
{"id":9409,"date":"2025-01-29T10:08:49","date_gmt":"2025-01-29T09:08:49","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=9409"},"modified":"2025-08-01T11:44:49","modified_gmt":"2025-08-01T09:44:49","slug":"zurueck-nach-berlin-dr-dietmar-j-ponert-zu-einer-umfangreichen-schenkung-aus-familienbesitz","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2025\/01\/29\/zurueck-nach-berlin-dr-dietmar-j-ponert-zu-einer-umfangreichen-schenkung-aus-familienbesitz\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck nach Berlin. Dr. Dietmar J. Ponert zu einer umfangreichen Schenkung aus Familienbesitz"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Zur\u00fcck nach Berlin<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dr. Dietmar J. Ponert zu einer umfangreichen Schenkung aus Familienbesitz<\/h2>\n\n\n\n<p>29. Januar 2025<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Rahmen der <\/strong><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/blog\/tag\/sammeln\/\"><strong>Blogserie zur Arbeit der Sammlungen<\/strong><\/a><strong> im Deutschen Historischen Museum (DHM) geht es um zentrale Punkte wie den Entscheidungen f\u00fcr oder gegen die Aufnahme von Objekten, um die unterschiedlichen Wege der Zug\u00e4nge, die sich \u00e4ndernden Forschungsfragen an die <\/strong><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/sammlung\/unsere-sammlung\/\"><strong>Sammlungen<\/strong><\/a><strong>, um die Erforschung der Herkunft der Objekte und viele weitere Aspekte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>So gelangte Ende 2023 der umfangreiche Nachlass der Berliner Familie Bornitz als private Schenkung des ehemals am Berlin Museum (heute: Stadtmuseum Berlin) t\u00e4tigen Kunsthistorikers Dr. Dietmar J. Ponert in die Sammlung Angewandte Kunst des DHM.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus materiell h\u00f6chst unterschiedlichen Gegenst\u00e4nden bestehend \u2013 von einer Esszimmer-Sitzgruppe aus der Zeit um 1810 \u00fcber Bildnis-Miniaturen von Familienmitgliedern und deren Umfeld, Laienmalereien mit Veduten der verschiedenen Wohn- und Wirkungsorte, handbemaltes KPM-Porzellan, Berliner Eisengusserzeugnisse der Schinkelzeit bis hin zu einem Trio seltener klassizistischer Marmorvasen in Bronzemontierung aus der Zeit um 1780\/90 \u2013 haben die Gegenst\u00e4nde die Zeitl\u00e4ufte \u00fcberdauert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Herzst\u00fcck der Schenkung \u2013 die qualit\u00e4tvolle Sitzgruppe mit Mahagoni- und Palisanderfurnier \u2013 stand urspr\u00fcnglich im klassizistischen Stadthaus der Gr\u00e4fin von Schmettow, Unter den Linden 16; das Erdgeschoss bewohnte ab 1810 der an der Charit\u00e9 t\u00e4tige Arzt Friedrich Bornitz (1777\u20131853) mit seiner Familie. Die Gegenst\u00e4nde gingen an den 1809 geborenen Sohn Friedrich Alexander (1809\u20131876) \u00fcber, der von 1845 bis zu seinem Tod die Pfarrstelle in Stralau bekleidete und im noch heute erhaltenen Pfarrhaus in Berlin-Lichtenberg wohnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Ende des Jahrhunderts gelangte der beschriebene Nachlass des Pastors Bornitz durch Verm\u00e4hlung seiner Tochter und Erbin Alexandrine Wilhelmine Johanne mit Johann Friedrich Hermann Pfannenstiel (1829\u20131896) in die Familie Pfannenstiel. Dessen Enkelsohn Ekkehart Pfannenstiel (1896\u20131986) wurde zum geistigen Mentor des heute 81-j\u00e4hrigen Schenkers Dietmar J. Ponert, dessen Familie 1945 aus Breslau fl\u00fcchtete und sp\u00e4ter im nieders\u00e4chsischen Oldenburg lebte: <em>\u201eIn Oldenburg wurde ich w\u00e4hrend meiner Schulzeit am Alten Gymnasium oftmals in das Wohnzimmer eingeladen, das mit diesen M\u00f6beln, Bildern und Gegenst\u00e4nden ausgestattet war, die den Krieg \u00fcber und danach \u00fcber mehrere Stationen mit vielen Verlusten dorthin gerettet worden waren. Auch ich war ,Fl\u00fcchtling\u2019, 1943 in Breslau geboren und im Januar 1945 mit meiner Mutter und deren Eltern auf einem Ochsentreck in den Bayerischen Wald gefl\u00fcchtet und wuchs ab Herbst 1946 in Oldenburg auf. Die Lebensgeschichte meines Musiklehrers Ekkehart Pfannenstiel, die er mir selbst nie erz\u00e4hlte, kann ich jetzt in Teilen rekonstruieren\u201d<\/em>, so der Schenker in einem noch unver\u00f6ffentlichten Aufsatz \u00fcber den ihm testamentarisch anvertrauten \u201eBornitz-Nachlass\u201d. Mit der nun erfolgten \u00dcbergabe des Konvoluts ans DHM schlie\u00dft sich ein Kreis und die Objekte kehren nur wenige hundert Meter von ihrem urspr\u00fcnglichen Bestimmungsort entfernt nach Berlin zur\u00fcck. Anlass genug, den gro\u00dfz\u00fcgigen Schenker zu einem Interview einzuladen \u2013 einer Bitte, der Dietmar J. Ponert angesichts seiner Verbundenheit mit den lange in seinem eigenen Wohnhaus verwahrten, konservatorisch vorbildlich gepflegten und durch seine eigenen Recherchen gut dokumentierten Gegenst\u00e4nden nur zu gern nachgekommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Wolfgang Cortjaens, Sammlungsleiter Angewandte Kunst und Grafik am DHM und Dr. Dietmar J. Ponert, Schenker des Konvoluts im Interview<\/strong><\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VGsLVwgamUc&amp;t=2s\">Zum Video auf YouTube<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Zur\u00fcck nach Berlin. Dr. Dietmar J. 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