• Exponat: Foto: Boykott jüdischer Geschäfte, 1933

"Jüdisches Geschäft! Wer hier kauft wird photographiert"

Boykottaufruf und Drohung an jüdischen Geschäften
Deutsches Reich, 1. April 1933
Fotografie
13 x 18 cm
Inv.-Nr.: F 88/794

Der "Geschäftboykott" verlief im ganzen Reich nach gleichem Muster. Begleitet von Plünderungen und gewalttätigen Übergriffen postierten sich uniformierte Nationalsozialisten vor jüdischen Geschäften, Arztpraxen und Anwaltskanzleien und versuchten die Kunden, Patienten und Klienten am Betreten der Gebäude zu hindern. Auf Lastwagen patrouillierten SA-Trupps durch die Straßen und forderten die Passanten auf, jüdische Geschäfte zu meiden. Die Polizei erhielt Anweisung, bei Ausschreitungen nicht zugunsten der Juden einzugreifen. An einigen Geschäften waren Warnschilder angebracht, dass Käufer in jüdischen Geschäften fotografiert würden. Trotz dieser Einschüchterungsversuche zeigten einige Kunden ihre Solidarität, indem sie demonstrativ in jüdischen Geschäften einkauften.

Dieses Objekt ist eingebunden in folgende LeMO-Seite:
Die "Arisierung" im NS-Regime

[Abbildung] Jüdisches Geschäft! Wer hier kauft wird photographiert Deutsches Reich, 1933 Fotographie 13 x 18 cm DHM, Berlin F 88/794Deutsches Historisches Museum, Berlin LeMO de Deutsches Reich Antisemitismus, Geschäftsboykott, Judenverfolgung

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