Jack London 1876-1916

Schriftsteller

  • 1876

    12. Januar: Jack London (eigtl. John Griffith Chaney) wird als Sohn eines Astrologen in San Francisco geboren.
    Da der Vater die Familie früh verläßt, wächst er bei seiner Mutter und seinem Stiefvater, dessen Nachnamen "London" er annimmt, in Oakland auf.

  • 1890

    London verläßt die Schule, um der Armut des Elternhauses zu entkommen und das Abenteuer zu suchen.

  • ab 1891

    Er arbeitet zunächst in einer Konservenfabrik, später als Matrose.

  • 1894

    London wird wegen Landstreicherei verhaftet.

  • 1895

    Er holt seinen High-School-Abschluß innerhalb eines Jahres nach und immatrikuliert sich an der University of Berkeley.

  • 1897

    London geht ohne Abschluß von der Universität ab, um sich einer Goldsucherexpedition nach Alaska anzuschließen. Er kehrt jedoch im nächsten Jahr erfolglos zurück und beschließt, seinen Lebensunterhalt als freier Schriftsteller zu verdienen.

  • 1899

    Januar: "To the Man on Trail" ist Londons erste veröffentlichte Kurzgeschichte.

  • 1900

    Auch sein erstes Buch "Der Sohn des Wolfs", eine Sammlung seiner besten Kurzgeschichten, wird ein großer Erfolg.

  • 1901

    London wird Mitglied der sozialistischen Partei.

  • 1903/04

    Der Roman "Der Seewolf" und die Tiergeschichte "Der Ruf der Wildnis" erscheinen. Beide Werke verdeutlichen Londons Auffassung vom Leben als unerbittlicher Kampf. In ihnen vermischen sich extremer Individualismus mit sozialistischen Ideen und zivilisationsfeindlichen Ansichten. In dem Roman "Der Seewolf" entwirft er das Bild eines scheiternden Übermenschen. In "Der Ruf der Wildnis" preist er im Sinne sozialdarwinistischer Ideen den Überlebenswillen in der Natur.

  • ab 1903

    In mehreren seiner Bücher, wie in dem Roman "Der Lockruf des Goldes", erzählt er von seinen Erfahrungen als Goldsucher in Alaska.
    London veröffentlicht innerhalb kurzer Zeit 50 Bücher und wird zu einem der am meisten übersetzten und bestbezahlten amerikanischen Autoren seiner Zeit. Trotzdem decken seine Einnahmen nicht die Ausgaben seines exzessiven Lebensstils. Er sieht bis zum Ende die Notwendigkeit zu schreiben, um zu leben.

  • 1907-1913

    In den autobiographischen Romanen "Abenteuer des Schienenstrangs" (1907), "Martin Eden" (1909) und "König Alkohol" (1913) zeichnet London Bilder seines eigenen Lebens als Abenteurer, Landstreicher, Autor und Alkoholiker.

  • 1910

    London erwirbt eine Ranch in der Nähe von Glen Ellen (Kalifornien), auf die er sich zurückzieht.

  • 1916

    22. November: Jack Lodon stirbt auf seiner Ranch, vermutlich an Nierenversagen.

(ji)
lo