
{"id":8002,"date":"2023-12-18T16:38:59","date_gmt":"2023-12-18T15:38:59","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=8002"},"modified":"2024-02-19T10:43:38","modified_gmt":"2024-02-19T09:43:38","slug":"die-gegenwaertige-zeit-ist-schwanger-von-der-zukunft-blicke-zurueck-und-blicke-nach-vorn","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2023\/12\/18\/die-gegenwaertige-zeit-ist-schwanger-von-der-zukunft-blicke-zurueck-und-blicke-nach-vorn\/","title":{"rendered":"\u201eDie gegenw\u00e4rtige Zeit ist schwanger von der Zukunft\u201c \u2013 Blicke zur\u00fcck und Blicke nach vorn"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Die gegenw\u00e4rtige Zeit ist schwanger von der Zukunft&#8220; &#8211; Blicke zur\u00fcck und Blicke nach vorn<\/h1>\n\n\n\n<p> Lekt\u00fcretipps f\u00fcr lange Winterabende von Dr. Matthias Miller | 18. Dezember 2023<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man kann sich ja nicht fr\u00fch genug auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken begeben, weshalb mich neulich \u2013 mit dem bekannten Leibniz-Zitat im Kopf \u2013 mein Weg in eine Buchhandlung f\u00fchrte. Es war der Samstag nach dem aus den USA her\u00fcbergeschwappten Black Friday. Interessant, dachte ich: alle L\u00e4den bieten satte Rabatte, aber die Buchhandlung, die das wegen der Buchpreisbindung in Deutschland nicht kann, war dennoch proppenvoll, fast voller als andere Gesch\u00e4fte. Nachdem ich mein Einkaufsk\u00f6rbchen mit Romanen bereits gut gef\u00fcllt hatte, landete ich in der Abteilung Geschichte. Und dort traute ich meinen Augen nicht: lauter dicke und dickste B\u00fccher, unter 1.000 Seiten scheint es nicht mehr zu gehen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"196\" height=\"300\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Christopher-Clark_zuschnitt-1-196x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8034 size-full\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Christopher-Clark_zuschnitt-1-196x300.jpg 196w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Christopher-Clark_zuschnitt-1.jpg 233w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Als erstes fiel mir <strong>Christopher Clark<\/strong> auf, sein neuestes Buch <strong>\u201eFr\u00fchling der Revolution. Europa 1848\/49 und der Kampf f\u00fcr eine neue Welt\u201c<\/strong> (DVA 2023) umfasst 1.168 Seiten und wird sicherlich f\u00fcr viele Jahre das Thema ersch\u00f6pfend behandelt haben. Florian Felix Weyh bezeichnete Clark am 21. Oktober 2023 im Deutschlandfunk allerdings als \u201evon K\u00fcrzungsfurcht geplagt\u201c und auch andere Rezensent*innen monierten die Materialf\u00fclle und Parallelit\u00e4t zahlreicher, oft als Nebenthemen empfundener Passagen, die das Buch un\u00fcbersichtlich machten. Wer Clark als Autor kennt, wei\u00df jedoch, dass er spannend erz\u00e4hlen kann und seine Leser*innen durch Detailkenntnis zu fesseln versteht.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"196\" height=\"300\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Weltenbrand_zuschnitt-1-196x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8035 size-full\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Weltenbrand_zuschnitt-1-196x300.jpg 196w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Weltenbrand_zuschnitt-1.jpg 352w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Direkt daneben der n\u00e4chste \u201eBackstein\u201c: <strong>\u201eWeltenbrand. Der gro\u00dfe imperiale Krieg 1931\u20131945<\/strong>\u201c (Rowohlt 2023) von <strong>Richard Overy<\/strong>. B\u00fccher \u00fcber den Zweiten Weltkrieg gibt es ja viele, die von Overy behandelte Zeitspanne jedoch ist ungew\u00f6hnlich, nimmt er doch mit dem Einfall Japans in die Mandschurei 1931 den weltumspannenden Aspekt des Zweiten Weltkrieges st\u00e4rker als andere vor ihm in den Blick. Und so ist sein Werk eher eine Weltgeschichte des Imperialismus als das reine Erz\u00e4hlen der Kriegsereignisse in Europa. Das Werk umfasst 1.520 Seiten und wiegt 1,7 kg, eignet sich also nicht nur wegen seines Inhaltes eher schlecht als Bettlekt\u00fcre.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"202\" height=\"300\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Aufbruch-des-Gewissens-202x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8005 size-full\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Aufbruch-des-Gewissens-202x300.jpg 202w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Aufbruch-des-Gewissens.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Wie eine Fortsetzung von Overy liest sich <strong>Frank Trentmanns<\/strong> im wahrsten Sinne des Wortes gewichtiges Werk <strong>\u201eAufbruch des Gewissens. Eine Geschichte der Deutschen von 1942 bis heute\u201c<\/strong> (S. Fischer 2023). Mit seinen 1.036 Seiten fast schon unter dem Limit, handelt es, von Stalingrad als Wendepunkt des Zweiten Weltkrieges ausgehend, von der Deutschen Geschichte bis in die Gegenwart. Dabei geht es nicht um eine blo\u00dfe Aufz\u00e4hlung von Daten und Fakten, sondern das Buch entwirft von der Shoah \u00fcber das Kriegsende, das Wirtschaftswunder in Westdeutschland, die 68er und die Wiedervereinigung hinweg eine Mentalit\u00e4tsgeschichte der Deutschen, bei der stets die Frage nach Schuld, Moral und Erinnerung im Vordergrund stand. Dass Deutschland Einwanderungsland wurde, war lange politisch nicht anerkannt, dass den Opfern des Holocaust bis in die 60er Jahre hinein eine Anerkennung versagt war ebenso. Nach der Wiedervereinigung stand in Deutschland der Umgang mit autorit\u00e4ren Staaten oder der ambivalente moralische Kompass im Verh\u00e4ltnis zur Umweltbewegung im Vordergrund, von Migrationsdebatten in j\u00fcngster Vergangenheit ganz zu schweigen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"300\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Die-Welt-213x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8006 size-medium\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Die-Welt-213x300.jpg 213w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Die-Welt.jpg 268w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Und dann trug noch <strong>\u201eDie Welt. Eine Familiengeschichte der Menschheit\u201c<\/strong> von <strong>Simon Sebag Montefiore<\/strong> (Klett-Cotta 2023) dazu bei, dass sich der B\u00fcchertisch fast durchbog. Mit 1.536 Seiten und gut 2,1 kg Gewicht geh\u00f6rt der Band sicherlich nicht zur leichten Literatur, allein schon deshalb, weil zu seiner \u00dcbertragung aus dem Englischen gleich sechs \u00dcbersetzer*innen n\u00f6tig waren. Der Bogen der Menschheitsgeschichte, der als Familiengeschichte(n) erz\u00e4hlt wird, spannt sich von den Nubiern \u00fcber die Osmanen, die Habsburger, die Romanows bis hin zu den Trumps und Putins unserer Tage. Ob das geschichtswissenschaftlich alles relevant und richtig ist, will ich nicht beurteilen, dass sich irgendwann Netflix aus den Familiengeschichten bedienen wird, scheint jedoch vorprogrammiert.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"321\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Ende-der-Welt-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8044 size-full\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Ende-der-Welt-3.jpg 200w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Ende-der-Welt-3-187x300.jpg 187w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Nachdem von den 5.260 Seiten bzw. 6,5 kg B\u00fcchern der Boden meines Einkaufsk\u00f6rbchens schon fast durchgebrochen war, dachte ich: genug Geschichte, jetzt mal in die Zukunft! Zun\u00e4chst blieb ich bei <strong>\u201e2084. Das Ende der Welt\u201c<\/strong> von <strong>Boualem Sansal<\/strong> (Merlin Verlag 2016) h\u00e4ngen. In Anlehnung an Orwells Roman \u201e1984\u201c beschreibt der Autor einen auf Religion beruhenden totalit\u00e4ren Staat, der die Vergangenheit leugnet. Individualisierung und gutgl\u00e4ubiges Vertrauen in das System sind die Faktoren, die das System erhalten. Ungl\u00e4ubige und Abtr\u00fcnnige werden in ein Ghetto gesperrt, ein d\u00fcsteres Szenario, das aktuell wieder Chancen gewinnt, Wirklichkeit zu werden.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\"><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"300\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Motel-der-Mysterien-213x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8008 size-full\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Motel-der-Mysterien-213x300.jpg 213w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Motel-der-Mysterien.jpg 248w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Vom Altmeister des illustrierten Geschichtsbuches<strong> David Macaulay<\/strong> (die \u00e4lteren erinnern sich an \u201eSie bauten eine Kathedrale\u201c aus dem Jahr 1973) stammt die Grafik-Novelle <strong>\u201eDas Motel der Mysterien\u201c<\/strong> (N\u00fcnnerich-Asmus Verlag 2018). Nach einer Katastrophe im Jahr 2018 sind die USA untergegangen und ihre Bauten und \u00dcberreste liegen unter einer dicken Deckschicht begraben. Ein Arch\u00e4ologe des 5. Jahrtausends entdeckt eine versteckte Grabkammer, in der zwei Personen offenbar kultisch begraben wurden. Die eine liegt auf einer \u201ezeremoniellen Liege\u201c, die andere in der Hauptgrabkammer in einem offenen Sarkophag aus Porzellan. Mit einem Augenzwinkern erz\u00e4hlt Macaulay von den Interpretationen der Funde und der Deutung der Lebenswelt im 21. Jahrhundert durch einen Arch\u00e4ologen im Jahr 4018.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"255\" height=\"429\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Jahr-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8047 size-full\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Jahr-1.jpg 255w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Jahr-1-178x300.jpg 178w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>In der Kiste antiquarischer B\u00fccher kurz vor dem Ausgang entdeckte ich noch zwei Klassiker: Ganz anders als 2084 von Sansal, weil in einer anderen Situation verfasst, liest sich <strong>\u201eDas Jahr 2440. Ein Traum aller Tr\u00e4ume\u201c<\/strong> von <strong>Louis-S\u00e9bastien Mercier<\/strong>. Der Roman erschien 1772 w\u00e4hrend der Zeit des Absolutismus in Frankreich (auf Deutsch Suhrkamp 1989). Der Protagonist schl\u00e4ft 1769 ein und erwacht im Jahr 2440 in Paris, das sich nach einer friedlichen Revolution zu einem sozialen und vern\u00fcnftigen Gemeinwesen entwickelt hat. Steuern sind ebenso abgeschafft wie der Tabak, beides heute leider nicht Realit\u00e4t. Aber wer wei\u00df? Vielleicht 2440.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"300\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Automatenzeitalter-213x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8010 size-full\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Automatenzeitalter-213x300.jpg 213w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Das-Automatenzeitalter.jpg 331w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Geradezu vision\u00e4r auf dem Gebiet der Futurologie bewegte sich <strong>Ri Tokko<\/strong>, mit b\u00fcrgerlichem Namen <strong>Ludwig Dexheimer<\/strong>, in seinem Buch <strong>\u201eDas Automatenzeitalter. Ein prognostischer Roman\u201c<\/strong> (Amalthea-Verlag 1931, Neuausgabe Shayol 2004). Auf 900 Seiten und damit schon fast an die oben beschriebene Geschichtsliteratur heranreichend, beschreibt Dexheimer in einem Blick auf das Jahr 2500 eine F\u00fclle detailliert ausgef\u00fchrter Voraussagen, so zum Beispiel eine nach \u00f6kologischen Gesichtspunkten orientierte gesellschaftliche Infrastruktur, die Beeinflussung des Wetters durch die Emission von Kohlendioxid, Schnellbahnverbindungen \u00fcber Kontinente hinweg sowie eine Gesellschaft, der es erm\u00f6glicht ist, individuell auf einen Bestand von Filmen und B\u00fcchern auf Mikrofilm zuzugreifen. Das Klonen von Menschen wird ebenso vorhergesagt wie der Einsatz von Hormonpr\u00e4paraten zur Schwangerschaftsverh\u00fctung. Dies wirkt f\u00fcr die Zeit um 1930 sehr prognostisch und gleichzeitig doch erschreckend realistisch. Das Buch wurde zum 31. Dezember 1938 von der nationalsozialistischen Reichsschrifttumskammer wegen pazifistischer Ausrichtung in die \u201eListe des sch\u00e4dlichen und unerw\u00fcnschten Schrifttums\u201c aufgenommen und damit faktisch verboten. Wer hiervon kein Exemplar antiquarisch ergattern kann, kann seit neuestem eines in der DHM-Bibliothek im Lesesaal einsehen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:24% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"210\" height=\"345\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Unsereins_zuschnitt-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8050 size-full\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Unsereins_zuschnitt-2.jpg 210w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Unsereins_zuschnitt-2-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Wem das alles zu viel Geschichte und Zukunft ist, dem sei <strong>\u201eUnsereins\u201c<\/strong> von <strong>Inger-Maria Mahlke<\/strong> (Rowohlt 2023) empfohlen, in deren Mittelpunkt die Familie Lindhorst in L\u00fcbeck steht. Das Bild der L\u00fcbecker Gesellschaft im sp\u00e4ten 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert und die Ver\u00e4stelungen der Lindhorsts \u00e4hneln nicht zuf\u00e4llig einer anderen bekannten L\u00fcbecker Familie, \u00fcber die ein gro\u00dfer Sohn der Stadt 1901 einen zweib\u00e4ndigen Roman geschrieben hat, f\u00fcr den er 1929 den Literaturnobelpreis erhielt. Ob Mahlke diese Ehrung irgendwann zuteilwerden wird, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<table style=\"height: 291px;\" border=\"0\" width=\"840\">\n<tbody>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8054 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Matthias_Miller01_fuer-Web.jpg\" alt=\"\" width=\"667\" height=\"1000\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Matthias_Miller01_fuer-Web.jpg 667w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Matthias_Miller01_fuer-Web-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/p>\n<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Dr. Matthias Miller<\/h4>\n<p style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Dr. Matthias Miller ist Leiter der Bibliothek und Leiter der Sammlung \u201eHandschriften &#8211; Alte und wertvolle Drucke\u201d des Deutschen Historischen Museums.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>&#8222;Die gegenw\u00e4rtige Zeit ist schwanger von der Zukunft&#8220; &#8211; Blicke zur\u00fcck und Blicke nach vorn<span><\/h2>\n<p>Lekt\u00fcretipps f\u00fcr lange Winterabende von Dr. Matthias Miller<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":8013,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[701],"tags":[180,2720,199,1696],"class_list":["post-8002","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kolumne","tag-bibliothek","tag-buchempfehlungen-de","tag-sammlung","tag-weihnachten"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8002"}],"version-history":[{"count":24,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8002\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8373,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8002\/revisions\/8373"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8013"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}