• Foto: Rzeszow, 1940

Zwei Männer an einer Hauswand in Rzeszow

Max Kirnberger (1902-1983)
Rzeszow, 1940
Fotografie
3,6 x 2,4 cm
Inv.-Nr.: Kirnberger 5103

Im "Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete" mussten die jüdischen Bewohner ab dem 1. Dezember 1939 eine Armbinde mit einem blauen Davidstern auf weißem Grund tragen. Die Aufnahmen von Max Kirnberger aus der polnischen Stadt Rzeszow waren eigentlich mit "Ghetto Rzeszow" betitelt. Das Ghetto in Rzeszow wurde jedoch erst am 17. Dezember 1941 geschaffen, ab dem 10. Januar 1942 war es geschlossenes Gebiet. Sollten die Aufnahmen tatsächlich vom Februar 1940 stammen, können sie noch nicht im Ghetto entstanden sein.

Der Gehörlosenlehrer Max Kirnberger aus Straubing war während des Zweiten Weltkrieges Offizier bei einer Fernmeldetruppe, unter anderem auch in Polen. Aus dieser Zeit stammen seine Aufnahmen des Lebens in jüdischen Ghettos (Zamość, Izbica, Lublin). Eine Krankheit beendete 1942 seinen Fronteinsatz, und er arbeitete als Sprachheillehrer in einem Lazarett. Nach dem Krieg nahm er seine Tätigkeit am Gehörloseninstitut in Straubing wieder auf.

Dieses Objekt ist eingebunden in folgende LeMO-Seite:

Chronik 1940

[Abbildung] Im Ghetto Rzeszow Photographie Max Kirnberger (1902-1983) Rzeszow, 1940 © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv.-Nr.: Kirnberger 5103Deutsches Historisches Museum, Berlin LeMO de Polen, Rzeszow Ghetto, Antisemitismus, Verfolgung Kirnberger, Max

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