
{"id":9516,"date":"2025-02-19T11:58:49","date_gmt":"2025-02-19T10:58:49","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=9516"},"modified":"2025-02-19T11:58:54","modified_gmt":"2025-02-19T10:58:54","slug":"ein-gespraech-ueber-die-aufklaerung-mit-der-literarischen-aufklaererin-angela-steidele","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2025\/02\/19\/ein-gespraech-ueber-die-aufklaerung-mit-der-literarischen-aufklaererin-angela-steidele\/","title":{"rendered":"Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die Aufkl\u00e4rung mit der literarischen Aufkl\u00e4rerin Angela Steidele"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die Aufkl\u00e4rung mit der literarischen Aufkl\u00e4rerin Angela Steidele<\/h1>\n\n\n\n<p>19. Februar 2025<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201e<\/strong><em>Die Aufkl\u00e4rung stand sich leider selbst auch bald auf dem Fu\u00df. Aber zuvor hat sie uns die Instrumente des Denkens geschenkt<\/em><strong>.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Steidele hat in ihrem Roman <em>Aufkl\u00e4rung<\/em> sowohl Charakteristika und die Vielf\u00e4ltigkeit der Themen als auch die Motivik der Aufkl\u00e4rung durch die Gespr\u00e4che und Gedanken der Figuren mit Liebe und Witz zwischen zwei Buchdeckeln untergebracht. Dabei hat sie zugleich auch etwas \u00fcber unsere Gegenwart erz\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephanie von Steinsdorff sprach anl\u00e4sslich der <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/was-ist-aufklaerung-fragen-an-das-18-jahrhundert\/\">Ausstellung \u201eWas ist Aufkl\u00e4rung? Fragen an das 18. Jahrhundert\u201c<\/a> mit ihr \u00fcber die literarische, philosophische und musikalische Kontrapunktik als Charakteristikum der Aufkl\u00e4rung, \u00fcber Sprache allgemein, die \u201ein ihrer Bedeutung nicht zu \u00fcbersch\u00e4tzen ist\u201c, \u00fcber Emanzipation und dar\u00fcber, dass man \u201efalsch abbiegen kann\u201c, so wie es im 19. Jahrhundert geschah und was das mit Aufkl\u00e4rung als auch mit unserer Gegenwart zu tun hat.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephanie von Steinsdorff: <\/strong>Frau Steidele, was fasziniert Sie am 18. Jahrhundert?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Steidele: <\/strong>Ich bin in das 18. verliebt als das Jahrhundert der Weltweisheit, der Wissenschaften, des Optimismus und des Aufbruchs und der Bereitschaft zu neuem Denken. Und ich mag das 19. Jahrhundert nicht, denn man ist falsch abgebogen, hat die Frauen wieder zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, den Nationalstaat erfunden. Vieles Gute, an das wir heute ankn\u00fcpfen k\u00f6nnen, hat mit dem 18. Jahrhundert zu tun, und das, was wir ablegen m\u00fcssen, mit dem 19. Jahrhundert. Und das ist jetzt extrem vereinfacht gesagt, denn die Aufkl\u00e4rung stand sich leider selbst auch bald auf dem Fu\u00df. Aber zuvor hat sie uns die Instrumente des Denkens geschenkt, mit denen wir erkennen k\u00f6nnen, warum sich die Aufkl\u00e4rung an sich selbst verraten hat. Und diesen Mehrwert des kritischen Denkens, das ist die Gabe, die uns das 18. Jahrhundert geschenkt hat und wo wir weiterdenken k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephanie von Steinsdorff: <\/strong>An welcher Stelle wurde Ihrer Ansicht nach konkret falsch abgebogen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Steidele:<\/strong> Eine entscheidende Z\u00e4sur markiert Rousseau: Mit der S\u00e4kularisation haben die m\u00e4nnlichen Vertreter der Aufkl\u00e4rung gemerkt, dass ihnen das Argumentationsmaterial ausgegangen ist, warum die Frau dem Manne Untertan sein soll: Also wo kein Gott, da keine Eva, die Adam hinterher putzen und sein Heim sch\u00f6n machen muss \u2013 wie Rousseaus Sophie seinem \u00c9mile. Die fr\u00fche und mittlere Aufkl\u00e4rung dagegen kannte das Ideal des gebildeten Frauenzimmers. F\u00fcr ein, zwei Generationen war das Fenster schon einmal offen und eine Emilie du Ch\u00e2telet, eine Olympe de Gouges, eine Luise Gottsched konnten da durchblicken, oder eine Laura Bassi in Italien. Nach Rousseau und seinen Epigonen musste sich im 19. Jahrhundert dann jede publizierende Frau im Vorwort entschuldigen: Nein, nein, mein Mann ist gut versorgt, die Kinder sind gl\u00fccklich, nachdem ich den Abwasch gemacht habe, in meinen letzten Mu\u00dfestunden schreibe ich noch diesen Roman. Es ist qu\u00e4lend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"822\" height=\"1024\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0303_Rousseau-ou-Nature-de-lHomme_96006419-822x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9523\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0303_Rousseau-ou-Nature-de-lHomme_96006419-822x1024.jpg 822w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0303_Rousseau-ou-Nature-de-lHomme_96006419-241x300.jpg 241w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0303_Rousseau-ou-Nature-de-lHomme_96006419-768x956.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0303_Rousseau-ou-Nature-de-lHomme_96006419-1233x1536.jpg 1233w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0303_Rousseau-ou-Nature-de-lHomme_96006419.jpg 1606w\" sizes=\"auto, (max-width: 822px) 100vw, 822px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Augustin Legrand, Jean-Jacques Rousseau oder der Naturmensch, Paris, 1795 \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephanie von Steinsdorff:<\/strong> Johann Sebastian Bachs Musik beschreiben Sie in Ihrem Roman als Aufkl\u00e4rungsmusik, obwohl Bach herk\u00f6mmlich als Barockmusiker bezeichnet wird. Tr\u00e4gt die Musik Bachs ein Merkmal, welches f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung charakteristisch ist?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Steidele: <\/strong>Ich verstehe Bach als Aufkl\u00e4rungsmusiker. Er hat etwa mit dem Wohltemperierten Klavier oder der Kunst der Fuge Abhandlungen vorgelegt, aber eben nicht in Worten, sondern in T\u00f6nen. Zentral dabei ist die Kontrapunktik, in der es nicht eine Hauptstimme gibt und der Rest begleitet nur, sondern alle Stimmen tragen zusammen den Gedanken der Musik vor: Mal tritt der Tenor vor, mal der Bass, mal der Sopran, mal ist das Duett der Mittelstimmen zentral. Und in diesem Ringen, Fragen, Antworten, Weiterdenken, Aufgreifen kann man eine musikalische Metapher der Aufkl\u00e4rung erkennen. Wir sind sehr an die Lichtmetapher gew\u00f6hnt, aber sie ist nur eine visuelle Metapher, die Kontrapunktik ist die musikalische Metapher der Aufkl\u00e4rung. Und mich hat Bachs Musik, also die Kontrapunktik, insbesondere auch zur Komposition des Romans selbst inspiriert, der ebenfalls kontrapunktisch, d. h. polyphon angelegt ist: vielstimmig, figurenreich; mit etlichen Szenen, in denen sehr viel geredet, diskutiert und der Gedanke gemeinsam vorangetragen wird. Der Roman hat auch keine ganz eindeutige Hauptfigur. Dorothea Bach meint zu Beginn, sie schreibt ein Buch \u00fcber Luise Gottsched, aber eigentlich wird sie im Verlauf vielleicht sogar eher die Hauptfigur, zumal sie ganz gewiss die Hauptstimme f\u00fchrt als Ich-Erz\u00e4hlerin. Das sind alles Versuche einer literarischen Adaption der Kontrapunktik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephanie von Steinsdorff: <\/strong>Warum w\u00e4hlten Sie f\u00fcr Ihren Roman die Zeit der Aufkl\u00e4rung und inwiefern spielt die Frauenperspektive eine besondere Rolle?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Steidele: <\/strong>Ich singe und h\u00f6re Bach mein ganzes Leben und schon und in meiner Dissertation vor bald 25 Jahren habe ich mich mit Luise Gottsched besch\u00e4ftigt. Damals schon war mir klar: Johann Sebastian Bach und die Gottscheds lebten in Leipzig zur selben Zeit 30 Jahre lang nebeneinander. Zu einer Zeit, als Leipzig das Zentrum der deutschsprachigen Aufkl\u00e4rung war. Aber wir sind es so gewohnt, Bach als Barockkomponisten zu verstehen. Wie geht das zusammen? Wie passt die Matth\u00e4uspassion in die Aufkl\u00e4rung? Ich wusste, da steckt ein fantastischer Stoff, aber heben konnte ich ihn erst, als ich \u00fcber unsere eigene Zeit verzweifelt bin, als mir die Neoirrationalismen, denen wir seit zehn, 15 Jahren ausgesetzt sind, begegneten. Vor 20 Jahren musste man nicht erkl\u00e4ren,warum Impfungen sinnvoll sind. Wir waren im Gegenteil weltweit heilfroh, dass Krankheiten ausgerottet wurden. Und auf einmal m\u00fcssen wir kostbare Lebenszeit daf\u00fcr verwenden, um Dinge, die die Wissenschaft f\u00fcr uns gekl\u00e4rt hat, auf einmal nochmal zu begr\u00fcnden. \u2013 F\u00fcr meinen Roman war mir klar, dass der sich nur aus der Sicht einer marginalisierten Figur schreiben lie\u00df, die rausgefallen ist, die die Aufkl\u00e4rer nicht bedacht haben. Ich h\u00e4tte etwa eine j\u00fcdische oder eine schwarze Perspektive w\u00e4hlen k\u00f6nnen, um \u00fcber die Aufkl\u00e4rung nachzudenken und nicht deren Fehler zu repetieren. Ich habe mich jedoch f\u00fcr eine weibliche Figur entschieden, denn mir liegt der feministische Zugriff nah.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"627\" height=\"1024\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0402_Portraet-Gottsched_Gr-2001_77.51-627x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9524\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0402_Portraet-Gottsched_Gr-2001_77.51-627x1024.jpg 627w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0402_Portraet-Gottsched_Gr-2001_77.51-184x300.jpg 184w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0402_Portraet-Gottsched_Gr-2001_77.51-768x1255.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0402_Portraet-Gottsched_Gr-2001_77.51-940x1536.jpg 940w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0402_Portraet-Gottsched_Gr-2001_77.51.jpg 1224w\" sizes=\"auto, (max-width: 627px) 100vw, 627px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Luise Gottsched, Leipzig, um 1750 \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephanie von Steinsdorff: <\/strong>Die Ich-Erz\u00e4hlerin Dorothea Bach nimmt eine gegenl\u00e4ufige Erg\u00e4nzungsstimme zur Erz\u00e4hlung von Johann Christoph Gottsched ein. Ist das Ausdruck eines Protests in literarischer Form?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Steidele: <\/strong>Ja. Gottsched hat seine Ehe, sehr ungew\u00f6hnlich, als Gelehrtentandem gef\u00fchrt, nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben m\u00fcsste Luise Gottsched auf den Titelbl\u00e4ttern seiner B\u00fccher stehen. Gleichzeitig ist die Biografie, die er nach ihrem Tod \u00fcber sie geschrieben hat, aus heutiger Sicht emp\u00f6rend, denn er schreibt mehr \u00fcber sich als \u00fcber seine Frau. Diese Emp\u00f6rung hatte auch mal die private Angela Steidele.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephanie von Steinsdorff:<\/strong> Durch das Gendern spannen Sie einen Bogen vom Sprachgebrauch des 18. Jahrhunderts zu heute. Warum wird in Ihrem Roman gegendert?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Steidele: <\/strong>Sprache ist in ihrer Bedeutung \u00fcberhaupt nicht zu \u00fcbersch\u00e4tzen. Sprache als Verweissystem meint immer etwas anderes, sie steht nicht f\u00fcr sich und ist kein wertfreies Instrument. F\u00fcr mich war es ein h\u00f6llisches Vergn\u00fcgen, unsere Zeit in der damaligen zu spiegeln, denn das 18. Jahrhundert hat mehr oder anders gegendert als wir, das darf man sich auf der Zunge zergehen lassen. Weibliche Nachnamen wie \u201eMadame Gottschedin\u201c, \u201eMadame Bachin\u201c, wurden gegendert. Das ist historische Wirklichkeit und die Stelle im Roman, wenn sich Christiana Mariana von Ziegler, Luise Gottsched und Dorothea Bach \u00fcber den Sprachgebrauch in den \u201eVern\u00fcnftigen Tadlerinnen\u201c streiten, das ist alles Original: \u201eVerwandtinnen\u201c oder \u201eBekanntinnen\u201c sind Vokabeln, die ich dort gefunden habe. Das wollte ich in \u201eAufkl\u00e4rung. Ein Roman\u201c auch vermitteln: eine Freude am Sprechen. Freude am wohlwollenden Sprechen ist Freude am Denken und lasst es doch uns bitte im Guten tun, es ist m\u00f6glich. Wenn Hass ins Spiel kommt, geht es nie um Sprache. Es geht immer um anderes.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"622\" height=\"1024\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0365_Vernuenftige-Tadlerinnen-622x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9525\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0365_Vernuenftige-Tadlerinnen-622x1024.jpg 622w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0365_Vernuenftige-Tadlerinnen-182x300.jpg 182w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0365_Vernuenftige-Tadlerinnen-768x1265.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0365_Vernuenftige-Tadlerinnen-932x1536.jpg 932w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/AK-0365_Vernuenftige-Tadlerinnen.jpg 1214w\" sizes=\"auto, (max-width: 622px) 100vw, 622px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufkl\u00e4rerische moralische Wochenschrift f\u00fcr Frauen, Leipzig 1726 \u00a9 DHM<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stephanie von Steinsdorff: <\/strong>Was bedeutet es in unserer heutigen Zeit an den Aufkl\u00e4rungsgedanken anzukn\u00fcpfen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Steidele:<\/strong><em> <\/em>Wenn man die Ideale der Aufkl\u00e4rung ernst nimmt, dann m\u00fcssen wir unsere Demokratie weiterentwickeln und wahrmachen, dass alle Menschen gleich sind. Leider erleben wir es gerade wieder, dass die Menschen ungleicher werden, weltweit, aber auch in unserer eigenen Gesellschaft. Da kann man sich traurige Inspiration im 18. Jahrhundert holen. F\u00fcr mich geh\u00f6rt es zum Elend der Aufkl\u00e4rung: Aufkl\u00e4rer k\u00e4mpfen gern gegen die Unvernunft, aber noch viel lieber k\u00e4mpfen sie gegen andere Aufkl\u00e4rer. Hass ist keine Erfindung unserer Zeit, auch wenn er besondere Formen und Ausma\u00dfe angenommen hat. Aber sich gegenseitig bekriegen und sich die schlimmsten Pamphlete um die Ohren hauen, das konnten die Menschen leider damals auch schon. Das Medium und der Zugang zu Ver\u00f6ffentlichungsm\u00f6glichkeiten haben sich ver\u00e4ndert, aber der Hass leider nicht.<\/p>\n\n\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Angela Steidele<\/h4>\n<p style=\"color: #000000; padding: 0px 10px 5px 10px;\">Angela Steidele denkt in Romanen, Biographien und Essays \u00fcber Geschichte als Gegenwart nach, \u00fcber Kunst als Wissenschaft und Liebe als Provokation. Wissenschaftlich recherchieren \u2013 literarisch schreiben ist ihr Markenzeichen. Ihr j\u00fcngstes Werk, <em>Aufkl\u00e4rung. Ein Roman<\/em> (2022), war f\u00fcr den Preis der Leipziger Buchmesse (Kategorie Belletristik) nominiert. 2023 erhielt sie f\u00fcr ihr gesamtes bisheriges Schaffen den Klopstock-Preis f\u00fcr neue Literatur.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die Aufkl\u00e4rung mit der literarischen Aufkl\u00e4rerin Angela Steidele<span><\/h2>\n<p>Angela Steidele hat in ihrem Roman Aufkl\u00e4rung sowohl Charakteristika und die Vielf\u00e4ltigkeit der Themen als auch die Motivik der Aufkl\u00e4rung durch die Gespr\u00e4che und Gedanken der Figuren mit Liebe und Witz zwischen zwei Buchdeckeln untergebracht. Dabei hat sie zugleich auch etwas \u00fcber unsere Gegenwart erz\u00e4hlt. Stephanie von Steinsdorff sprach anl\u00e4sslich der Ausstellung \u201eWas ist Aufkl\u00e4rung? Fragen an das 18. Jahrhundert\u201c mit ihr \u00fcber die literarische, philosophische und musikalische Kontrapunktik als Charakteristikum der Aufkl\u00e4rung, \u00fcber Sprache allgemein, die \u201ein ihrer Bedeutung nicht zu \u00fcbersch\u00e4tzen ist\u201c, \u00fcber Emanzipation und dar\u00fcber, dass man \u201efalsch abbiegen kann\u201c, so wie es im 19. Jahrhundert geschah und was das mit Aufkl\u00e4rung als auch mit unserer Gegenwart zu tun hat.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":9522,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[2261,2887,2910],"class_list":["post-9516","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leute","tag-aufklaerung","tag-interview-de","tag-was-ist-aufklaerung"],"_links":{"self":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9516"}],"version-history":[{"count":7,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9516\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9530,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9516\/revisions\/9530"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9522"}],"wp:attachment":[{"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}