
{"id":7786,"date":"2023-10-18T10:23:58","date_gmt":"2023-10-18T08:23:58","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=7786"},"modified":"2024-05-15T17:14:29","modified_gmt":"2024-05-15T15:14:29","slug":"coco-de-mer-eine-nuss-in-der-museumssammlung","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2023\/10\/18\/coco-de-mer-eine-nuss-in-der-museumssammlung\/","title":{"rendered":"Coco de mer \u2014 eine Nuss in der Museumssammlung"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Coco de mer \u2013 eine Nuss in der Museumssammlung<\/h1>\n\n\n\n<p>Dr. Wolfgang Cortjaens | 18. Oktober 2023<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Blick in die <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/sammlung\/unsere-sammlung\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.dhm.de\/sammlung\/unsere-sammlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sammlungen<\/a> des Deutschen Historischen Museums zeigt die gro\u00dfe Vielfalt an Objekten, die in Bezug zu verschiedenen Epochen und Themen deutscher Geschichte stehen. Sie erz\u00e4hlen Geschichten von zur\u00fcckliegenden oder aktuellen Lebenswelten, von ber\u00fchmten und eher unbekannten Personen und Ereignissen. In unserer neuen Blogserie <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/blog\/tag\/umweltsammeln\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.dhm.de\/blog\/tag\/umweltsammeln\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">#Umweltsammeln<\/a> stellen wir die Vielfalt der Sammlungsobjekte zum Themenfeld \u201eUmwelt\u201c vor. Dabei er\u00f6ffnen Sammlungsleiter*innen neue Perspektiven auf historische Objekte und oftmals erstaunliche Parallelen zu heutigen Themen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Wolfgang Cortjaens, Sammlungsleiter Angewandte Kunst, beleuchtet den Wandel der Perspektiven auf ein eigent\u00fcmliches, neugierig machendes Sammlungsobjekt: Die Seychellen-Nuss war und ist nicht nur ein begehrtes Handelsgut, sondern wurde im Lauf der Jahrhunderte mit unterschiedlichsten Bedeutungen aufgeladen. Als museales Exponat er\u00f6ffnet sie gleich mehrere Perspektiven auf ein nat\u00fcrliches Produkt und seine historische Kontextualisierung. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Sammlung Angewandte Kunst befindet sich ein entlang der Einschn\u00fcrung aufges\u00e4gtes, entleertes und wieder zusammengeklebtes Samengeh\u00e4use von betr\u00e4chtlichem Umfang<strong>. <\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"749\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/KG_2001_115_kleiner-fuer-Web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7787\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/KG_2001_115_kleiner-fuer-Web.jpg 1000w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/KG_2001_115_kleiner-fuer-Web-300x225.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/KG_2001_115_kleiner-fuer-Web-768x575.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><br>Seychellen-Nuss (Coco de mer), Berlin, Deutsches Historisches Museum \/ Foto: Sebastian Ahlers <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im Spalt zwischen den beiden W\u00fclsten sitzt ein B\u00fcschel Fasern, dem Kokosbast \u00e4hnlich. Bei dem auf den ersten Blick befremdlichen Objekt handelt sich um eine so genannte Seychellen-Nuss, genauer: um das zweilappige Geh\u00e4use der Frucht der Seychellenpalme (bot. <em>Lodoicea maldivica<\/em>). Diese kann teilweise eine Gr\u00f6\u00dfe von bis zu 50 cm erreichen und ist die gr\u00f6\u00dfte Kokosnuss der Welt. Sie w\u00e4chst einzig auf den zur Inselgruppe der Seychellen geh\u00f6renden Inseln Praslin, Curieuse und Silhouette im Indischen Ozean. Die erste schriftliche Erw\u00e4hnung der Pflanze verdankt sich dem italienischen Entdeckungsreisenden Antonio Pigafetta (um 1480\u20131534), dem Chronisten der ersten Erdumsegelung durch den Portugiesen Ferdinand Magellan (1519-22). Pigafetta berichtet darin von schwimmenden N\u00fcssen, die an einem m\u00e4chtigen Baum auf dem Meeresboden w\u00fcchsen. <sup>i <\/sup>Tats\u00e4chlich waren die von ihm und sp\u00e4ter auch anderen Seereisenden gesichteten Exemplare von der Str\u00f6mung abgetrieben und an die weit entfernten K\u00fcsten Indiens, Sri Lankas S\u00fcdafrikas und der Malediven gesp\u00fclt worden. Die erste botanische Bestimmung der Frucht erfolgte 1563 durch den portugiesischen Mediziner Garcia de Orta als <em>Coco das Maldivas<\/em>, doch blieb der tats\u00e4chliche Herkunftsort bis ins 18. Jahrhundert hinein unbekannt, was ihren Mythos noch befeuerte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>Coco de mer<\/em> war seit Beginn des indischen Seehandels ein so begehrtes wie kostbares Handelsobjekt. Die ungew\u00f6hnliche Gr\u00f6\u00dfe und die erotische Assoziationen weckende Form des Samengeh\u00e4uses \u2013 die beiden H\u00e4lften erinnern je nach Wuchs, Blickwinkel und nicht zuletzt der Sichtweise der betrachtenden Person an m\u00e4nnliche Hoden, eine Vulva oder ein wohlgeformtes Hinterteil \u2013 trug ihr im pazifischen Raum bald den Ruf eines Aphrodisiakum ein; auch galt sie als Medizin gegen diverse Gebrechen. Im Europa der Fr\u00fchen Neuzeit war die Seychellen-Nuss ein begehrtes Objekt f\u00fcrstlicher Kunst- und Naturalienkabinette. In diesen nur einem illustren Kreis ausgew\u00e4hlter Besucher zug\u00e4nglichen Schausammlungen verband sich Sammelleidenschaft, die Vorliebe f\u00fcr einheimische und exotische Pflanzen, Samen, Wurzeln und Fossilien, f\u00fcr Metalle, Edelsteine und k\u00fcnstlerisch gestaltete Artefakte aus kostbaren und seltenen Materialien mit der Visualisierung des damaligen Weltbildes. Alle Objekte wurden einem idealen Ordnungsprinzip unterworfen, das eine m\u00f6glichst umfassende Ordnung der sichtbaren Welt anstrebte.<sup>ii<\/sup> Dieser Gedanke setzte sich im Zeitalter der Aufkl\u00e4rung fort, welches formal das Konzept der Naturalienkabinette \u00fcbernahm, diese nun aber gezielt als Instrument der Bildung und (religi\u00f6sen) Erziehung einsetze. Den frommen Zeitgenossen galten sie als \u201eSchatzkammern der Wunder des grossen Gottes\u201c.<sup>iii<\/sup> Das bedeutendste und einzige in situ erhaltene Beispiel einer dergestalt thematisch geordneten Lehrsammlung ist die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"663\" height=\"1024\" data-id=\"7788\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Doppelnuss_Goeltz-663x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7788\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Doppelnuss_Goeltz-663x1024.jpg 663w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Doppelnuss_Goeltz-194x300.jpg 194w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Doppelnuss_Goeltz-768x1185.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Doppelnuss_Goeltz-995x1536.jpg 995w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Doppelnuss_Goeltz.jpg 1319w\" sizes=\"auto, (max-width: 663px) 100vw, 663px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">65<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"7789\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Wunderkammer_Thomas-Meinicke_2013_klein-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7789\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Wunderkammer_Thomas-Meinicke_2013_klein-1024x683.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Wunderkammer_Thomas-Meinicke_2013_klein-300x200.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Wunderkammer_Thomas-Meinicke_2013_klein-768x513.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Wunderkammer_Thomas-Meinicke_2013_klein.jpg 1347w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Doppelnuss: Klaus G\u00f6ltz, Halle, Pflanzenschrank mit Seychellennu\u00df, Klaus G\u00f6ltz, Halle (links im Bild);<br>Blick in die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen im ehemaligen Schafsaal des Waisenhauses, Gesamtansicht: Thomas Meinicke, Leipzig<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hier wurden die Modelle, Pr\u00e4parate, Mineralien und Kuriosa den Sch\u00fclern als Schaust\u00fccke im Unterricht vorgelegt; auch der interessierten \u00d6ffentlichkeit stand das Kabinett zur Besichtigung offen. Durch immer neu hinzukommende Funde, unter anderem durch Einsendungen der pietistischen Missionare, die im Rahmen der Hallesch-D\u00e4nischen Mission im s\u00fcdindischen Tharangambadi (vormals Tranquebar) die erste protestantische Mission \u00fcberhaupt errichtet hatten, wuchs die Sammlung stetig an. 1741 umfasste sie 4.700 Objekte, darunter auch ein stattliches Exemplar einer Coco de mer<sup>.iv<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Als im 18. Jahrhundert der franz\u00f6sische Seefahrer Marc-Joseph Marion Dufresne (1724\u20131772) im Indischen Ozean den wahren Herkunftsort der <em>Coco de mer<\/em> entdeckte und wenige Jahre sp\u00e4ter der Botaniker und Forschungsreisende Pierre Sonnerat (1748\u20131814) der Frucht das erste Kapitel seines Werkes <em>Voyage \u00e0 la Nouvelle Guin\u00e9e<\/em> (1776) widmete,<sup>v<\/sup> setzte bald eine Ausbeutungswelle ein, an deren Ende die Pflanze nur knapp der Ausrottung entging. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"736\" height=\"1000\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/voyagelanouvel00sonn_0010_kleiner-fuer-Web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7790\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/voyagelanouvel00sonn_0010_kleiner-fuer-Web.jpg 736w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/voyagelanouvel00sonn_0010_kleiner-fuer-Web-221x300.jpg 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 736px) 100vw, 736px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Frontispitz zu Sonnerat 1776. Digitalisat vgl. <a href=\"https:\/\/www.biodiversitylibrary.org\/item\/48721#page\/10\/mode\/1up\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.biodiversitylibrary.org\/item\/48721#page\/10\/mode\/1up<\/a> (Zugriff 25.09.2023)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Heute z\u00e4hlt sie zu den von der UICN (Union internationale pour la conservation de la nature) als stark gef\u00e4hrdet eingestuften Pflanzenarten; ein Grund daf\u00fcr ist ihr langsames Wachstum, die Reifezeit betr\u00e4gt etwa 30 Jahre. Ihre Ausfuhr ist daher durch die Regierung der Republik Seychellen streng reglementiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kunsthandel erscheinen \u00e4ltere Exemplare der Seychellen-Nuss bisweilen als kostbar eingefasste oder zum Luxusgut verfremdete Kuriosit\u00e4t; zumeist handelt es sich dabei um kunstgewerbliche Erzeugnisse des 18. bis fr\u00fchen 20. Jahrhunderts, z. B. eine aufklappbare Schatulle mit silberner Schlie\u00dfe. In naturhistorischen und botanischen Sammlungen sind die Fr\u00fcchte zur besseren Handhabung oder Ausstellbarkeit oft auf St\u00e4nder montiert oder mit Halterungen versehen, vgl. das Exemplar des National Museum of World Cultures (vormals Tropenmuseum, Amsterdam).<sup>vi<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Alter und Herkunft des Exemplars im Deutschen Historischen Museum, das 2001 wohl mit Blick auf die Einrichtung einer \u201eKunst- und Wunderkammer\u201c in der alten Dauerausstellung des DHM zusammen mit anderen kunstgewerblichen Gegenst\u00e4nden in einer Varia-Auktion erworben wurde, konnten bisher nicht ermittelt werden. Seine k\u00fcnftige Pr\u00e4sentation in Ausstellungen wird kaum losgel\u00f6st von den aktuellen Debatten um den Umgang mit nat\u00fcrlichen Ressourcen zu denken sein und, mit Blick auf die auch ohne Kenntnis der individuellen Objektgeschichte inh\u00e4renten kolonialen Implikationen, insbesondere den globalgeschichtlichen Aspekten Rechnung tragen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><sup>i<\/sup> Eine gek\u00fcrzte Druckfassung von Pigafettas Manuskript erschien erstmals um 1525 in franz\u00f6sischer Sprache. [<a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/levoyageetnauiga00piga\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/archive.org\/details\/levoyageetnauiga00piga<\/a>, 2023-09-25]. Die 1536 gedruckte erste italienische \u00dcbersetzung fand wiederum Eingang in den ersten Band von Giovan Battista Ramusios Sammlung von Reiseberichten (<em>Della navigationi et viaggi<\/em>, Venedig 1550).<\/p>\n\n\n\n<p><sup>ii<\/sup> Vgl. Horst Bredekamp, <em>Antikensehnsucht und Maschinenglauben, Die Geschichte der Wunderkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte<\/em>, (Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek, 41), Berlin 1993. F\u00fcr eine \u00dcbersicht vgl. Gabriele Be\u00dfler, Kunst- und Wunderkammern, in: <em>Europ\u00e4ische Geschichte Online (EGO)<\/em>, hg. vom Leibniz-Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Geschichte (IEG), Mainz 2015-07-09. URL: <a href=\"http:\/\/www.ieg-ego.eu\/besslerg-2015-de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.ieg-ego.eu\/besslerg-2015-de<\/a> URN: <a href=\"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:0159-2015070810\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">urn:nbn:de:0159-2015070810<\/a> [2023-09-25].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>iii<\/sup> Johann David K\u00f6hler, <em>Anleitung f\u00fcr reisende Gelehrte, Bibliothecken, M\u00fcnz-Cabinette, Antiquit\u00e4ten-Zimmer, Bilder-S\u00e4le, Naturalien- und Kunst-Cammern u.d.m. mit Nutzen zu besehen<\/em>, Frankfurt\/Leipzig 1762, S. 216 <a href=\"https:\/\/germanhistory-intersections.org\/de\/wissen-und-bildung\/ghis:document-138\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/germanhistory-intersections.org\/de\/wissen-und-bildung\/ghis:document-138<\/a> [2023-09-25].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>iv<\/sup> F\u00fcr die Konzeption der Wunderkammer zeichnete der Universalgelehrte, Maler und Kupferstecher Gottfried August Gr\u00fcndler (1710\u20131775) verantwortlich, aus seiner Feder stammt auch der handschriftliche Katalog der Kunst- und Naturalienkammer zu Halle (1741). Vgl. Thomas M\u00fcller-Bahlke, <em>Die Wunderkammer: Die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen zu Halle (Saale)<\/em>, Halle: Verlag der Franckeschen Stiftungen, 1998.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>v<\/sup> Vgl. Pierre Sonnerat, <em>Voyage \u00e0 la Nouvelle Guin\u00e9e, dans lequel on trouve la description des lieux, des observations physiques &amp; morales, &amp; des d\u00e9tails relatifs \u00e0 l&#8217;histoire naturelle dans le regne animal &amp; le regne v\u00e9g\u00e9tal. Enrichi de cent vingt figures en taille douce<\/em>, Paris 1776. Bereits ein Jahr sp\u00e4ter erschien in Leipzig die erste \u00dcbersetzung ins Deutsche: <a href=\"https:\/\/www.digitale-sammlungen.de\/de\/view\/bsb10469721?page=7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.digitale-sammlungen.de\/de\/view\/bsb10469721?page=7<\/a> [2023-09-25].<\/p>\n\n\n\n<p><sup>vi<\/sup> Afrikaans, vor 1927, Inv.-Nr. TM-400-189. Permalink: https:\/\/hdl.handle.net\/20.500.11840\/126960<\/p>\n\n\n<table style=\"height: 291px;\" border=\"0\" width=\"840\">\n<tbody>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7795 size-medium\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Wolfgang_Cortjaens01_klein-fuer-Web-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Wolfgang_Cortjaens01_klein-fuer-Web-200x300.jpg 200w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Wolfgang_Cortjaens01_klein-fuer-Web.jpg 667w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/p>\n<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Dr. Wolfgang Cortjaens<\/h4>\n<p>Wolfgang Cortjaens ist Leiter der Sammlung Angewandte Kunst und Grafik am Deutschen Historischen Museum.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Coco de mer \u2013 eine Nuss in der Museumssammlung<span><\/h2>\n<p>Ein Blick in die Sammlungen des Deutschen Historischen Museums zeigt die gro\u00dfe Vielfalt an Objekten, die in Bezug zu verschiedenen Epochen und Themen deutscher Geschichte stehen. Sie erz\u00e4hlen Geschichten von zur\u00fcckliegenden oder aktuellen Lebenswelten, von ber\u00fchmten und eher unbekannten Personen und Ereignissen. In unserer neuen Blogserie #Umweltsammeln stellen wir die Vielfalt der Sammlungsobjekte zum Themenfeld \u201eUmwelt\u201c vor. Dabei er\u00f6ffnen Sammlungsleiter*innen neue Perspektiven auf historische Objekte und oftmals erstaunliche Parallelen zu heutigen Themen. Dr. Wolfgang Cortjaens, Sammlungsleiter Angewandte Kunst, beleuchtet den Wandel der Perspektiven auf ein eigent\u00fcmliches, neugierig machendes Sammlungsobjekt: Die Seychellen-Nuss war und ist nicht nur ein begehrtes Handelsgut, sondern wurde im Lauf der Jahrhunderte mit unterschiedlichsten Bedeutungen aufgeladen. 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