• Grafik: Sitzung der internationalen "Kongo-Konferenz" in Berlin

Reichskanzler Otto von Bismarck auf einer Sitzung der internationalen "Kongo-Konferenz" im Kongresssaal des Reichskanzlerpalais in Berlin

Adalbert von Roessler (1853-1922)
Bild aus: Über Land und Meer, Bd.53, 1884/85. S. 308
Deutsches Reich, November 1884
13 x 18 cm
Inv.-Nr.: F 90/372
Vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 tagte im Berliner Reichskanzlerpalais in der Wilhelmstraße 77 die sogenannte "Berliner Konferenz", auch "Westafrika-Konferenz" oder "Kongo-Konferenz" genannt. Die Vertreter von 13 europäischen Staaten, sowie der USA und des Osmanischen Reiches hatten sich auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck dort versammelt, um über das künftige Vorgehen dieser Staaten auf dem afrikanischen Kontinent zu beraten. Afrikaner waren bei dieser Versammlung nicht zugegen. Auf der Berliner Konferenz legten die anwesenden Großmächte die Kriterien für die völkerrechtliche Anerkennung von Kolonialbesitz fest. Dies löste einen beispiellosen Wettlauf um die noch nicht besetzten Gebiete Afrikas aus. Innerhalb weniger Jahre war Afrika dann unter den europäischen Mächten aufgeteilt – bis auf Äthiopien und Liberia. Auch Deutschland sicherte sich damals seinen, wie es später hieß, "Platz an der Sonne" und trat in die Reihe der Kolonialmächte ein.
[Abbildung] Reichskanzler Otto von Bismarck auf einer Sitzung der internationalen Kongo-Konferenz im Kongresssaal des Reichskanzlerpalais in Berlin Deutschland, 1884/1885 Druck © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv.-Nr.: F 90/372Deutsches Historisches Museum, Berlin LeMO de Deutsches Reich, Berlin Kongo, Afrika, Kolonie, Konferenz

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