000px-205x300.jpg 205w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/0701_FR_1000px-768x1126.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/0701_FR_1000px.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 698px) 100vw, 698px\" \/><p id=\"caption-attachment-5135\" class=\"wp-caption-text\">Artikel \u201eSteinblock f\u00fcr einen Heldenpenis\u201c von Marta Mierendorff, 3.4.1971, Frankfurter Rundschau \u00a9 Staatsbibliothek zu Berlin \u2013 Preu\u00dfischer Kulturbesitz<\/p><\/div>\n<p>Ob diese verf\u00e4lschende Darstellung, die den wahren Verh\u00e4ltnissen in Wriezen in keiner Weise entsprach, der Anlass war oder nicht: Seit den 1960er Jahren versuchte Marta Mierendorff, ihr Wissen \u00fcber die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten Arno Breker GmbH in der \u00d6ffentlichkeit publik zu machen und auf die dort herrschenden Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Sie wandte sich an Zeitungen und Zeitschriften, Obwohl die Redakteure ihr bei der ersten Kontaktaufnahme meist Interesse entgegenbrachten, verlief sich ihr Engagement stets im Sande. Ebenso versuchte sie die J\u00fcdische Gemeinde Berlin, den Bund der Verfolgten des Naziregimes oder die Akademie der K\u00fcnste in Berlin \u00fcber die Geschehnisse in den letzten Kriegsjahren in Wriezen aufzukl\u00e4ren, doch auch hieraus ergab sich keine kritische Aufarbeitung.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Auch ein von Marta Mierendorff verfasster ganzseitiger Artikel \u00fcber die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten in Wriezen in der <em>Frankfurter Rundschau<\/em> vom 3. April 1971 verhallte ohne jedes Echo.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Insbesondere Anfang der 1980er Jahre verst\u00e4rkte sie ihr Engagement noch einmal: Anl\u00e4sslich einer Ausstellung Arno Brekers in der West-Berliner Galerie Club d\u2019Art im Jahr 1981, in der auch Werke des Bildhauers aus der NS-Zeit gezeigt wurden, kam es in Berlin zu heftigen Protesten, \u00f6ffentlichen Kundgebungen, Mahnwachen und einer Unterschriftenaktion im <em>Tagesspiegel<\/em>. In diesem Zusammenhang entstand sogar ein eigener 15-min\u00fctiger Dokumentarfilm mit dem Titel \u201eBreker oder Nichts gelernt\u201c, der die Proteste wiederspiegelte und Brekers Karriereweg kritisch hinterfragte.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Doch selbst in diesem kulturpolitisch aufgeheizten Klima konnte Marta Mierendorff kein Interesse f\u00fcr ihren Erlebnisbericht wecken. <em>Der Spiegel<\/em> antwortete ihr, dass kein Interesse an einer Reportage bestehe, da ihr Bericht ein \u201eallzu marginales Ereignis der Zeitgeschichte zum Gegenstand\u201c habe.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Marta Mierendorff blieb nach Ende des Zweiten Weltkrieges zun\u00e4chst in Berlin und promovierte 1949 an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. In den folgenden Jahren engagierte sie sich bei der Gewerkschaftsbewegung und gr\u00fcndete 1954 gemeinsam mit dem abstrakten Maler Heinrich Tost das \u201eInstitut f\u00fcr Kunstsoziologie\u201c in Berlin, mit dem Ziel, in der Kunsterziehung den Folgen der nationalsozialistischen Kunstlehre entgegenzuwirken und damit zu einer Demokratisierung des Kunst- und Kulturlebens beizutragen. Auch engagierte sie sich f\u00fcr die Anerkennung von Ehen, die w\u00e4hrend der NS-Zeit im Untergrund geschlossen worden waren und erreichte deren nachtr\u00e4gliche Legitimierung \u2013 und damit auch die Anerkennung ihrer eigenen Ehe mit Gottfried Salomon, die sie im August 1939 geschlossen hatten. Mitte der 1960er Jahre \u00fcbersiedelte Marta Mierendorff nach Los Angeles und wandte sich verst\u00e4rkt der Exilforschung zu, sie recherchierte insbesondere in den Bereichen Literatur, Theater und Film. F\u00fcr ihre Exilforschung erhielt sie 1970 eine Professur an der University of Southern California in Los Angeles. Mierendorff, die 1978 die amerikanische Staatsb\u00fcrgerschaft erwarb und 1980 mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet wurde, kann zweifelsohne als eine Pionierin der Exilforschung bezeichnet werden.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Zur Biografie Marta Mierendorffs vgl. Ursula D. Nienhaus: Vita Activa \u2013 80 Jahre Marta Mierendorff, in: Helmut G. Asper (Hg.): Wenn wir von gestern reden, sprechen wir \u00fcber heute und morgen: Festschrift f\u00fcr Marta Mierendorff zum 80. Geburtstag, Berlin 1991, S. 341-353; Angela Martin und Claudia Schoppmann (Hg.): \u201eIch f\u00fcrchte die Menschen mehr als die Bomben\u201c. Aus den Tageb\u00fcchern von drei Berliner Frauen 1938\u20131946, Berlin 1996, S. 97-100; Findbuch zur Sammlung Martha Mierendorff (E Rep. 200-51, Nr. 21) im Landesarchiv Berlin, S. II-VI.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Magdalena Bushart: Arno Breker (geb. 1900) \u2013 Kunstproduzent im Dienst der Macht, in: Skulptur und Macht. Figurative Plastik im Deutschland der 30er und 40er Jahre, Katalog zu einer Ausstellung der Akademie der K\u00fcnste, Berlin 1983, S. 157f.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Detlef Mallwitz: K\u00fcnstlerkolonie Wriezen. Gr\u00fcndung \u2013 Untergang \u2013 Abwicklung 1940\u20131950, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, hrsg. von der Stadt Wriezen, 2021, S. 51, S. 56 sowie Bundesarchiv, R 4606\/4579.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Bundesarchiv, R 4606\/4477.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Marta Mierendorff: Der Untergang der Steinbildhauerwerkst\u00e4tten Arno Breker GmbH in Wriezen\/Oder, unver\u00f6ffentlichtes Manuskript, in: Landesarchiv Berlin, E Rep. 200-51, Nr. 21.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Spruchkammerakte Arno Breker, Staatsarchiv M\u00fcnchen, SpkA_K_195, Bl. 145 und Bl. 11; \u201eDie Arno-Breker-Werke GmbH\u201c, Leserbrief von Marta Mierendorff im Telegraf, 9.11.1946, S. 3.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Lebenslauf von Arno Breker, S. 6, Wemding\/Schwaben, 5.2.1947, NARA M1947.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ebd.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. die verschiedenen Schreiben in Landesarchiv Berlin, E Rep. 200-51, Nr. 21.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Marta Mierendorff: Steinblock f\u00fcr einen Heldenpenis, in: Frankfurter Rundschau Nr. 79, S. V.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> \u201eBreker oder nichts gelernt\u201c, Detlef Gumm, Hans-Georg Ullrich, K\u00e4nguruh-Film GmbH Berlin, 1981.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Schreiben von Gerd Rockel an Marta Mierendorff, Hamburg 21.3.1984, in: Landesarchiv Berlin, E Rep. 200-51, Nr. 21.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. Findbuch zur Sammlung Martha Mierendorff (E Rep. 200-51, Nr. 21) im Landesarchiv Berlin, S. IV-VI; Nienhaus: Vita Activa \u2013 80 Jahre Marta Mierendorff, S. 341-353; Martin\/Schoppmann (Hg.): \u201eIch f\u00fcrchte die Menschen mehr als die Bomben\u201c, S. 97-100.<\/p>\n<p>Titelbild: Marta Mierendorff, um 1942 \u00a9 Landesarchiv Berlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Marta Mierendorff und die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten Arno Breker GmbH in Wriezen\/Oder<span><\/h2>\n<p>Als Stenotypistin wurde Marta Mierendorff 1944 in die Steinbildhauerwerkst\u00e4tten des \u201egottbegnadeten\u201c K\u00fcnstlers Arno Breker in Wriezen\/Oder dienstverpflichtet, in denen w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeitskr\u00e4fte an der Fertigung von Brekers monumentalen Werken mitwirken mussten. Nach Kriegsende versuchte sie, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Geschehnisse in den Werkst\u00e4tten aufzukl\u00e4ren und eine kritische Berichterstattung \u00fcber Arno Breker anzuregen \u2013 mit wenig Erfolg, wie Dr. Swantje Greve, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ausstellung \u201eDie Liste der \u201aGottbegnadeten\u2018. 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