Edwin Redslob 1884-1973

Kunsthistoriker

  • 1884

    22. September: Edwin Redslob wird in Weimar als Sohn des Kunstprofessors Ernst Redslob und dessen Frau Marie (geb. Raumer) geboren.

  • 1901-1906

    Er studiert Kunst- und Literaturwissenschaften in Weimar und Heidelberg.

  • 1906

    Redslob promoviert mit der Arbeit "Die fränkischen Epitaphien im 14. und 15. Jahrhundert".

  • 1907-1909

    Praktikum am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

  • 1909-1911

    Assistent des Direktors am Nationalmuseum Aachen.

  • 1909-1920

    Als Kunsthistoriker ist er an Museen in Bremen, Weimar, Erfurt und Heidelberg beschäftigt.

  • 1909

    20. Oktober: Er heiratet Charlotte Hardtmuth. Aus der Ehe gehen zwei Töchter hervor.

  • 1912

    Redslob wird Direktor der staatlichen Kunstsammlung Württemberg.

  • ab 1920

    1. September: Er wird zum Generaldirektor aller württembergischen Museen und zum Reichskunstwart, der für alle staatlichen Kunst- und Kulturfragen zuständig ist, ernannt.
    Seine erste Aufgabe ist die Vergabe des Auftrags zur Gestaltung eines Reichswappens für die Weimarer Republik. Redslob erteilt dem Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff den Auftrag, dessen Entwurf aber nicht umgesetzt wird.

  • 1923

    In der Funktion des Reichskunstwarts organisiert und gestaltet Redslob die "Traditions- und Gedenkfeier der Weimarer Republik für die Revolution 1848" im Berliner Reichstag.

  • 1933

    April: Er distanziert sich von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), in die er eintreten soll. Daraufhin wird er vom NS-Regime aus allen Ämtern entlassen.

  • 1935

    Redslob veröffentlicht den autobiographisch geprägten kunstgeschichtlichen Abriß "Ein Jahrhundert verklingt".

  • 1939-1945

    Aufgrund eines Rückenleidens muß er aus gesundheitlichen Gründen nicht am Zweiten Weltkrieg teilnehmen.
    Redslob widmet sich der kunsthistorischen Forschung und betätigt sich als Schriftsteller und Übersetzer. In dieser Zeit entstehen Arbeiten zur kunstgeschichtlichen Entwicklung Berlins und zum Leben Goethes.

  • 1945

    Herbst: Nach Kriegsende gehört er zu den Gründern der Berliner Tageszeitung "Der Tagesspiegel".

  • 1945-1948

    Er ist bemüht, in Deutschland verstreute und verschollene Kunstschätze ausfindig zu machen und zusammenzutragen.

  • 1948

    Redslob ist Mitinitiator der Gründung der Freien Universität Berlin (FU) im Westteil der Stadt.
    Er entwirft das bis heute verwendete Emblem der Universität mit den Grundwerten der Wissenschaft "Veritas, Iustitia, Libertas" (Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit).

  • 1948-1954

    An der FU ist er Professor für Kunst- und Kulturgeschichte.

  • 1949

    Auf Einladung des Rektors der Columbia University New York, General Dwight D. Eisenhower, besucht er die Vereinigten Staaten von Amerika, um verschiedene Universitätssysteme des Landes kennenzulernen.

  • 1949/50

    Redslob ist Rektor der Freien Universität.

  • 1951/52

    Er gehört zu den Mitbegründern des Berlin-Museums.

  • 1959

    Ihm wird das Große Bundesverdienstkreuz und die Ernst-Reuter-Medaille verliehen.

  • 1969

    Seine umfangreiche Goethe-Sammlung überläßt Redslob der Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung in Düsseldorf.

  • 1973

    24. Januar: Edwin Redslob stirbt in Berlin.

mü/Arnulf Scriba
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