
{"id":7930,"date":"2023-11-22T13:31:02","date_gmt":"2023-11-22T12:31:02","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=7930"},"modified":"2023-11-22T13:31:04","modified_gmt":"2023-11-22T12:31:04","slug":"1-200-unterschriften-und-ein-radpanzer-hinter-der-ddr-botschaft","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2023\/11\/22\/1-200-unterschriften-und-ein-radpanzer-hinter-der-ddr-botschaft\/","title":{"rendered":"1.200 Unterschriften und ein Radpanzer hinter der DDR-Botschaft"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">1.200 Unterschriften und ein Radpanzer hinter der DDR-Botschaft<\/h1>\n\n\n\n<p>Rolf Brockschmidt | 22. November 2023<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Als <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/wolf-biermann-ein-lyriker-und-liedermacher-in-deutschland\/\">Wolf Biermann<\/a> im November 1976 aus der DDR ausgeb\u00fcrgert wurde, studierte Rolf Brockschmidt an der Utrechter Universit\u00e4t in den Niederlanden. Auch hier sorgte die Ausweisung f\u00fcr Emp\u00f6rung. Spontan gr\u00fcndeten Germanistikstudenten das Komitee \u201eBiermann blijft DDR-Staatsburger\u201c, an dem sich auch Brockschmidt beteiligte. \u00dcber ihr Engagement und den Versuch der DDR-Botschaft eine Petition gegen die Ausb\u00fcrgerung zu \u00fcberreichen, schreibt Rolf Brockschmidt im DHM-Blog.<\/strong> <strong> <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><p>Biermann ist ausgeb\u00fcrgert! Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Krisensitzung unterm Dach des Instituts f\u00fcr Germanistik der Rijksuniversiteit te Utrecht. Gregor Laschen, Dozent und Dichter, versammelte eine Handvoll seiner Studenten und mich als Gaststudent in seinem Zimmer. Er rief in unserer Anwesenheit den B\u00fcrgerrechtler Robert Havemann an. Der lehnte sich in Ost-Berlin aus dem Fenster und berichtete, dass vor Biermanns Haus Volkspolizei stehe. Wir hatten das Gef\u00fchl, in diesem historischen Moment live dabei zu sein. Auf Laschens Initiative gr\u00fcndeten seine Studenten spontan das Komitee \u201eBiermann blijft DDR-Staatsburger\u201c (\u201eBiermann bleibt DDR-Staatsb\u00fcrger\u201c), bei dem ich mitarbeitete. Ich war 1976 an die Utrechter Universit\u00e4t gekommen, um hier f\u00fcr ein Jahr Niederlandistik und Germanistik zu studieren.<\/p>\n\n<p>Gregor Laschen war gut vernetzt, gerade hatte er mit seinen Kontakten einer Gruppe von Studenten geholfen, eine 2. Auflage einer Anthologie deutschsprachiger Literatur mit bisher unver\u00f6ffentlichten Texten herauszugeben. Biermann war mit seinem Gedicht \u201eBallade vom preu\u00dfischen Ikarus\u201c in der ersten Auflage (Mai 1976) darin bereits vertreten. Das Lied hatte er auf dem legend\u00e4ren Konzert in K\u00f6ln am 13. November 1976 gesungen, kurz bevor er ausgeb\u00fcrgert wurde.<\/p>\n\n<p>Die Emp\u00f6rung unter niederl\u00e4ndischen Intellektuellen war gro\u00df, lieb\u00e4ugelten doch manche von ihnen wie Biermann selbst mit der seit 1975 aufkommenden Idee des Eurokommunismus, der einen Weg jenseits des Staatskommunismus der Sowjetunion in der Demokratie finden wollte. Der DDR war diese Idee mehr als suspekt.<\/p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/03-Solidaritaet-mit-Biermann-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7931\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/03-Solidaritaet-mit-Biermann-1024x768.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/03-Solidaritaet-mit-Biermann-300x225.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/03-Solidaritaet-mit-Biermann-768x576.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/03-Solidaritaet-mit-Biermann-1536x1152.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/03-Solidaritaet-mit-Biermann-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das Biermann-Komitee der Niederlande posiert mit Transparent vor der Botschaft der DDR in Den Haag am 08. Dezember 1976. Vom ersten Stock der Botschaft aus wurde die Aktion eifrig fotografiert. Foto: Rolf  Brockschmidt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><p>F\u00fcr uns ging es darum, m\u00f6glichst viele Unterschriften f\u00fcr eine Petition gegen Biermanns Ausb\u00fcrgerung zu sammeln. In dem Entzug der Staatsb\u00fcrgerschaft sah das Komitee \u201eeinen ernsthaften Versto\u00df gegen die Menschenrechte\u201c, wie sp\u00e4ter in der niederl\u00e4ndischen Tageszeitung \u201ede Volkskrant\u201c zu lesen war.<\/p>\n\n<p>Der harte Kern des Komitees bestand aus etwa zehn Personen. Wir versuchten, unsere Mitstudierenden zu \u00fcberzeugen, die Petition zu unterschreiben \u2013 was nicht immer einfach war, weil die niederl\u00e4ndischen Studierenden l\u00e4ngst nicht so politisiert waren wie ihre West-Berliner Kommilitonen.<\/p>\n\n<p>\u201eWolf Biermann als einen Feind Ost-Deutschlands abzustempeln, ist auf Grund seiner deutlich positiven \u00c4u\u00dferungen in Liedern und Texten eine Unwahrheit\u201c, hie\u00df es in der Petition, die der Botschaft der DDR im Andries Bickerweg in Den Haag \u00fcbergeben werden sollte.<\/p>\n\n<p>Aber nicht alle sahen das so blau\u00e4ugig. Der erste Botschafter der Niederlande in der DDR, K.W. Reinink, bezeichnete Biermann als den \u201eDon Quichotte der DDR-Kulturszene\u201c, der sich \u201ef\u00fcr eine DDR einsetzt, die nicht besteht und auch nicht bestehen kann\u201c, zitiert ihn Jacco Pekelder, Direktor des Zentrums f\u00fcr Niederlande-Studien in M\u00fcnster und Autor des Buches \u201eDie Niederlande und die DDR. Bildformungen und Beziehungen 1949-1989\u201c<sup>1<\/sup>.<\/p>\n\n<p>Gerne hatte man damals, als in der Bundesrepublik Berufsverbote herrschten, in intellektuellen Kreisen der Niederlande die DDR als den wahren antifaschistischen deutschen Staat gesehen. Dass nun ausgerechnet dieser vermeintlich bessere Staat so hart gegen linke Kritiker vorging, stie\u00df auf heftige Ablehnung.<\/p>\n\n<p>Unser Biermann-Komitee hatte der Botschaft der DDR angek\u00fcndigt, am 8. Dezember 1976 die 1200 Unterschriften pers\u00f6nlich zu \u00fcberreichen. Vor der Botschaft erwarteten uns zehn Polizisten in blauen Uniformen, zum Teil in Lederjacken, mit Schirmm\u00fctzen. Sie warteten in Mercedes-Limousinen auf uns. Ein f\u00fcr West-Berliner Augen sehr ziviler Auftritt.<\/p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"740\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/02-Polizei-vor-Botschaft-1024x740.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7932\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/02-Polizei-vor-Botschaft-1024x740.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/02-Polizei-vor-Botschaft-300x217.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/02-Polizei-vor-Botschaft-768x555.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/02-Polizei-vor-Botschaft-1536x1111.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/02-Polizei-vor-Botschaft-2048x1481.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Diskussion mit der Polizei vor der Botschaft der DDR in Den Haag.\nFoto: Rolf Brockschmidt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><p>Als wir zehn Teilnehmer der Aktion zur Botschaft wollten, fragte der Einsatzleiter, ob dies eine Demonstration sei. Eine solche sei nicht angemeldet. Sollte es sich aber doch um eine Demonstration handeln, sei sie hiermit genehmigt. \u201eSo handhaben wir das in Den Haag.\u201c Der Satz ist mir in Erinnerung geblieben. Ich hielt mich etwas abseits, trug Sonnenbrille und einen Schal um den Mund, da ich ja noch im Transit mit dem Zug nach West-Berlin durch die DDR reisen musste.<\/p>\n\n<p>Ein paar von uns gingen dann mit den Unterschriftenlisten zum Tor der Botschaft und klingelten. Man sagte uns \u00fcber die Gegensprechanlage, die Botschaft sei geschlossen und man werde die Unterschriften nicht annehmen. Den \u00d6ffnungszeiten auf dem Messingschild konnte man allerdings entnehmen, dass die Botschaft eigentlich ge\u00f6ffnet war. Ein Reporter des linken Radiosenders VARA hatte uns begleitet und hielt sein Mikrofon an die Gegensprechanlage. Doch das Botschaftspersonal verweigerte die Annahme. Daraufhin landete der Umschlag im Briefkasten. Als wir zu den Autos zur\u00fcckgingen, entdeckten wir hinter der Botschaft einen Radpanzer der Haager Polizei. Sicher ist sicher. Ganz so harmlos, wie es schien, war es also doch nicht. Offensichtlich hatte sich die DDR-Botschaft bedroht gef\u00fchlt. Bilanz der Aktion: Drei Meldungen im Radio und im Fernsehen sowie einen kleinen Artikel in \u201ede Volkskrant\u201c mit der \u00dcberschrift \u201eBotschaft lehnt Unterschriften f\u00fcr Biermann ab\u201c<sup>2<\/sup>.<\/p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"677\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/01-Biermann-Komitee-Polizei-Den-Haag-1024x677.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7933\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/01-Biermann-Komitee-Polizei-Den-Haag-1024x677.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/01-Biermann-Komitee-Polizei-Den-Haag-300x198.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/01-Biermann-Komitee-Polizei-Den-Haag-768x508.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/01-Biermann-Komitee-Polizei-Den-Haag-1536x1016.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/01-Biermann-Komitee-Polizei-Den-Haag-2048x1355.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Protesaktion des Biermann-Komitees der Niederlande vor der Botschaft der DDR in Den Haag. Diskussion mit dem Einsatzleiter der Haager Polizei, ob die Unterschriften\u00fcbergabe als Demonstration zu werten sei.\nFoto: Rolf Brockschmidt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wolf Biermann wiederum hatte sich nach dem K\u00f6ln-Schock entschieden, seine n\u00e4chsten Konzerte nicht in der Bundesrepublik zu geben, sondern in den Niederlanden. Am 27. Februar 1977 fuhr unsere Studentengruppe auf Kosten des Goethe Instituts mit einem Bus nach Nijmegen, wo Biermann auftrat. Ich erinnere mich an einen vollen gro\u00dfen Konzertsaal. Biermann trat mit der Gitarre auf, setzte sich auch ans Klavier und spielte seine Lieder, auch den \u201ePreu\u00dfischen Ikarus\u201c. Er moderierte sich selbst, reagierte auf Zurufe aus dem Saal, blieb bissig und witzig, sparte nicht mit Kritik, weder am Westen noch am Osten. Die Menschen hingen an seinen Lippen. Selbst in der Pause diskutierte er engagiert auf der B\u00fchne mit dem Publikum. Ich stand die ganze Zeit vorne an der B\u00fchne und hatte fotografiert. Nach viereinhalb Stunden, es war deutlich nach Mitternacht, gab es donnernden Applaus, stehende Ovationen. Biermann wirkte sichtlich ersch\u00f6pft, aber gl\u00fccklich. Ein denkw\u00fcrdiger Abend auf neutralem Boden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/06-Nijmegen-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"7934\" data-full-url=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/06-Nijmegen-scaled.jpg\" data-link=\"\/blog\/?attachment_id=7934\" class=\"wp-image-7934\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/06-Nijmegen-768x1024.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/06-Nijmegen-225x300.jpg 225w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/06-Nijmegen-1152x1536.jpg 1152w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/06-Nijmegen-1536x2048.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/06-Nijmegen-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Wolf Biermann bei seinem ersten Konzert am 27. Februar 1977 in Nijmegen nach seiner Ausb\u00fcrgerung.\nFoto: Rolf Brockschmidt<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"867\" height=\"1024\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/09-Nijmegen-867x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"7935\" data-full-url=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/09-Nijmegen-scaled.jpg\" data-link=\"\/blog\/?attachment_id=7935\" class=\"wp-image-7935\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/09-Nijmegen-867x1024.jpg 867w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/09-Nijmegen-254x300.jpg 254w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/09-Nijmegen-768x907.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/09-Nijmegen-1300x1536.jpg 1300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/09-Nijmegen-1734x2048.jpg 1734w\" sizes=\"auto, (max-width: 867px) 100vw, 867px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Biermann gab alles beim Konzert,  Nijmegen 27. Februar 1977.\nFoto: Rolf Brockschmidt<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/07-Nijmegen-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"7940\" data-full-url=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/07-Nijmegen-1-scaled.jpg\" data-link=\"\/blog\/?attachment_id=7940\" class=\"wp-image-7940\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/07-Nijmegen-1-1024x768.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/07-Nijmegen-1-300x225.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/07-Nijmegen-1-768x576.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/07-Nijmegen-1-1536x1152.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/07-Nijmegen-1-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Wolf Biermann im Dialog mit dem Publikum. Nijmegen, 27. Februar 1977. Foto: Rolf Brockschmidt<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\"><br>Wolf Biermann gab am 27. Februar 1977 ein Konzert in Nijmegen in den Niederlanden. Es war sein erstes Konzert nach der Ausb\u00fcrgerung. Es wurde ein langer Abend, der um 20 Uhr begann und weit nach Mitternacht endete.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><p><sup>1<\/sup> Jacco Pekelder: Die Niederlande und die DDR. Bildformung und Beziehungen, 1949-1989. M\u00fcnster 2002, <a href=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/NiederlandeNet\/nl-wissen\/geschichte\/ddr\/biermann.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.uni-muenster.de\/NiederlandeNet\/nl-wissen\/geschichte\/ddr\/biermann.html<\/a><\/p>\n<p><sup>2<\/sup> \u201eAmbassade weigert handtekeningen voor Wolf Biermann\u201c, de Volkskrant, 9. Dezember 1976.<\/p><\/p>\n\n\n<table style=\"height: 291px;\" border=\"0\" width=\"840\">\n<tbody>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<p style=\"text-align: center;\">\n<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7947 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Rolf-Brockschmidt-\u00a9-Privat_kleiner-fuer-Web.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Rolf-Brockschmidt-\u00a9-Privat_kleiner-fuer-Web.jpg 750w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Rolf-Brockschmidt-\u00a9-Privat_kleiner-fuer-Web-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 5px 10px;\">Rolf Brockschmidt<\/h4>\n<p style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 5px 10px;\">Rolf Brockschmidt hat Germanistik, Niederlandistik und Geschichte an der Freien Universit\u00e4t Berlin und an der Rijksuniversiteit te Utrecht studiert. Von 1977-1981 berichtete er als freier Mitarbeiter f\u00fcr das Niederl\u00e4ndische Programm des Deutschlandfunks aus West-Berlin. Von 1982-2018 war er nach einem Volontariat Redakteur beim Tagesspiegel, f\u00fcr den er heute noch als freier Journalist schreibt.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>1.200 Unterschriften und ein Radpanzer hinter der DDR-Botschaft<span><\/h2>\n<p>Als Wolf Biermann im November 1976 aus der DDR ausgeb\u00fcrgert wurde, studierte Rolf Brockschmidt an der Utrechter Universit\u00e4t in den Niederlanden. Auch hier sorgte die Ausweisung f\u00fcr Emp\u00f6rung. 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