
{"id":9667,"date":"2025-04-02T13:56:47","date_gmt":"2025-04-02T11:56:47","guid":{"rendered":"\/blog\/?p=9667"},"modified":"2025-04-02T13:56:53","modified_gmt":"2025-04-02T11:56:53","slug":"von-bayeux-bis-zur-bastille-festungsschluessel-als-zeichen-des-friedens-und-der-revolution","status":"publish","type":"post","link":"\/blog\/2025\/04\/02\/von-bayeux-bis-zur-bastille-festungsschluessel-als-zeichen-des-friedens-und-der-revolution\/","title":{"rendered":"Von Bayeux bis zur Bastille: Festungsschl\u00fcssel als Zeichen des Friedens und der Revolution"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Von Bayeux bis zur Bastille: Festungsschl\u00fcssel als Zeichen des Friedens und der Revolution<\/h1>\n\n\n\n<p>Sven L\u00fcken | 2. April 2025<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Als die Bastille am 14. Juli 1789 vom Volk gest\u00fcrmt wurde, bekam der Kommandeur der Nationalgarde La Fayette einen Festungsschl\u00fcssel geschenkt. Eine Nachbildung des Schl\u00fcssels ist in der Ausstellung <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/ausstellungen\/was-ist-aufklaerung-fragen-an-das-18-jahrhundert\/\">\u201eWas ist Aufkl\u00e4rung? Fragen an das 18. Jahrhundert\u201d<\/a> zu sehen und weitere Festungsschl\u00fcssel befinden sich in der <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/sammlung\/unsere-sammlung\/\">Sammlung<\/a> des Deutschen Historischen Museums. Sven L\u00fcken, Sammlungsleiter Militaria, erl\u00e4utert die historische Bedeutung dieser Objekte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Depot des Deutschen Historischen Museums werden viele Dinge aufbewahrt. Ganz einfach, weil sie noch da sind und eine Inventarnummer haben, auch wenn ihr augenblicklicher Nutzen unklar ist. Das ist \u00fcblich in Museen. Dazu geh\u00f6rt auch ein Blechschrank mit einer ganzen Schublade fein s\u00e4uberlich aufgereihter Schl\u00fcssel, etwa 60 an der Zahl. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"625\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/01_Festungsschluessel-Militaria-Slg.-F2-1024x625.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9672\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/01_Festungsschluessel-Militaria-Slg.-F2-1024x625.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/01_Festungsschluessel-Militaria-Slg.-F2-300x183.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/01_Festungsschluessel-Militaria-Slg.-F2-768x469.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/01_Festungsschluessel-Militaria-Slg.-F2-1536x938.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/01_Festungsschluessel-Militaria-Slg.-F2.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schublade mit Festungsschl\u00fcsseln im Depot des Deutschen Historischen Museums. Die Namen der Festungen befinden sich in schriftlichen Unterlagen an anderen Orten. \u00a9 Deutsches Historisches Museum \/ Foto: Andr\u00e9 K\u00f6nig<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Dokumentation ist, wie auch so mancher Schl\u00fcssel, im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen, doch gibt es alte Inventare. Demnach waren es ganz \u00fcberwiegend die Schl\u00fcssel zu den Toren nordfranz\u00f6sischer St\u00e4dte und Festungen, die im Zusammenhang der Feindseligkeiten des Krieges von Preu\u00dfen gegen Frankreich in den Jahren 1870\/71 zur Kapitulation gezwungen wurden. Nun war die 1701 gegr\u00fcndete preu\u00dfische Armee schon vorher erfolgreich im Erobern von Festungen. Und hat nicht der gro\u00dfe preu\u00dfische Friedrich in Schlesien die eine oder andere Festungst\u00fcr ge\u00f6ffnet? Doch von alldem hat sich nichts erhalten, weil 1760 \u00f6sterreichische und russische Truppen sowie 1806 Napoleons franz\u00f6sische Armee das Zeughaus pl\u00fcnderten. Anders als zum Beispiel im franz\u00f6sischen Armeemuseum in Paris sind es nach den St\u00fcrmen des 18. Jahrhunderts in Berlin erst wieder die Preu\u00dfen, die 1864 im Krieg gegen D\u00e4nemark die Schl\u00fcssel der eroberten j\u00fctischen Festung Fredericia beibrachten. Nach 1870 ging es mit den eroberten franz\u00f6sischen Festungen Schlag auf Schlag weiter. Die allermeisten kommen aus diesem Konflikt, der damit zeigt, wie hoch seine Bedeutung f\u00fcr das preu\u00dfische Selbstverst\u00e4ndnis war. Das wurde vor allem im Zweiten Kaiserreich erkennbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Was war das f\u00fcr ein Brauch, den wir noch kennen, wenn an Weiberfastnacht die Stadtschl\u00fcssel rheinischer Karnevalshochburgen vorr\u00fcbergehend in die H\u00e4nde der N\u00e4rrinnen und Narren gegeben werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kriegsgl\u00fcck wurde in Europa seit der Antike nicht nur in der offenen Feldschlacht gesucht. Bis in die Fr\u00fche Neuzeit stellt die Belagerung von St\u00e4dten, Burgen und Festungen ein wesentliches Element des Krieges dar. Poliorketik hie\u00df die Technik der Belagerung und sie kam einer Wissenschaft gleich. Der Bau von Befestigungen entwickelte sich ebenso wie Technik und Bau von Belagerungswerk weiter. Ein gewaltiger Sprung war das Auftreten von Belagerungsartillerie auf der Grundlage des neuerfundenen Schie\u00dfpulvers seit dem 14. Jahrhundert. War es zun\u00e4chst noch der Abschussknall, der Schrecken erregte, so perfektionierte der Bronzeguss der Gesch\u00fctze die Zielgenauigkeit der Artillerie so, dass am Ende des 18. Jahrhunderts genau errechnet werden konnte, wann eine Festung sturmreif geschossen war und wann sie kapitulieren w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wissen, die Erwartungen der beteiligten Menschen und deren gesellschaftliche sowie moralische Reife nahm an dieser Entwicklung nicht in gleichem Ma\u00dfe teil. In Altertum und Mittelalter wurden eroberte Festungen selbstverst\u00e4ndlich den Eroberern zur Pl\u00fcnderung \u00fcberlassen, nicht selten kam es dabei zu unvorstellbaren Grausamkeiten. Man wollte den Gegner sch\u00e4digen und dem\u00fctigen. Da kam jedes Mittel recht. Im Mittelalter war das Mordbrennen, das Anz\u00fcnden der D\u00f6rfer des Feindes und das Hinwegf\u00fchren seines Viehs Hauptaktivit\u00e4t im Krieg, bis zur Zerst\u00f6rung ganzer Landstriche. Das Ende der ritterlich feudalen Heere und der \u00dcbergang zum Landsknechtsunwesen in der Zeit um 1500 lie\u00df keine andere M\u00f6glichkeit. Mit der Maxime \u201eDer Krieg ern\u00e4hrt den Krieg\u201c forderten noch die Landsknechte Wallensteins im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg (1618\u20131648) den Besitz des Feindes als Kriegslohn. Das Pl\u00fcndern lag allen Heeren der Fr\u00fchen Neuzeit in den Genen. Die zweite H\u00e4lfte des 17. Jahrhunderts kannte im einst bl\u00fchenden Mittteleuropa ganze Landstriche, die der Krieg auf Jahrzehnte ruiniert hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur langsam gewannen Vorstellungen aus Humanismus und Aufkl\u00e4rung Raum, die einer Begrenzung des Kriegsgeschehens auf die unmittelbaren Teilnehmer das Wort redeten. Christentum und Kirche hatten immer Gro\u00dfmut gepredigt, die auch in Ausnahmef\u00e4llen gew\u00e4hrt wurde. Doch erst mit der Zeit der f\u00fcrstlichen Heere im 17. Jahrhundert entstand ein anderes Denken, das einen besiegten Feind nicht sch\u00e4digen, sondern auf andere Weise dem Sieger zunutze machen wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Kriegsrecht entstand in manchen Heeren, das die \u201eManneszucht\u201c als Wertma\u00dfstab kannte und Pl\u00fcnderungen verbot, so sich denn die Festungen ergeben hatten. Aus manchmal anarchischen Landsknechtsheeren wurden gedrillte f\u00fcrstliche Armeen aus Berufssoldaten. Und die setzten ihre Kriegsrechte zur Disziplinierung der eigenen Truppen durch. Die nicht mit Pl\u00fcndern abgelenkte Armee in den gedrillten F\u00fcrstenheeren der Fr\u00fchen Neuzeit hatte den h\u00f6heren Kampfwert. Und so manch f\u00fcrstlicher Feldherr dieser Zeit wusste das gewonnene Ansehen als aufgekl\u00e4rter Heerf\u00fchrer zu sch\u00e4tzen, der den \u00f6konomischen Mehrwert einer unzerst\u00f6rt und ungepl\u00fcndert eroberten Ortschaft kannte.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so bekamen Festungen und befestigte St\u00e4dte allm\u00e4hlich die Chance, ohne Pl\u00fcnderung davon zu kommen, so sie denn ordnungsgem\u00e4\u00df kapituliert hatten. Dazu bedurfte es einer Kommunikation zwischen Belagerten und Belagerern, die schwierig war, denn gerade diese Kommunikation mit dem Feind sollte unterbunden werden. Nun kennen wir alle heute noch den Parlament\u00e4r, der mit der wei\u00dfen Fahne in der Hand zwischen den Parteien \u201eunterhandelt\u201c. In der Vergangenheit gab es noch ein Utensil, mit dessen Hilfe man Botschaften versenden konnte. N\u00e4mlich den Schl\u00fcssel zu einer Befestigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadtmauern einer befestigten Stadt waren nur an den offenen oder verschlossenen Toren zu \u00fcberwinden. An der Stadtmauer schied sich Stadt vom Land, das Recht der Stadt von dem des Landes, insofern waren Stadttore von Bedeutung. Dort waren Wappen angeschlagen und zeugten von der hier ausge\u00fcbten Herrschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schl\u00fcssel dieser Tore waren keine kleinen Sicherheitsschl\u00fcssel wie heute, sondern hatten eher das Format von Kirchenschl\u00fcsseln. Da lag es nahe, mit Hilfe dieser Schl\u00fcssel zu kommunizieren, sie dem Gegner anzubieten und damit die eigene Stadt zur \u201eoffenen\u201c Stadt zu machen. Zahlreiche Darstellungen der Kunstgeschichte thematisieren den Schl\u00fcssel in der Belagerung. Bei dem um 1077 entstandenen Teppich von Bayeux, der die Eroberung Englands 1066 durch Wilhelm den Eroberer und sein vorheriges Wirken in Nordfrankreich schildert, wird die Belagerung der Burg Dinan beendet, indem die Belagerten an einem Spie\u00df ein Paar Schl\u00fcssel hinausgeben. Die aber wohl bekannteste Darstellung einer Schl\u00fcssel\u00fcbergabe ist die von dem spanischen Maler Diego Vel\u00e1zquez, der den niederl\u00e4ndischen Stadtkommandanten von Nassau 1625 an den h\u00f6flich entgegenkommenden Oberbefehlshaber der spanischen Armee Ambrosio Spinola treten l\u00e4sst, um die Festungsschl\u00fcssel zu \u00fcbergeben. Obwohl die umstehenden spanischen Soldaten zur Pl\u00fcnderung bereitstehen, findet diese nicht statt: der Wechsel der Schl\u00fcssel verhindert die Erst\u00fcrmung und hegt die Gewalt ein. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"827\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/03_98005708-1024x827.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9678\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/03_98005708-1024x827.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/03_98005708-300x242.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/03_98005708-768x620.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/03_98005708-1536x1240.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/03_98005708.jpg 1925w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Diego Vel\u00e1zquez, <em>Die \u00dcbergabe von Breda<\/em>, Kopie des 20. Jh. \u00a9 Deutsches Historisches Museum<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ganz anders in der norddeutschen Metropole Magdeburg, die als protestantische Festung 1631 bei stetiger Gegenwehr von den Soldaten der Katholischen Liga eingenommen und drei Tage lang mit allen Konsequenzen gepl\u00fcndert wurde. Die Stadt war im Sturm genommen worden, eine \u00dcbergabe hatte es nicht gegeben, so dass offensichtlich ein Zusammenhang zwischen Schl\u00fcssel\u00fcbergabe und Pl\u00fcnderung bestand.<\/p>\n\n\n\n<p>Im 18. Jahrhundert scheinen Schl\u00fcssel\u00fcbergaben zur Regel geworden sein. Seit 1787 rebellierte in den \u00d6sterreichischen Niederlanden ein an althergebrachten Rechten interessiertes, konservatives und gegen die zentralistische und aufgekl\u00e4rte Staatsverwaltung der habsburgischen Herrschaft eingestelltes B\u00fcrgertum. 1789 r\u00fcckte eine kleine aufst\u00e4ndische Br\u00fcsseler Armee in das umliegende Brabant ein, doch erstickte die \u00d6sterreichische Armee den Aufstand im Keim, so dass es schon im Dezember 1790 zur Kapitulation kam \u2013 nat\u00fcrlich weit vor den Toren von Br\u00fcssel und mit \u00dcbergabe der Schl\u00fcssel, die dieses Mal stilvoll auf einem Tablett dargeboten wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"647\" height=\"542\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/02_20050418.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9676\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/02_20050418.jpg 647w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/02_20050418-300x251.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 647px) 100vw, 647px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Johann Michael Voltz, <em>Die Wiederunterwerfung der \u00f6sterreichischen Niederlande<\/em>. Der Kupferstich ist Teil der Publikation \u201eGeschichten der Jahre 1789-1792\u201c, N\u00fcrnberg, um 1820 \u00a9 Deutsches Historisches Museum<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei konnte das auch anders ausgehen. Am 14. Juli 1789 st\u00fcrmte die Pariser Bev\u00f6lkerung die Bastille, eine Bastion der Pariser Stadtbefestigung, die seit Jahrzehnten als unbefristetes staatliches Gewahrsam f\u00fcr aufkl\u00e4rerisch Gesinnte galt. Doch wider Erwarten waren kaum Gefangene vor Ort. Kommandant und Besatzung kapitulierten und \u00fcbergaben die Festungsschl\u00fcssel, doch sollte ihnen das nichts n\u00fctzen. Die Besatzung wurde gelyncht, der Kommandant enthauptet, die Festung sofort geschleift. Die Schl\u00fcssel gelangten in die H\u00e4nde verdienter Offiziere, einer in die des Marquis de Lafayette, der als franz\u00f6sischer Offizier gemeinsam mit George Washington im Unabh\u00e4ngigkeitskrieg um Amerikas Freiheit gefochten hatte. Sein Schl\u00fcssel gelangte auf Vermittlung des aufkl\u00e4rerischen Politikers Thomas Paine an George Washington, um fortan in dessen Landsitz als Souvenir des Freiheitskampfes zu dienen. Der Festungsschl\u00fcssel hatte einen Bedeutungswandel erfahren: vom Dokument eines milit\u00e4rischen Sieges zum Souvenir eines Ereignisses.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"767\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/04_AK-0918_Bastille-Schluessel_in-Kiste-1024x767.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9680\" srcset=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/04_AK-0918_Bastille-Schluessel_in-Kiste-1024x767.jpg 1024w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/04_AK-0918_Bastille-Schluessel_in-Kiste-300x225.jpg 300w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/04_AK-0918_Bastille-Schluessel_in-Kiste-768x576.jpg 768w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/04_AK-0918_Bastille-Schluessel_in-Kiste-1536x1151.jpg 1536w, \/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/04_AK-0918_Bastille-Schluessel_in-Kiste.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schl\u00fcssel der Bastille, Frankreich, vor 1789 (Original), Nachbildung \u00a9 Deutsches Historisches Museum<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Am Anfang stand der Gebrauch im Mittelalter: Schl\u00fcssel von Burgtoren wurden ihren neuen Besitzern \u00fcbergeben. Daraus wurde in der Neuzeit die zeremonielle \u00dcbergabe der Schl\u00fcssel belagerter Festungen an die Sieger. Sie wurde noch bis ins 19. Jahrhundert vollzogen. F\u00fcr das beteiligte Milit\u00e4r waren die Schl\u00fcssel Dokumente eines Sieges, bei dem auf die Gewohnheitsrechte der Sieger gro\u00dfm\u00fctig verzichtet wurde. Die Schl\u00fcssel erhielt der siegreiche Belagerer und gab sie weiter an einen Ort, wo sie aufbewahrt und gegebenenfalls gezeigt werden konnten. Aus Siegesdokumenten wurden Souvenirs. In Frankreich bewahrt das Armeemuseum im Invalidenhaus solche Dokumente auf, in Preu\u00dfen war dies das <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/museum\/geschichte-und-architektur\/geschichte\/\">Zeughaus<\/a> Unter den Linden.<\/p>\n\n\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7633 size-full\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Lueken_09_\u00a9Bruns.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"225\" \/><\/p>\n<\/td>\n<td bgcolor=\"#becafa\">\n<h4 style=\"color: #000000; padding: 5px 10px 0px 10px;\">Dr. Sven L\u00fcken<\/h4>\n<p style=\"color: #000000; padding: 0px 10px 5px 10px;\">Dr. Sven L\u00fcken ist Sammlungsleiter Militaria am Deutschen Historischen Museum.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2><span>Von Bayeux bis zur Bastille: Festungsschl\u00fcssel als Zeichen des Friedens und der Revolution<span><\/h2>\n<p>Als die Bastille am 14. 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