
{"id":7165,"date":"2023-03-07T15:08:11","date_gmt":"2023-03-07T14:08:11","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=7165"},"modified":"2023-03-16T09:56:21","modified_gmt":"2023-03-16T08:56:21","slug":"auf-der-suche-nach-industriefotografinnen","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2023\/03\/07\/auf-der-suche-nach-industriefotografinnen\/","title":{"rendered":"Auf der Suche nach Industriefotografinnen"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Auf der Suche nach Industriefotografinnen<\/h1>\n\n\n\n<p>Stefanie Grebe | 07. M\u00e4rz 2023<br><br><strong>Nur selten finden sich im Bereich Industriefotografie in Museen, Archiven und Ver\u00f6ffentlichungen von Fotografinnen. Anl\u00e4sslich unserer Ausstellung <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/fortschritt-als-versprechen-industriefotografie-im-geteilten-deutschland\/#\/\">\u201eFortschritt als Versprechen\u201c<\/a> begibt sich Stefanie Grebe vom Ruhr Museum Essen auf eine erste Suche nach den Fotografinnen.<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<p>Im Fotoarchiv des <a href=\"https:\/\/ruhrmuseum.de\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/ruhrmuseum.de\/\">Ruhr Museums<\/a> haben wir uns aufgrund der \u00fcber viele Jahre wiederkehrenden Anfragen nach Fotografien von Ruth Hallensleben (1898-1977) die Frage gestellt, ob es denn keine weiteren Industriefotografinnen gibt, zumal das Ruhr Museum ebenso Teilbest\u00e4nde der Industriefotografin Evelyn Serwotke (1925-2009) <sup>[1]<\/sup> besitzt. Die derzeit im DHM zu sehende Ausstellung \u201e<a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/fortschritt-als-versprechen-industriefotografie-im-geteilten-deutschland\/#\/\">Fortschritt als Versprechen. Industriefotografie im geteilten Deutschland<\/a>\u201c soll daher Ausgangspunkt einer ersten \u00dcbersichtsrecherche zum Thema werden. Hierbei interessieren uns nicht etwaige Korrelationen zwischen Geschlecht und \u00e4sthetischen Stilmitteln oder Motiven, sondern allein die Fragen, wo die Industriefotografinnen sind, die es (vermutlich) gab und gibt und ob ermittelt werden kann, wie viele es zu einem bestimmten Zeitpunkt waren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"995\" height=\"1024\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H2149-6_Ruhr_Museum-995x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7177\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H2149-6_Ruhr_Museum-995x1024.jpg 995w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H2149-6_Ruhr_Museum-292x300.jpg 292w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H2149-6_Ruhr_Museum-768x790.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H2149-6_Ruhr_Museum-1493x1536.jpg 1493w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H2149-6_Ruhr_Museum-1990x2048.jpg 1990w\" sizes=\"auto, (max-width: 995px) 100vw, 995px\" \/><figcaption>Ruth&nbsp;Hallensleben \/ Fotoarchiv Ruhr Museum:&nbsp;Arbeiterin in der&nbsp;Schuhfabrik&nbsp;Vogels, [Viersen-] D\u00fclken 1941<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Recherche gehen wir von durch staatseigene Betriebe oder die Industrie erteilten Auftr\u00e4gen an Fotografinnen aus. Ziel war es, das Auftraggeber-Interesse visuell umzusetzen. Motivisch umfasst die Industriefotografie die Abbildung bzw. Inszenierung von der Gigantik der Industrieanlage \u00fcber das Produkt bis hin zum Arbeitsprozess und den betriebseigenen Sozialeinrichtungen in der deutsch-deutschen Nachkriegszeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend von einer allgemeinen Recherche zur Industriefotografie f\u00e4llt bald auf, dass der Anteil der Fotografinnen dort noch geringer oder zumindest ebenso gering ist wie in den Feldern der k\u00fcnstlerischen Fotografie, Architekturfotografie, des Journalismus, der Kriegs- und Modefotografie. Der Ausbildungsweg verlief zumeist \u00fcber eine fotografische Lehre in einem Atelier, bei einer*m Fotografenmeister*in, den Besuch einer Fachschule, ein Studium oder &#8211; in der Fotografie nicht un\u00fcblich \u2013 autodidaktisch und nach Besuch von Amateur*innenkursen. Die Ausbildung zur Fotografin \u00fcber eine Lehre deckt bestenfalls das vielf\u00e4ltige Spektrum der Industriefotografie umfassend ab. Eine Ausbildung in der Handhabung aller Kameratypen, Techniken und Genres der Fotografie ist Voraussetzung f\u00fcr die erfolgreiche Bew\u00e4ltigung der industriefotografischen Anforderungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"733\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H7279-4_Ruhr_Museum-1024x733.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7178\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H7279-4_Ruhr_Museum-1024x733.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H7279-4_Ruhr_Museum-300x215.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H7279-4_Ruhr_Museum-768x550.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H7279-4_Ruhr_Museum-1536x1099.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H7279-4_Ruhr_Museum-2048x1465.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ruth Hallensleben \/ Fotoarchiv Ruhr Museum:&nbsp;Stahlwerk des Bochumer&nbsp;Vereins, Bochum&nbsp;1950<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei der Suche nach den Fotografinnen kommt erschwerend hinzu, dass festangestellte Werksfotograf*innen in der Industriefotografie in der Regel namentlich nicht genannt wurden. Die Nutzungsrechte lagen beim Werk oder beim Industrieunternehmen, dessen Sichtweise sich in den beauftragten Fotografien manifestierte. Eine identifizierbare Autor*innenschaft war nicht vorgesehen. Eine Recherche in den Firmenarchiven k\u00f6nnte im Idealfall Aufschluss geben, wer sich hinter den nicht namentlich gekennzeichneten Fotografien verbirgt, doch sind die Archive oftmals nicht mehr existent. Wurden selbst\u00e4ndige Fotograf*innen f\u00fcr die Industrieaufnahmen beauftragt, ist davon auszugehen, dass die Fotografierenden auf ihre Namensnennung bestanden haben. Firmeninterne und externe Publikationen k\u00f6nnen hier zur Quelle werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"955\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H61358_Ruhr_Museum-1024x955.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7179\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H61358_Ruhr_Museum-1024x955.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H61358_Ruhr_Museum-300x280.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H61358_Ruhr_Museum-768x716.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H61358_Ruhr_Museum-1536x1432.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/H61358_Ruhr_Museum-2048x1910.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ruth Hallensleben \/ Fotoarchiv Ruhr Museum:&nbsp;Silo, Ruhrgebiet&nbsp;[?], Juni 1938<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch der Kunsthandel und Auktionsh\u00e4user verkaufen vereinzelt Industriefotografien f\u00fcr die kleine Zielgruppe an Fotosammler*innen, die nicht explizit als freie Kunst definierte Prints sammeln. Gerade aus der Fr\u00fchzeit der Fotografie gibt es viele Industrie- und Architekturmotive im Handel, aber ebenso die werbliche Industriefotografie des 20. Jahrhunderts taucht auf dem Kunstmarkt auf. Neben Albert Renger-Patzsch oder Ludwig Windstosser findet sich hierunter auch Ruth Hallensleben. Dar\u00fcber hinaus lassen sich nur vereinzelt Werke der Industriefotografie von Frauen finden. Hier w\u00e4re es sinnvoll, Schwerpunkte wie Objektfotografie oder Reportage aus dem Bereich der Industrie &#8211; und nicht nur funkenspr\u00fchende Monumental\u00e4sthetik &#8211; miteinzubeziehen.<sup>[2]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"772\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10471_Ruhr_Museum-1024x772.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7180\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10471_Ruhr_Museum-1024x772.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10471_Ruhr_Museum-300x226.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10471_Ruhr_Museum-768x579.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10471_Ruhr_Museum-1536x1158.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10471_Ruhr_Museum-2048x1544.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Evelyn&nbsp;Serwotke \/ Fotoarchiv Ruhr Museum:&nbsp;&#8222;Thyssen, Kali&nbsp;und Salz,&nbsp;Giesen, Juli&nbsp;1980&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sowohl im Kunsthandel als auch im Feld der Auftragsfotografie in der Industrie finden sich vereinzelte Fotografien oder Serien, die durchaus von Fotografinnen erstellt worden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Um wirklich f\u00fcndig zu werden, empfiehlt sich deshalb eine Suche in den Publikationen der Betriebe und Unternehmen und deren Firmenarchiven oder anderen \u00f6ffentlichen Archiven, in die einige Best\u00e4nde ihren Weg gefunden haben. Es hei\u00dft also, auf den Spuren von Reinhard Matz <sup>[3]<\/sup> in Archiven gezielt nach Fotografinnen zu forschen. Aber auch dort ist die \u00dcberlieferung nicht gew\u00e4hrleistet, da man alte Personalunterlagen regelm\u00e4\u00dfig vernichtet hat. Viel Ausdauer und detektivische Recherche ist gefragt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"677\" height=\"706\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10263_Ruhr_Museum.jpg\" alt=\"\" data-id=\"7185\" data-full-url=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10263_Ruhr_Museum.jpg\" data-link=\"\/blog\/2023\/03\/07\/auf-der-suche-nach-industriefotografinnen\/se10263_ruhr_museum-2\/\" class=\"wp-image-7185\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10263_Ruhr_Museum.jpg 677w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10263_Ruhr_Museum-288x300.jpg 288w\" sizes=\"auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"675\" height=\"605\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10279_Ruhr_Museum.jpg\" alt=\"\" data-id=\"7186\" data-full-url=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10279_Ruhr_Museum.jpg\" data-link=\"\/blog\/2023\/03\/07\/auf-der-suche-nach-industriefotografinnen\/se10279_ruhr_museum-2\/\" class=\"wp-image-7186\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10279_Ruhr_Museum.jpg 675w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10279_Ruhr_Museum-300x269.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 675px) 100vw, 675px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Links: Evelyn&nbsp;Serwotke \/ Fotoarchiv Ruhr Museum:&nbsp;Deilmann-Haniel, Ahlen (Westfalen), Oktober 1979; Rechts: Evelyn&nbsp;Serwotke \/ Fotoarchiv Ruhr Museum:&nbsp;Deilmann-Haniel, Grimberg-Monopol, Dezember 1978<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Recherche nach weiblichen Namen in der \u00fcbersichtlichen Zahl an Publikationen \u00fcber Industriefotografie f\u00fchrt ebenso zu ern\u00fcchternden Ergebnissen. Es empfiehlt sich, den geografischen und zeitlichen Rahmen der Suche auszuweiten, um nicht ergebnislos abzuschlie\u00dfen. Dann finden sich zum Beispiel Arbeiten von Marianne Strobl, Anne Winterer (Lichtbildwerkstatt Hehmke-Winterer), Erna Hehmke-Wagner, Charlotte und Gerda Meyer, Germaine Krull, Ursula Litzmann, Liselotte Purper, Lotte Laska, Abisag T\u00fcllmann, Ulrike Mosbach und Evelyn Richter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"676\" height=\"511\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10286_Ruhr_Museum.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7187\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10286_Ruhr_Museum.jpg 676w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/SE10286_Ruhr_Museum-300x227.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 676px) 100vw, 676px\" \/><figcaption>Evelyn&nbsp;Serwotke \/ Fotoarchiv Ruhr Museum:&nbsp;Deilmann-Haniel, Lader, Oktober 1979<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Blick in die Gegenwart zeigt ein gewandeltes Bild: Da der industrielle Sektor massiv in Billiglohnl\u00e4nder abgewandert ist und es an Bildwelten automatisierter industrieller Fertigung, die es durchaus in Deutschland gibt, kein gesteigertes visuelles Interesse gibt, lassen sich vermehrt an einem Editorial Design orientierte Fotografien oder Business-Fotografien aus der Industrie finden. Diese zeigen oft Fotomodelle aus aller Welt, die in ents\u00e4ttigten oder \u00fcbertrieben farbigen Umgebungen Zukunft und Fortschritt symbolisieren. Diese neue Art des werblichen Fotografierens wird auch von Fotografinnen ausgef\u00fchrt. In diesem Bereich lassen sich also Industriefotografinnen finden. Die gigantischen Hallen, die Verherrlichung der Maschinen sind nur noch selten Motiv. Sie symbolisieren die alte Welt vor der Digitalisierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauso wie eine Gesamtdarstellung zur Industriefotografie in Deutschland fehlt, ist die weitere Forschung nach Industriefotografinnen ein Desiderat. Die Frage am Anfang des Textbeitrags nach dem Verbleib der Industriefotografinnen kann mit der Aufforderung nach gezielter Forschung in Wirtschafts-, Firmen- und Staatsarchiven beantwortet werden. Die zweite anfangs gestellte Frage wird leider nicht zu beantworten sein. Empirisch belastbare Zahlen zu nennen, die die Anzahl der Industriefotografinnen in einer Epoche belegen, ist momentan noch unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zwei Best\u00e4nde der Industriefotografinnen Ruth Hallensleben und Evelyn Serwotke im Fotoarchiv des Ruhr Museums sind also \u2013 bis zum Auftauchen weiterer Best\u00e4nde \u2013 tats\u00e4chlich eine Besonderheit. Sie illustrieren positiv gesprochen exzeptionell, negativ formuliert \u00fcberproportional das Schaffen zweier Fotografinnen. Ich hoffe, dass diese kurze Recherche in Zukunft den Blick sch\u00e4rfen wird, weitere Best\u00e4nde aufzusp\u00fcren. Ohne Indizien daf\u00fcr zu haben, ist davon auszugehen, dass es sie noch gibt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>[1] Ein Teil Evelyn Serwotkes industriefotografischen Werks liegt im LVR Industriemuseum Oberhausen und ein anderer Teil ihrer Arbeiten im Fotoarchiv des Ruhr Museums, Essen.<\/p>\n\n\n\n<p>[2] Bei dieser Art der erweiterten Suche finden sich zum Beispiel Hildegard Dreyer, Edelgard Rehboldt und Monika von Boch als Fotografinnen, die neben anderen Auftr\u00e4gen auch f\u00fcr die Industrie gearbeitet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] Reinhard Matz untersuchte in den 1980er Jahren erstmals Firmenarchive auf ihre industriefotografischen Best\u00e4nde hin. Reinhard Matz, Industriefotografie. Aus Firmenarchiven des Ruhrgebiets, Essen 1987 ist eine Buchpublikation, es wurde eine gleichnamige Microfiche Ver\u00f6ffentlichung mit umfangreichem Bildmaterial erstellt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Titelbild: Ruth Hallensleben \/ Fotoarchiv Ruhr Museum:\u00a0Stahlwerk des Bochumer\u00a0Vereins, Bochum\u00a01950 \u00a9 Essen, Ruhr Museum<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bedanke mich bei Gabriele Conrath-Scholl, Thomas Dupke, Claudia F\u00e4hrenkemper, Manuela Fellner-Feldhaus, Tillmann Franzen, Anna Gripp, Marion Scharmann und Kyllikki Zacharias f\u00fcr Informationen und anregende Gespr\u00e4che bei meine Suche nach Industriefotografinnen.<\/p>\n\n\n<p><!-- \/wp:post-content --><\/p>\n<table style=\"height: 291px;\" border=\"0\" width=\"840\">\n<tbody>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#becafa\">&nbsp;<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Stefanie Grebe<\/h4>\n<p>Fotohistorikerin, Fotografin, Dozentin, Kuratorin und seit 2015 Leiterin der Fotografischen Sammlung und des Fotoarchivs im Ruhr Museum, Essen, auf dem Welterbe Zollverein. Forschungsschwerpunkte: Inszenierung von Authentizit\u00e4t in dokumentarischen Fotografien und die Kontextabh\u00e4ngigkeit von Fotografien. Kuratorin diverser Ausstellungen im Ruhr Museum; zuletzt \u201eBeyond Emscher. Fotografische Positionen aus der Gegenwart\u201c und \u201eDie Emscher. Bildgeschichte eines Flusses\u201c (2022\/23); und \u201eWir sind von hier. T\u00fcrkisch-deutsches Leben 1990. Fotografien von Ergun \u00c7a\u011fatay\u201c (2021).<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Auf der Suche nach Industriefotografinnen<span><\/h2>\n<p>Nur selten finden sich im Bereich Industriefotografie in Museen, Archiven und Ver\u00f6ffentlichungen Fotografinnen. Anl\u00e4sslich unserer Ausstellung \u201eFortschritt als Versprechen\u201c begibt sich Stefanie Grebe vom Ruhr Museum Essen auf eine erste Suche nach den Fotografinnen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7190,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[701],"tags":[486,197,1036,2581,2574],"class_list":["post-7165","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kolumne","tag-ausstellung","tag-fotografie","tag-frauen","tag-industrie","tag-industriefotografie"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7165","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7165"}],"version-history":[{"count":9,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7165\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7235,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7165\/revisions\/7235"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7190"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7165"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7165"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7165"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}