
{"id":7317,"date":"2023-05-10T09:33:13","date_gmt":"2023-05-10T07:33:13","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=7317"},"modified":"2023-05-10T09:33:16","modified_gmt":"2023-05-10T07:33:16","slug":"den-flammen-uebergeben","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2023\/05\/10\/den-flammen-uebergeben\/","title":{"rendered":"Den Flammen \u00fcbergeben"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Den Flammen \u00fcbergeben<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zum 90. Jahrestag der deutschlandweiten B\u00fccherverbrennungen am 10. Mai 1933<\/h2>\n\n\n\n<p>Charlotte Lenz | 10. Mai 2023<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Jahr 2023 j\u00e4hren sich zum neunzigsten Mal die von der deutschen Studentenschaft organisierten, deutschlandweiten B\u00fccherverbrennungen am 10. Mai 1933. Die Werke von unz\u00e4hligen Schriftstellerinnen und Schriftstellern wurden dabei aus fanatisch-ideologischen Gr\u00fcnden unwiederbringlich vernichtet. Charlotte Lenz, Mitarbeiterin der <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/sammlung\/bibliothek\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.dhm.de\/sammlung\/bibliothek\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DHM-Bibliothek<\/a>, berichtet zum Gedenken und zur Mahnung \u00fcber die Hintergr\u00fcnde und Folgen dieser rechtswidrigen Aktionen \u2013 auch aus Sicht von Bibliotheken und deren Angestellten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir befinden uns im Jahr 1933. Genauer gesagt, in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai. Seit etwa 21.30 Uhr regnet es in Str\u00f6men auf dem Berliner Opernplatz. Und dennoch gibt es etwas zu sehen: acht gro\u00dfe B\u00fccherberge, die unter Mitarbeit einer Firma f\u00fcr Pyrotechnik stundenlang am Brennen gehalten werden. Ununterbrochen wird das Feuer nicht nur mit Holzscheiten, sondern vor allem mit B\u00fcchern weiter gef\u00fcttert. Tausende Menschen beobachten hier eines der bedeutsamsten und \u00f6ffentlichkeitswirksamsten Ereignisse zu Beginn des deutschen Nationalsozialismus. Tausende bekannte und unbekannte Werke der unterschiedlichsten Autorinnen und Autoren werden hier gerade vernichtet.<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Aber nicht nur in Berlin ist ein solches Schauspiel zu beobachten. In \u00fcber zwanzig weiteren deutschen St\u00e4dten werden parallel <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/etablierung-der-ns-herrschaft\/buecherverbrennung.html\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/etablierung-der-ns-herrschaft\/buecherverbrennung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">B\u00fccher \u00f6ffentlich verbrannt<\/a>. Ebenso sind weitere, wenn auch weniger aufsehenerregende B\u00fccherverbrennungen zwischen April und Juni 1933 in Deutschland dokumentiert. W\u00e4hrend die meisten Anwesenden gebannt zusehen, wie die verbotenen B\u00fccher mit feierlichen Spr\u00fcchen den Flammen \u00fcbergeben werden, stehen auch einige da und fragen sich fassungslos, wie es zu diesem Spektakel \u00fcberhaupt kommen konnte. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7322\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-1024x682.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-300x200.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-768x512.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-1536x1024.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> B\u00fccherverbrennung auf dem Opernplatz (heute Bebelplatz), Berlin, 10. Mai 1933 \u00a9 DHM, Fotografische Sammlung, ohne Inv.Nr <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nahezu zeitgleich mit der Macht\u00fcbertragung auf Adolf Hitler Ende Januar 1933 startete auch die rechtsextremistische Einflussnahme in allen Bereiche des politischen und gesellschaftlichen Lebens. So auch in die deutsche Kultur- und Literaturpolitik, die das Ziel verfolgte, das \u00f6ffentliche Leben im Sinne des Nationalsozialismus politisch zu entgiften und das deutsche Volk moralisch zu <em>sanieren<\/em>.<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> B\u00fccher sollten fortan als Hilfsmittel f\u00fcr Propaganda und zur politischen Erziehung dienen. Weitere Ma\u00dfnahmen sahen vor, die Werke von j\u00fcdischen und politisch unerw\u00fcnschten Schriftstellerinnen und Schriftstellern in Buchhandlungen und Bibliotheken auszusondern und neu ver\u00f6ffentlichte Publikationen vor ihrem Erscheinen einer harten Zensur zu unterziehen. F\u00fcr die <em>S\u00e4uberung <\/em>der verschiedensten Kulturbetriebe, darunter neben Bibliotheken auch Museumssammlungen, wurden die sogenannten <em>Schwarzen Listen <\/em>angefertigt, die alles nun verbotene Schrifttum auff\u00fchrten. Interessanterweise sind anfangs prim\u00e4r engagierte Bibliothekare, wie Wolfgang Herrmann, Max Wieser und Hans Engelhardt an der Erstellung dieser Listen beteiligt, mit denen zun\u00e4chst nur eine Benutzungssperre der indexierten B\u00fccher empfohlen wurde. Ab 1935 bekommen diese Verzeichnisse die amtliche Bezeichnung <em>Liste des sch\u00e4dlichen und unerw\u00fcnschten Schrifttums<\/em> und werden von offizieller Stelle \u2013 der Reichsschrifttumskammer \u2013 einmal j\u00e4hrlich herausgegeben. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"767\" height=\"1024\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-767x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7323\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-767x1024.jpg 767w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-225x300.jpg 225w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-768x1025.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-1151x1536.jpg 1151w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-1535x2048.jpg 1535w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-scaled.jpg 1919w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px\" \/><figcaption><em>Liste 1 des sch\u00e4dlichen und unerw\u00fcnschten Schrifttums<\/em> vom 25. April 1935 \u00a9 DHM, Bibliothek, Inv.Nr. Z 7898 -1.1935<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In 2008 ver\u00f6ffentlichten Untersuchungsergebnissen zu den <em>Phasen und Akteuren der B\u00fccherverbrennungen 1933 <\/em>werden die <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/ns-organisationen\/hitler-jugend.html\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/ns-organisationen\/hitler-jugend.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hitlerjugend<\/a> und die deutsche Studentenschaft als Hauptinitiatoren und -organisatoren der B\u00fccherverbrennungen genannt.<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Letztere planten auf Grundlage von Wolfgang Hermanns erstem Verzeichnis die B\u00fccherverbrennungen am 10. Mai. Dieses fertigte er aus reiner Eigeninitiative heraus und in vollst\u00e4ndiger \u00dcberzeugung des nationalsozialistischen Weltbildes zu Beginn des Jahres 1933 an.<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Die Vorbereitungen zu dem H\u00f6hepunkt der <em>Aktion wider den undeutschen Geist <\/em>begannen bereits Anfang April, als in einem Rundschreiben des Hauptamtes f\u00fcr Presse und Propaganda der Deutschen Studentenschaft eine Aktion zwischen dem 12. April und dem 10. Mai 1933 angek\u00fcndigt wurde. Selbst als darin jeder einzelne Studierende dazu aufgefordert wurde, die eigenen Buchbest\u00e4nde und die von Verwandten und befreundeten Bekannten auf regimefeindliche Literatur hin zu \u00fcberpr\u00fcfen, sich an der S\u00e4uberung von \u00f6ffentlichen Bibliotheken im Hinblick auf indexierte Werke zu beteiligen sowie sich generell bei Aufkl\u00e4rungsaktionen zu engagieren<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a>, ahnte wohl nur eine Minderheit wirklich, welches Ausma\u00df die Zensur haben und was mit den beschlagnahmten B\u00fcchern geschehen w\u00fcrde. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"743\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-3-1024x743.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7324\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-3-1024x743.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-3-300x218.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-3-768x557.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-3-1536x1114.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-3.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Sammeln von beschlagnahmten B\u00fcchern auf einem Wagen auf dem Weg zu B\u00fccherverbrennung, Berlin, 10. Mai 1933 \u00a9 DHM, Fotografische Sammlung, Inv.Nr. F 52\/3407 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Schriftstellerinnen oder Schriftsteller mussten nicht sehr viel tun, um selbst oder die eigenen Werke in den Fokus der Nationalsozialisten und damit auf die <em>Schwarzen Listen<\/em> zu gelangen. Zensiert wurden alle Publikationen, bei denen auch nur vermutet wurde, dass sie politischen Verrat und\/oder moralischen Verfall zum Inhalt hatten, oder weil sie einfach j\u00fcdischen Ursprungs waren. Sogar die B\u00fccher von bereits verstorbenen Autorinnen und Autoren wurden verzeichnet. Zu den tausenden von verbrannten B\u00e4nden vom 10. Mai 1933 \u2013 auch auf dem Berliner Opernplatz \u2013 geh\u00f6rten u.a. die Ver\u00f6ffentlichungen von Arthur Schnitzler, Joachim Ringelnatz, Klaus und Heinrich Mann, Karl Marx, Kurt Tucholsky, Erich K\u00e4stner und Anna Seghers.<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche Bibliotheken und deren Angestellte hatten in der NS-Zeit offensichtlich einen gro\u00dfen Anteil daran, die von den Studierenden organisierte Operation zu unterst\u00fctzen. Sie beteiligten sich nicht nur an der Zusammenstellung der zu verbietenden Werke, sondern lie\u00dfen zumindest in \u00f6ffentlichen Bibliothekssammlungen auch zu, dass diese aus ihren Best\u00e4nden ausgesondert wurden. Neben dem bewussten Teilen der nationalsozialistischen Ideologie mag auch der Umstand, dass das ganze deutsche Bibliothekswesen unter parteipolitischer Aufsicht stand<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a>, ein Grund f\u00fcr die Kooperationsbereitschaft gewesen sein. Viele Bibliotheken profitierten dar\u00fcber hinaus von der Beschlagnahmung von \u00f6ffentlichen oder privater B\u00fcchersammlungen, die im Zuge von Arisierungskampagnen durchgef\u00fchrt wurden, indem die widerrechtlich enteigneten B\u00fccher in ihre eigenen Best\u00e4nde \u00fcbergingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch war es den Anh\u00e4ngern und Anh\u00e4ngerinnen der deutschen Studentenschaft unm\u00f6glich, an alle Exemplare der indexierten B\u00fccher zu gelangen und diese zu vernichten. Eine vom \u201ePreu\u00dfischen Minister f\u00fcr Wirtschaft, Kunst und Volksbildung\u201c ausgehende Verordnung f\u00fcr wissenschaftliche Bibliotheken sah vor, dass eine \u201eBeschlagnahmung\u201c und Vernichtung \u201ej\u00fcdischer und marxistischer Literatur f\u00fcr die wissenschaftlichen Bibliotheken\u201c<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> g\u00e4nzlich au\u00dfer Frage stand. Lediglich deren Benutzung wurde auf Benutzerinnen und Benutzer mit eindeutig wissenschaftlichem Interesse beschr\u00e4nkt. Sich an diese Verordnung haltend, erm\u00f6glichte mutigen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren wichtige und sowohl damals als auch heute als bedeutend angesehene Werke hinter dicken Mauern vor der Vernichtung gesch\u00fctzt zu bewahren. Die gew\u00e4hrt uns heute die Gelegenheit, diese f\u00fcr das Feuer vorgesehenen B\u00fccher in den H\u00e4nden zu halten. Bereits seit mehreren Jahren beteiligen sich unz\u00e4hlige Einrichtungen an einer aktiven Provenienzforschung, um B\u00fccher, die in einem zweifelhaften Zugangskontext stehen, zu identifizieren und ggf. durch Restitutionen an die Nachkommen der Vorbesitzer zumindest einigen Schaden wieder gut zu machen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-4-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7325\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-4-1024x768.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-4-300x225.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-4-768x576.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-4-1536x1152.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-4.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>B\u00fccherregal mit in 1933 zensierten Werken aus der DHM-Bibliothek \u00a9 DHM, Sebastian Ahlers<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Gedenken an den 90. Jahrestag der B\u00fccherverbrennungen vom 10. Mai 1933 und weil die Buchzensur auch heute immer noch ein aktuelles Thema ist, werden in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dhm.de\/sammlung\/bibliothek\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.dhm.de\/sammlung\/bibliothek\/\" target=\"_blank\">DHM-Bibliothek<\/a> im Zuge einer kleinen Vitrinenausstellung noch bis August 2023 einige der bekanntesten Werke, die vor dem Feuer gerettet werden konnten ausgestellt. Zug\u00e4nglich in den regul\u00e4ren \u00d6ffnungszeiten Mo \u2013 Fr 9.00-15.00 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Verweise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Vgl. Weidermann, Volker: Das Buch der verbrannten B\u00fccher, 2. Auflage, 2009, S.12<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Vgl. Koch, Christiane: Das Bibliothekswesen im Nationalsozialismus, Stuttgart: Hochschule f\u00fcr Medien, 2022, S. 7<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Tress, Werner: Phasen und Akteure der B\u00fccherverbrennungen 1933<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp; In: Schoeps, Julius H. \/ Tre\u00df, Werner: Orte der B\u00fccherverbrennungen in Deutschland 1933, S. 25<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Herrmann_(Bibliothekar)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Herrmann_(Bibliothekar)<\/a> Letzter Zugriff: 07.03.2023<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl. Koch, Christiane: Das Bibliothekswesen im Nationalsozialismus, Stuttgart: Hochschule f\u00fcr Medien, 2022, S. 26<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Vgl. ebd. S. 11<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Ebd. S. 63<\/p>\n\n\n<table style=\"height: 291px;\" border=\"0\" width=\"840\">\n<tbody>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<p style=\"text-align: center;\">\n<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7328 size-medium\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Lenz_small-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Lenz_small-200x300.jpg 200w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Lenz_small-683x1024.jpg 683w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Lenz_small-768x1152.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Lenz_small.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/p>\n<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4>&nbsp;<\/h4>\n<h4>&nbsp;<\/h4>\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Charlotte Lenz<\/h4>\n<p>Charlotte Lenz ist stellvertretende Leiterin der Bibliothek des Deutschen Historischen Museums<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Den Flammen \u00fcbergeben. Zum 90. Jahrestag der deutschlandweiten B\u00fccherverbrennungen am 10. Mai 1933<span><\/h2>\n<p>Im Jahr 2023 j\u00e4hren sich zum neunzigsten Mal die von der deutschen Studentenschaft organisierten, deutschlandweiten B\u00fccherverbrennungen am 10. Mai 1933. Die Werke von unz\u00e4hligen Schriftstellerinnen und Schriftstellern wurden dabei aus fanatisch-ideologischen Gr\u00fcnden unwiederbringlich vernichtet. Charlotte Lenz, Mitarbeiterin der DHM-Bibliothek, berichtet zum Gedenken und zur Mahnung \u00fcber die Hintergr\u00fcnde und Folgen dieser rechtswidrigen Aktionen \u2013 auch aus Sicht von Bibliotheken und deren Angestellten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7318,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[180,2599,543,1223],"class_list":["post-7317","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-inside-dhm","tag-bibliothek","tag-buecher","tag-ns-zeit","tag-zensur"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7317"}],"version-history":[{"count":5,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7317\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7336,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7317\/revisions\/7336"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7318"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}