Film

Wie ein Hirschberger Dänisch lernte

BRD 1968, R: Rolf Busch, 95'

Dienstag, 23. Oktober 2018, 20.00 Uhr

Zeughauskino

Wie ein Hirschberger Dänisch lernte 

BRD 1968, R: Rolf Busch, B: Dieter Meichsner, K: Frank A. Banuscher, D: Josef Schaper, Ruth Hellberg, Günther Wille, Ilse Bally, Emil Hass Christensen, Ebba With, Povl Wöldike, 95’ · Digital SD

DI 23.10. um 20 Uhr + MI 31.10. um 20 Uhr · Einführung: Jan Gympel

Vor 75 Jahren, im Oktober 1943, gelang es dem dänischen Widerstand, mit breiter Unterstützung durch die Bevölkerung, fast alle als Juden verfolgte und akut von der Deportation bedrohte Menschen aus dem von Nazi-Deutschland besetzten Königreich nach Schweden zu schmuggeln. An diese leider einzigartige Tat erinnert dieser Spielfilm am Beispiel eines älteren Anwalts, geboren in Hirschberg im damals deutschen Schlesien und wie schon seine Eltern evangelischen Glaubens: Seiner jüdischen Vorfahren wegen 1939 nach Dänemark geflohen, wo bereits sein Sohn lebte, droht er dort – nachdem sich die erhoffte Weiterreise in die USA zerschlagen hat – vom NS-Terror eingeholt zu werden. Geschildert wird dies ganz aus der Sicht des Verfolgten, in den Rückblenden auf Momente der Angst und Demütigung in Deutschland übernimmt die Kamera sogar seinen Blick. Das Ende des noch von Egon Monk produzierten Films war 1968 eine bewusste Spitze: Nach dem Krieg kehrt der einst aus Schlesien Vertriebene in seine Heimat zurück. Nämlich dorthin, wo man ihn gut behandelt und ihm selbstlos geholfen hat: nach Dänemark.

Die Kritiken waren durchweg positiv: „Eine schrecklich wahre Geschichte, photographiert und erzählt in der poetischen Prosa eines Kunstmärchens. Und eben darum gültig, ungeschminkter als die pseudoreale Antikunst routinierter Dokumentarspielerei.“, schrieb Karl Heinz Kramberg in der Süddeutschen Zeitung vom 5./6.10.1968. epd Kirche und Fernsehen lobte neben vielem anderen: „Endlich die Regie Rolf Buschs: sehr selten nur erkannte man in einer anderen Produktion eine so sichere und klar durchdachte Konzeption wie hier.“ Und der West-Berliner Telegraf vom 6.10.1968 resümierte: „Ein Abend – hoffentlich – der Gewissensnot für viele.“ (gym)

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