
{"id":8830,"date":"2024-05-22T14:31:22","date_gmt":"2024-05-22T12:31:22","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=8830"},"modified":"2024-06-18T09:59:36","modified_gmt":"2024-06-18T07:59:36","slug":"75-jahre-grundgesetz-ueber-die-geschichte-der-verfassungen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2024\/05\/22\/75-jahre-grundgesetz-ueber-die-geschichte-der-verfassungen-in-deutschland\/","title":{"rendered":"75 Jahre Grundgesetz \u2013 \u00dcber die Geschichte der Verfassungen in Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">75 Jahre Grundgesetz \u2013 \u00dcber die Geschichte der Verfassungen in Deutschland<\/h1>\n\n\n\n<p>Interview mit Bildungsreferent Andreas Ziepa | 22. Mai 2024<\/p>\n\n\n\n<p><strong><strong>Vor 75 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde in Bonn das <a href=\"https:\/\/www.hdg.de\/lemo\/kapitel\/nachkriegsjahre\/doppelte-staatsgruendung\/entstehung-der-bundesrepublik-parlamentarischer-rat-und-grundgesetz\">Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland<\/a> verk\u00fcndet. F\u00fcr die Ausstellung \u201eRoads not Taken\u201c hat Bildungsreferent Andreas Ziepa eine F\u00fchrung konzipiert, die einen \u00dcberblick der unterschiedlichen Ans\u00e4tze der Verfassungen in der deutschen Geschichte gibt. F\u00fcr den DHM-Blog erl\u00e4utert er im Interview wesentliche Unterschiede und Erneuerungen.<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorbild f\u00fcr alle sp\u00e4teren Staatsordnungen in Deutschland war die Verfassung, die von den Abgeordneten der Frankfurter Paulskirche 1848\/49 erarbeitet wurde. Was ist von diesen Entw\u00fcrfen noch in der heutigen Verfassung zu finden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Abgeordneten der Frankfurter Paulskirche haben mit der von ihnen ausgearbeiteten Verfassung die wesentlichen Strukturen eines deutschen Nationalstaates festgelegt. Dazu geh\u00f6rten u.a. der f\u00f6derale Charakter Deutschlands und vor allem die Grundrechte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"742\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Abgerodneten-in-der-Paulskirche-_Paul-Buerde_bearbeitet.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8847\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Abgerodneten-in-der-Paulskirche-_Paul-Buerde_bearbeitet.jpg 1000w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Abgerodneten-in-der-Paulskirche-_Paul-Buerde_bearbeitet-300x223.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Abgerodneten-in-der-Paulskirche-_Paul-Buerde_bearbeitet-768x570.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Abgeordneten  der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, Pauk B\u00fcrde, nach 1848 \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Verfassung von 1849 sah ein Zweikammersystem vor wie es heute in der Bundesrepublik mit Bundesrat und Bundestag der Fall ist. Die Bedeutung der Einzelstaaten damals und der Bundesl\u00e4nder heute wird durch die Beteiligung der L\u00e4ndervertretung bei der Gesetzgebung hervorgehoben. Allerdings unterschied sich die geplante Zusammensetzung des Staatenhauses grundlegend von der des heutigen Bundesrats. Gem\u00e4\u00df der Verfassung der Paulskirche sollten die Mitglieder des Staatenhauses zur H\u00e4lfte von den Regierungen und zur H\u00e4lfte von den Parlamenten der Einzelstaaten entsandt werden. Die Mitglieder des Bundesrates werden heute allein von den jeweiligen Landesregierungen entsandt. Auch ist die Anzahl der Mitglieder des Bundesrates mit 69 wesentlich geringer als die 192, die damals vorgesehen waren. Beiden gemein ist es, die Interessen der L\u00e4nder zu vertreten. Die <em>Grundrechte des deutschen Volkes <\/em>sollten elementarer Bestandteil der Verfassung werden. Sie wurden nach langen Verhandlungen im Parlament bereits am 21. Dezember 1848 beschlossen. Das \u201eGesetz, betreffend die Grundrechte des deutschen Volkes\u201c trat am 28. Dezember 1848 in Kraft und dann in die Verfassung aufgenommen. Damit sollten Grundrechte wie z.B. die Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Freiheit von Wissenschaft und Lehre, die Unverletzlichkeit der Wohnung oder das Briefgeheimnis garantiert werden. Bemerkenswert war, dass die Todesstrafe (ausgenommen waren Kriegs- und Seerecht) sowie die k\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung abgeschafft werden sollten und dies unter den Grundrechten aufgef\u00fchrt war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/06-Constitution-of-the-German-Empire-c-DHM_David-von-Becker_bearbeitet.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8848\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/06-Constitution-of-the-German-Empire-c-DHM_David-von-Becker_bearbeitet.jpg 1000w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/06-Constitution-of-the-German-Empire-c-DHM_David-von-Becker_bearbeitet-300x201.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/06-Constitution-of-the-German-Empire-c-DHM_David-von-Becker_bearbeitet-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Faksimile der Verfassung von 1848\/49 in der Ausstellung &#8222;Roads not Taken. Oder: Es h\u00e4tte auch anders kommen k\u00f6nnen&#8220; \u00a9 DHM \/ David von Becker<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>Die Weimarer Verfassung, die am 14. August 1919 verk\u00fcndet wurde, war die erste demokratische Verfassung Deutschlands. Wodurch zeichnete sie sich aus?<\/strong><br>In der Verfassung gab es zwei gravierende Neuerungen. Zum einen war das Deutsche Reich jetzt eine Republik und zum anderen erhielten Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Beides waren umfassende Ver\u00e4nderungen der politischen Rahmenbedingungen, die sich auch in der Verfassung niederschlugen. Die Ausrufung der Republik bedeutete, dass es ein neues Staatoberhaupt gab. An die Stelle des Kaisers trat jetzt ein Pr\u00e4sident, der mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet war. Der Reichspr\u00e4sident \u00fcbernahm damit die Rolle eines Ersatzkaisers.<br>Die Einf\u00fchrung des Frauenwahlrechts wurde bereits am 12. November 1918 vom Rat der Volksbeauftragten beschlossen und kam am 19. Januar 1919 erstmalig zur Anwendung. Damit hatte Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte ein allgemeines, gleiches und geheimes Wahlrecht f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner. Das was sowohl bei der Ausarbeitung der Paulskirchenverfassung als auch bei der Verfassung des Kaiserreiches aus dem Jahr 1871 bewusst nicht umgesetzt wurde, war jetzt Realit\u00e4t geworden. Auch wenn noch nicht von einer vollst\u00e4ndigen Gleichberechtigung von M\u00e4nnern und Frauen gesprochen werden kann, war die Einf\u00fchrung des Frauenwahlrechts ein wichtiger Schritt in Richtung Emanzipation und Partizipation.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"654\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/18_Roads_not_Taken._Oder_Es_haette_auch_anders_kommen_koennen_c_DHM_Foto_David-von-Becker_bearbeitet.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8849\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/18_Roads_not_Taken._Oder_Es_haette_auch_anders_kommen_koennen_c_DHM_Foto_David-von-Becker_bearbeitet.jpg 1000w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/18_Roads_not_Taken._Oder_Es_haette_auch_anders_kommen_koennen_c_DHM_Foto_David-von-Becker_bearbeitet-300x196.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/18_Roads_not_Taken._Oder_Es_haette_auch_anders_kommen_koennen_c_DHM_Foto_David-von-Becker_bearbeitet-768x502.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ansicht des Themenraums zu der Z\u00e4sur 1918 in der Ausstellung &#8222;Roads not Taken. Oder: Es h\u00e4tte auch anders kommen k\u00f6nnen&#8220; \u00a9 DHM \/ David von Becker<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>Verf\u00fcgte die Weimarer Republik \u00fcber ein starkes Parlament?<\/strong><br>Das Parlament war wie in allen Demokratien auch in der Weimarer Republik das zentrale Verfassungsorgan. Der Reichstag war f\u00fcr die Verabschiedung der Gesetze und des Haushaltes zust\u00e4ndig. Insofern war die Stellung des Parlamentes mit der daf\u00fcr n\u00f6tigen St\u00e4rke von der Verfassung genauso vorgesehen.<br>Allerdings gab es in der Verfassung auch Mechanismen, die eine gewisse Skepsis gegen\u00fcber der neuen Staatsform erkennen lassen. Der Reichspr\u00e4sident hatte eine herausgehobene Stellung innerhalb des politischen Systems und sollte f\u00fcr einen m\u00f6glichen Notfall die Macht besitzen, korrigierend einzugreifen. Ihm kam damit eine Rolle als Ersatz f\u00fcr den nicht mehr vorhandenen Kaiser zu. Daher oblag ihm auch die Ernennung und Entlassung des Reichskanzlers. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise brach die Regierungskoalition von SPD, DDP, DVP und Zentrum mit dem Kanzler Hermann M\u00fcller 1930 auseinander. Nach den folgenden Reichstagswahlen gab es im Parlament keine demokratische Mehrheit mehr. Der neue Kanzler Heinrich Br\u00fcning (Zentrum) konnte mit Hilfe der Notverordnungen (Artikel 48 der Verfassung) auch ohne eine Mehrheit im Reichstag die Regierungsgesch\u00e4fte aus\u00fcben. Die Notverordnungen waren f\u00fcr einen begrenzten Zeitraum zur Aufrechterhaltung der politischen Handlungsf\u00e4higkeit vorgesehen. Allerdings entwickelten sich die Pr\u00e4sidialkabinette ab diesem Zeitpunkt zu einer dauerhaften Einrichtung, da es auch bei den folgenden Reichstagswahlen keine Mehrheiten demokratischer Parteien im Parlament mehr gab. War Heinrich Br\u00fcning noch ein Kanzler, der sich der demokratischen Verfassung verpflichtet sah, waren seine Nachfolger Franz von Papen (Zentrum), Kurt von Schleicher (parteilos) und vor allem Adolf Hitler (NSDAP) daran interessiert, das politische System grundlegend in Richtung eines autorit\u00e4ren und diktatorischen Regimes umzugestalten. In diesem war ein starkes Parlament nicht vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" data-id=\"8852\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BA005352-1-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8852\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BA005352-1-300x225.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BA005352-1-1024x767.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BA005352-1-768x575.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BA005352-1.jpg 1044w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\nVor dem National-Theater in Weimar w\u00e4hrend der Vereidigung des Reichspr\u00e4sidenten, 21.08.1919 \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"230\" height=\"300\" data-id=\"8853\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BA103353_Bruening-2-230x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8853\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BA103353_Bruening-2-230x300.jpg 230w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BA103353_Bruening-2.jpg 767w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Reichskanzler Heinrich Br\u00fcning w\u00e4hrend einer Rede im Reichstag, Februar 1931 \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><strong>Unsere heutige Verfassung ist die der alten Bundesrepublik. Gab es Diskussionen um die Verfassung im Zuge der Wiedervereinigung? Wurde auch diskutiert, ob sich das wiedervereinigte Deutschland eine neue Verfassung geben sollte<\/strong>?<br>Im Zuge der Weichenstellungen in Richtung der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990, stand auch die Frage im Raum, wie die Deutsche Einheit verfassungsrechtlich vollzogen werden sollte. Gem\u00e4\u00df dem Grundgesetz konnte dies entweder nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_23.html\">Artikel 23<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_146.html\">146<\/a> umgesetzt werden. Die Einheit wurde letztendlich durch den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zum Geltungsbereich des Grundgesetzes gem\u00e4\u00df Artikel 23 vollzogen. Diese Entscheidung machte eine schnelle Umsetzung der Einheit m\u00f6glich, da das Grundgesetz nicht ge\u00e4ndert werden musste. Es galt ab dem 3. Oktober 1990 auch f\u00fcr die f\u00fcnf neuen Bundesl\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"748\" data-id=\"8856\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/96007068-1024x748.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8856\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/96007068-1024x748.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/96007068-300x219.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/96007068-768x561.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/96007068-1536x1123.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/96007068.jpg 1572w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Faksimiledruck des Grundgesetzes mit den Unterschriften der Mitglieder des Parlamentarischen Rates \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Vereinigung gem\u00e4\u00df Artikel 146 h\u00e4tte bedeutet, dass eine neue Verfassung ausgearbeitet h\u00e4tte werden m\u00fcssen, die dann in einem Referendum beschlossen worden w\u00e4re. Dieser Weg h\u00e4tte wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen, was von den damals politischen Handelnden aber nicht in Betracht gezogen wurde. F\u00fcr sie stand eine schnelle Wiedervereinigung im Vordergrund und es wurde u. a. argumentiert, dass das Grundgesetz das Optimum sei, was es als Verfassung bisher in Deutschland gegeben habe.<br><br>Parallel dazu wurde \u00f6ffentlich diskutiert, ob eine neue gesamtdeutsche Verfassung f\u00fcr das dann wiedervereinigte Deutschland besser sei. Sie st\u00fcnde f\u00fcr eine gleichberechtigte Einbeziehung der Ostdeutschen in den Einigungsprozess und w\u00e4re gleichzeitig ein Zeichen f\u00fcr den Beginn der neuen Epoche der deutschen Geschichte.<br><br>Am Ende wurde die schnelle Vereinigung gem\u00e4\u00df Artikel 23 vollzogen. Artikel 146 ist jedoch weiterhin Teil des Grundgesetzes. Er k\u00f6nnte jederzeit umgesetzt werden und so das \u201eProvisorium\u201c Grundgesetz abl\u00f6sen. Aber wie so oft hat sich gezeigt, dass Provisorien von langer Dauer und Haltbarkeit sind. Unser Grundgesetz wird nun 75 Jahre alt und ist immer noch in guter Verfassung!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Bundesregierung feiert das 75-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um mit einem gro\u00dfen Demokratiefest, an dem sich das Deutsche Historische Museum mit <strong><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/75-jahre-grundgesetz\/\">kostenfreien Themenf\u00fchrungen<\/a><\/strong> in seinen Ausstellungen beteiligt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"575\" data-id=\"8861\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/VB_1626_kleiner-fuer-Web-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8861\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/VB_1626_kleiner-fuer-Web-2.jpg 1000w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/VB_1626_kleiner-fuer-Web-2-300x173.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/VB_1626_kleiner-fuer-Web-2-768x442.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ansicht des Themenraumes zur Z\u00e4sur 1989 in der Ausstellung &#8222;Roads not Taken. Oder: Es h\u00e4tte auch anders kommen k\u00f6nnen&#8220;; Foto: \u00a9 DHM \/ David von Becker<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1440\" data-id=\"8862\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20231112_143532_bearbeitet-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8862\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20231112_143532_bearbeitet-scaled.jpg 2560w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20231112_143532_bearbeitet-300x169.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20231112_143532_bearbeitet-1024x576.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20231112_143532_bearbeitet-768x432.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20231112_143532_bearbeitet-1536x864.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20231112_143532_bearbeitet-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Andreas Ziepa bei einer F\u00fchrung in der Ausstellung &#8222;Roads not Taken. Oder: Es h\u00e4tte auch anders kommen k\u00f6nnen&#8220;; Foto: \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n<p><!-- \/wp:post-content --><\/p>\n<table style=\"height: 291px;\" border=\"0\" width=\"840\">\n<tbody>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8864 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Andreas_Ziepa_01.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"225\" \/><\/p>\n<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Andreas Ziepa<\/h4>\n<p style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Andreas Ziepa ist Bildungsreferent am Deutschen Historischen Museum.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>75 Jahre Grundgesetz &#8211; Interview mit Bildungsreferent Andreas Ziepa<span><\/h2>\n<p>Vor 75 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde in Bonn das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verk\u00fcndet. Bildungsreferent Andreas Ziepa wirft einen Blick auf die deutsche Verfassungsgeschichte.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":8831,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2867,486,2865,1788],"class_list":["post-8830","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichten-aktuell","tag-dhmroadsnottaken","tag-ausstellung","tag-grundgesetz","tag-verfassung"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8830","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8830"}],"version-history":[{"count":15,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8830\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8906,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8830\/revisions\/8906"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8831"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8830"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}