
{"id":7288,"date":"2023-04-28T14:44:28","date_gmt":"2023-04-28T12:44:28","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=7288"},"modified":"2023-04-28T14:44:31","modified_gmt":"2023-04-28T12:44:31","slug":"aufmarsch-unter-roten-fahnen","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2023\/04\/28\/aufmarsch-unter-roten-fahnen\/","title":{"rendered":"Aufmarsch unter roten Fahnen"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Aufmarsch unter roten Fahnen&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Berliner Zeughaus als Schauplatz politischer Inszenierung am 1. Mai 1946<\/h2>\n\n\n\n<p>28. April 2023 | Lisa Sophie Gebhard<\/p>\n\n\n\n<p><strong><strong>An der ersten Maidemonstration der Nachkriegszeit in Berlin nahmen, so die positive Bilanz im <em>Neuen Deutschland <\/em>am 3. Mai 1946, \u00fcber 500.000 Menschen teil. Dem Zentralorgan der SED zufolge seien Werkt\u00e4tige aus allen Stadtbezirken zusammengekommen, um in Marschkolonnen zum Berliner Lustgarten zu ziehen. Der Fotograf Abraham Pisarek dokumentierte diese eindrucksvolle Einheitskundgebung, die als solche hochpolitisch war. Sein Foto vom Demonstrationszug, an dessen Spitze der erste Parteivorstand der SED vor dem Berliner Zeughaus aufmarschierte, stellt die Volont\u00e4rin Lisa Sophie Gebhard vor.<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der 1. Mai 1946 sollte ein festlicher Tag in Berlin werden. Nachdem der Alliierte Kontrollrat den Ersten Mai als Feiertag best\u00e4tigt und Maikundgebungen unter Auflage zugelassen hatte, zog es hunderttausende Berlinerinnen und Berliner an diesem Mittwoch ins Zentrum der Hauptstadt.<sup>[1]<\/sup> Bei fr\u00fchlingshaften 20 Grad fand ab 12 Uhr im Lustgarten die offizielle Kundgebung zur Maifeier statt. Auf dem Demonstrationsplatz an der Spree, wo vor 14 Jahren das letzte Mal unter roten Fahnen f\u00fcr sozialistische Werte demonstriert worden war, ehe das NS-Regime den Ersten Mai 1933 zum \u201eTag der nationalen Arbeit\u201c erhoben und f\u00fcr seine Propaganda missbraucht hatte, fanden sich tausende Menschen ein. Sie erwartete eine abwechslungsreiche Sportschau mit Volkst\u00e4nzen und akrobatischen Darbietungen auf Rollschuhen und Rh\u00f6nr\u00e4dern. Auch f\u00fcr das leibliche Wohl war gesorgt: F\u00fcr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maikundgebung standen 100.000 W\u00fcrstchen zur Verf\u00fcgung, die ihnen von \u201eWurstmaxen\u201c<sup>[2]<\/sup> \u2013 f\u00fcr ihre Berliner Derbheit bekannte Wurstverk\u00e4ufer \u2013 gegen Lebensmittelmarken ausgegeben wurden. Gleichzeitig lieferte man kistenweise Milch und Bier zu, w\u00e4hrend ein eigens eingerichtetes mobiles Postamt eine Sonderpostkarte mit Sonderstempeln ausgab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"732\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/PK-2014_1302-Postkarte-mit-Sonderstempel-1024x732.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7295\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/PK-2014_1302-Postkarte-mit-Sonderstempel-1024x732.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/PK-2014_1302-Postkarte-mit-Sonderstempel-300x214.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/PK-2014_1302-Postkarte-mit-Sonderstempel-768x549.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/PK-2014_1302-Postkarte-mit-Sonderstempel.jpg 1173w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Postkarte zum 1. Mai 1946, mit Sonderstempeln, Karl Huth, Rex Studio, Berlin 1946 \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Berliner Lustgarten fand so eine volksfestartige Versammlung der werkt\u00e4tigen Stadtgesellschaft statt, die ein Jahr zuvor noch undenkbar gewesen w\u00e4re. Bis zum 2. Mai 1945 hatten erbitterte K\u00e4mpfe in der Schlacht um Berlin stattgefunden: Stromsperren verdunkelten die Reichshauptstadt, Leichen bedeckten die Stra\u00dfen, Menschen dr\u00e4ngten sich ver\u00e4ngstigt in Kellern. Ein Jahr sp\u00e4ter hatte sich das Leben in der Gro\u00dfstadt, deren Zentrum in weiten Teilen noch in Tr\u00fcmmern lag, allm\u00e4hlich normalisiert. \u201eDie Berliner\u201c, so ein Beobachter im <em>Neuen Deutschland<\/em>, \u201elachen wieder, echt und tief wie ein Mensch, der glaubt und hofft. [\u2026] Man plumpst in keinen Bombentrichter, keine Sirene rei\u00dft einem ein Dreiangel in die verdiente Nachtruhe und nirgends droht eine Luftmine das Dach vom Kopf zu pfl\u00fccken.\u201c<sup>[3]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Ein normaler Alltag wurde von den Menschen ersehnt und \u00fcber die Kleidung gewisserma\u00dfen nach au\u00dfen getragen. So zogen viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Maifeierlichkeiten ihre beste Kleidung an, die ihnen nach dem Krieg geblieben war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"677\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_018_jpg-1-1024x677.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7296\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_018_jpg-1-1024x677.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_018_jpg-1-300x198.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_018_jpg-1-768x508.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_018_jpg-1-1536x1016.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_018_jpg-1.jpg 1607w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Pisarek, Abraham: Mai-Kundgebung von der Trib\u00fcne am Berliner Schloss aus gesehen, Wilhelm Pieck am Rednerpult auf der Trib\u00fcne, 1946.05.01<br> \u00a9 SLUB Dresden \/ Deutsche Fotothek \/ Abraham Pisarek<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der 1. Mai 1946 war allerdings nicht als ein unpolitisches Freudenfest von \u00c4u\u00dferlichkeiten konzipiert. Vielmehr schloss er an die traditionellen Maiaufm\u00e4rsche an, bei denen \u201eHand- und Kopfarbeiter\u201c<sup>[4]<\/sup> seit 1890 weltweit f\u00fcr Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit demonstrieren. Nach den Vorstellungen der kurz zuvor gegr\u00fcndeten Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, der SED, sollte 1946 am internationalen Kampftag der Arbeiterklasse die Wiedergeburt Berlins unter dem Banner der Arbeitereinheit zelebriert werden. Die Vereinigung der beiden Arbeiterparteien KPD und SPD sowie der Zusammenschluss von Einzelgewerkschaften zum Freien Deutschen Gewerkschaftsbund, dem FDGB, galt es als geeinte Arbeiterklasse demonstrativ durch die Hauptstadt zu f\u00fchren. Der F\u00fchrungsanspruch der SED sollte dabei f\u00fcr alle sichtbar werden. So war es der erste Zentralvorstand der Partei, der den Marschkolonnen selbstbewusst voranging, die vom Brandenburger Tor zur Kundgebung in den Lustgarten zogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die f\u00fchrenden SED-Politiker*innen das Berliner Zeughaus passierten, z\u00fcckte der 1901 bei \u0141\u00f3d\u017a geborene Fotograf Abraham Pisarek seine Kamera. Pisarek, der den Zweiten Weltkrieg als einer von nur ca. 1.700 j\u00fcdischen Verfolgten in Berlin \u00fcberlebt hatte, dokumentierte zu dieser Zeit die politischen Umw\u00e4lzungen in der Sowjetischen Besatzungszone und war als Pressefotograf, dessen Aufnahmen sp\u00e4ter im<em> Neuen<\/em> <em>Deutschland<\/em> gedruckt wurden, vor Ort.<sup>[5]<\/sup> Seine Fotoserie vom historischen H\u00e4ndedruck des Kommunisten Wilhelm Pieck und des Sozialdemokraten Otto Grotewohl am 21. April 1946 im Berliner Admiralspalast z\u00e4hlt zu Pisareks bekanntesten Arbeiten. \u00dcber Jahrzehnte fungierte der Handschlag, der den Zusammenschluss zur SED besiegelte, in stilisierter Form vor dem Hintergrund der roten Fahne der Arbeiterbewegung als Parteizeichen der SED.<sup>[6]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"677\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_012_jpg-1024x677.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7293\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_012_jpg-1024x677.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_012_jpg-300x198.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_012_jpg-768x508.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_012_jpg-1536x1016.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/df_pk_0000176_012_jpg.jpg 1607w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Pisarek, Abraham: 1. SED-Parteivorstand vor dem Zeughaus, 1946.05.01 \u00a9 SLUB Dresden \/ Deutsche Fotothek \/ Abraham Pisarek<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Schwarz-Wei\u00df-Foto des Parteivorstands auf der Schlossbr\u00fccke mit dem Ostfl\u00fcgel des Zeughauses im Hintergrund, das wie viele andere Geb\u00e4ude im Stadtzentrum Kriegssch\u00e4den davongetragen hatte, illustriert gleichsam den \u00f6ffentlich inszenierten Herrschaftsanspruch der SED. In einer Reihe geeint zeigt es f\u00fchrende M\u00e4nner und Frauen der Partei \u2013 auch sie alle in festlicher Kleidung \u2013, die erhobenen Hauptes und kraftvollen Schrittes einer besseren Zukunft entgegengehen. Neben Pieck und Grotewohl sind Walter Ulbricht und Hermann Matern zu sehen, die sp\u00e4ter f\u00fchrende Positionen in der DDR bekleideten. Als Vorsitzender des Staats- und Ministerrats der DDR sowie des Nationalen Verteidigungsrates war es letztlich Ulbricht, der die junge Republik pr\u00e4gen sollte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Foto, das in der Deutschen Fotothek archiviert und vom Deutschen Historischen Museum als Abzug verwahrt wird, zeigt auch drei weibliche Mitglieder des Zentralvorstands, darunter die Sozialdemokratin K\u00e4the Kern. Mit Hut und Aktentasche ging die damals 45-J\u00e4hrige sichtlich stolz an der Seite ihres Parteigenossen Otto Grotewohl, dem sie zeitlebens freundschaftlich verbunden blieb. Nachdem sich die f\u00fchrenden M\u00e4nner und Frauen der SED und des FDGB auf der Trib\u00fcne im Lustgarten eingefunden hatten, hielten sie dort politische Reden. Auch Kern wurde als \u201eSprecherin der deutschen Frau\u201c<sup>[7]<\/sup> das Wort erteilt. In ihrer Ansprache rief sie alle Frauen dazu auf, durch eine gleichwertige \u201eWiederaufbauarbeit\u201c<sup>[8]<\/sup> zur eigenen Gleichberechtigung beizutragen. Als SED-Frauensekret\u00e4rin und Co-Vorsitzende des Demokratischen Frauenbunds Deutschlands, dem DFD, gelang es Kern sp\u00e4ter, auf die Gr\u00fcndungsverfassung der DDR Einfluss zu nehmen. Ihre Forderung, Frauen auf allen Gebieten des staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens den M\u00e4nnern gleichzustellen, wurde in Art. 7 der Verfassung von 1949 festgeschrieben. Anders als in der Bundesrepublik erkannte man Frauen in der DDR von Beginn an nicht nur dieselben staatsb\u00fcrgerlichen Rechte zu, sondern garantierte ihre Gleichberechtigung auch im zivilrechtlichen Bereich.<sup>[9]<\/sup>&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Maifeiern von 1946 boten der neugegr\u00fcndeten SED ein geeignetes Forum, um ihren Machtanspruch erstmals volksnah zu demonstrieren. Ihr Ziel war es, eine kollektive Identit\u00e4t zu inszenieren, die es im Festakt dramaturgisch zu beglaubigen galt.<sup>[10]<\/sup> Dass die Gr\u00fcndung der marxistisch-leninistischen Partei kurz zuvor nicht allein unter Zustimmung, sondern auch unter Zwang und T\u00e4uschung erfolgt war, kam an diesem fr\u00fchlingshaften Kampf- und Feiertag nicht zur Sprache.<sup>[11]<\/sup> Stattdessen beschworen politische Reden zur sozialistischen Einheitsidee und hunderte rote Banner mit dem neuen Wahrzeichen der verschlungenen H\u00e4nde eine in Eintracht geeinte Arbeiterklasse. Aufnahmen von dem Gro\u00dfereignis, das mit Verk\u00f6stigungen und sportlichen Unterhaltungsprogrammen in einer durch Mangel gepr\u00e4gten Nachkriegszeit lockte, hielten diesen machtpolitischen Anspruch fest und setzten ihn, wie Pisarek es tat, bildreich in Szene. So wurde auch das kriegsbesch\u00e4digte Berliner Zeughaus \u2013 Sinnbild des besiegten preu\u00dfischen Militarismus \u2013 zur fotogenen Kulisse einer machtpolitischen Inszenierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erste Mai fungierte in sp\u00e4teren Jahrzehnten als ein zentraler politischer Feiertag, an dem sich die DDR als das \u201ebessere Deutschland\u201c pr\u00e4sentierte.<sup>[12]<\/sup> Forderungen nach besseren Arbeits- und Lebensverh\u00e4ltnissen waren auch dort nicht vorgesehen, daf\u00fcr die ritualisierte und \u00f6ffentlich zur Schau gestellte Loyalit\u00e4t des Volkes gegen\u00fcber seiner Staatsf\u00fchrung. Mit welchem Aufgebot diese Loyalit\u00e4t 1946 erstmals einge\u00fcbt wurde, zeigen eindr\u00fccklich Pisareks Fotografien. Als Jude und \u00dcberlebender des Holocaust hatte er gro\u00dfe Hoffnungen in den Aufbau einer antifaschistischen DDR gesetzt, deren politische F\u00fchrung jedoch fr\u00fchzeitig antizionistische Kampagnen lancieren sollte. Pisarek arbeitete sp\u00e4ter als Theaterfotograf in der DDR, 1983 starb er in West-Berlin. K\u00e4the Kern, die frauenbewegte SED-Politikerin in der ersten Reihe des Parteivorstands, wurde als Frau und Sozialdemokratin im Zuge der 1950er Jahre zunehmend auf ministerielle Ausf\u00fchrungsarbeiten von Parteibeschl\u00fcssen beschr\u00e4nkt. Frauenpolitische Themen waren in den Hintergrund getreten, Kern starb 1985 hochbetagt in Ost-Berlin. Der 1. Mai 1946 als zukunftsbejahender \u201eTriumphtag der Einheitsidee\u201c<sup>[13]<\/sup> und des demokratischen Aufbruchs, den Kern und Pisarek in Berlin hoffnungsvoll angef\u00fchrt bzw. mit der Kamera begleitet hatten, lie\u00df diese Entwicklungen noch nicht absehen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>[1] Das am 23. April 1946 erstmals als Lizenzzeitung \u00fcberregional erschienene <em>Neue Deutschland<\/em> berichtete in seiner Ausgabe vom 3. Mai ausf\u00fchrlich \u00fcber die Maifeierlichkeiten in Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p>[2] \u201eLetzte Berliner Neuigkeiten. ,Wurstmaxe\u2018 am 1. Mai\u201c, in: <em>Neues Deutschland. Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands<\/em>, 1. Mai 1946, S. 6.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] \u201eGesichter unter Fahnen. Augenblicksbilder von der gro\u00dfen Mai-Demonstration\u201c, in: ebd., 3. Mai 1946, S. 4.<\/p>\n\n\n\n<p>[4] M.N., \u201eMai-Erkenntnisse\u201c, in: ebd., S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p>[5] Joachim Schl\u00f6r (Hg.), <em>J\u00fcdisches Leben in Berlin 1933\u20131941. Fotografien von Abraham Pisarek<\/em>, Berlin 2012, S. 29.<\/p>\n\n\n\n<p>[6] Siehe hierzu das dazugeh\u00f6rige LeMO-Objekt \u201eFoto H\u00e4ndedruck Pieck \u2013 Grotewohl\u201c, online abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.hdg.de\/lemo\/bestand\/objekt\/foto-haendedruck-pieck-grotewohl.html\">https:\/\/www.hdg.de\/lemo\/bestand\/objekt\/foto-haendedruck-pieck-grotewohl.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[7] \u201eUnter dem Banner der Arbeitereinheit\u201c, in: <em>Neues Deutschland. Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands<\/em>, 3. Mai 1946, S. 1.<\/p>\n\n\n\n<p>[8] Ebd., S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p>[9] Frank Rainer Dietze, <em>Die Verfassung der DDR. Zur verfassungsgeschichtlichen Entwicklung der Deutschen Demokratischen Republik von 1949-1990<\/em>, Hamburg 2018, S. 236. Zur Biografie und Bedeutung K\u00e4the Kerns siehe Rita Pawlowski, \u201eKatharina (K\u00e4the) Kern\u201c, in Renate Genth u.a. (Hg.), <em>Frauenpolitik und politisches Wirken von Frauen im Berlin der Nachkriegszeit 1945\u20131949<\/em>, Berlin 1996, S. 277-279; \u201eGenossin K\u00e4the Kern\u201c (Nachruf), in: <em>Neues Deutschland. Organ des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands<\/em>, 17.4.1985, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p>[10] Monika Gibas\/Rainer Gries, \u201eDie Inszenierung des sozialistischen Deutschland. Geschichte und Dramaturgie der Dezennienfeiern in der DDR\u201c, in: dies. (Hg.), <em>Wiedergeburten. Zur Geschichte der runden Jahrestage der DDR<\/em>, Leipzig 1999, S. 11-40, hier S. 13.<\/p>\n\n\n\n<p>[11] Zur Fr\u00fchgeschichte der SED siehe u.a. Andreas Malycha\/Peter Jochen Winters, <em>Geschichte der SED. Von der Gr\u00fcndung bis zur Linkspartei<\/em>, Bonn 2009.<\/p>\n\n\n\n<p>[12] Die Maifeierlichkeiten im Zeichen des 40. Jahrestags der DDR wurden von der SED-F\u00fchrung 1989 besonders stark vereinnahmt. Siehe \u201eViereinhalbst\u00fcndiger Aufmarsch von \u00fcber 700 000 Berlinern\u201c, in: <em>Neues Deutschland. Organ des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands<\/em>, 2. Mai 1989, S. 1.<\/p>\n\n\n\n<p>[13] M.N., \u201eMai-Erkenntnisse\u201c, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n<p><!-- \/wp:post-content --><\/p>\n<table style=\"height: 291px;\" border=\"0\" width=\"840\">\n<tbody>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<p style=\"text-align: center;\">\n<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7301 size-medium\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lisa_Sophie_Gebhard_01-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lisa_Sophie_Gebhard_01-200x300.jpg 200w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lisa_Sophie_Gebhard_01-683x1024.jpg 683w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lisa_Sophie_Gebhard_01-768x1151.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lisa_Sophie_Gebhard_01-1025x1536.jpg 1025w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lisa_Sophie_Gebhard_01-1366x2048.jpg 1366w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Lisa_Sophie_Gebhard_01-scaled.jpg 1708w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/p>\n<p>Foto: DHM\/Thomas Bruns<\/p>\n<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4>&nbsp;<\/h4>\n<h4>&nbsp;<\/h4>\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Dr. Lisa Sophie Gebhard<\/h4>\n<p>Dr. Lisa Sophie Gebhard ist wissenschaftliche Volont\u00e4rin der Abteilung Sammlung.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Aufmarsch unter roten Fahnen. Das Berliner Zeughaus als Schauplatz politischer Inszenierung am 1. Mai 1946<span><\/h2>\n<p>An der ersten Maidemonstration der Nachkriegszeit in Berlin nahmen, so die positive Bilanz im Neuen Deutschland am 3. Mai 1946, \u00fcber 500.000 Menschen teil. Dem Zentralorgan der SED zufolge seien Werkt\u00e4tige aus allen Stadtbezirken zusammengekommen, um in Marschkolonnen zum Berliner Lustgarten zu ziehen. Der Fotograf Abraham Pisarek dokumentierte diese eindrucksvolle Einheitskundgebung, die als solche hochpolitisch war. 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