Rudyard Kipling 1865-1936

Schriftsteller

  • 1865

    30. Dezember: Joseph Rudyard Kipling wird als Sohn des englischen Kurators John Lockwood und dessen Frau Alice Macdonald in Bombay geboren.

  • 1871

    Die Eltern schicken Kipling in ein Heim in Southsea, um ihn in englischer Tradition erziehen zu lassen.

  • 1878-1882

    Schulbesuch auf der Kadettenanstalt in der Grafschaft Devonshire (England).

  • 1882

    Kipling kehrt nach Indien zurück und ist dort sieben Jahre lang als Journalist tätig.

  • 1888

    Seine ersten Kurzgeschichten, wie "Schlichte Geschichten aus Indien" und "Drei Soldaten", erscheinen und sind ein großer Erfolg. In ihnen zeichnet er mit Ironie die Schwächen und Konflikte der englischen Bevölkerung in Britisch-Indien nach.

  • 1889

    Bei seiner Rückkehr nach England eilt ihm sein Ruf als Schriftsteller bereits voraus. Er wird innerhalb kurzer Zeit zu einem der beliebtesten englischen Autoren.

  • 1892

    Heirat mit Caroline Balestier. Das Paar siedelt in die USA über. Beide können sich jedoch dort nicht an das Leben gewöhnen. Sie kehren nach kurzer Zeit nach England zurück.

  • ab 1892

    Mit seinen volkstümlichen Erzählungen und Gedichten wie "Balladen aus dem Biwak" (1892) und "Recessional" (1897) wird Kipling zum literarischen Sprachrohr des britischen Imperialismus. In vielen seiner Geschichten und Balladen idealisiert er das Britische Empire. Kipling ist überzeugt von der politischen und kulturellen Missionsaufgabe der Kolonialmächte und sieht im Kolonialismus eine zivilisatorische Leistung.

  • 1894

    Die Tiergeschichte "Das Dschungelbuch" erscheint mit großem Erfolg. Diesem Kinderbuch folgen in den nächsten Jahren weitere, zum Teil ebenso erfolgreiche Werke für Kinder wie "Nur so Geschichten für Kinder" (1902) und "Puck vom Buchsberg" (1906).

  • 1895

    Kipling lehnt die Ernennung zum "Poet Laureate" ab.

  • 1897

    Der Roman "Brave Seeleute" wird veröffentlicht.

  • 1901

    Der Abenteuerroman "Kim" erscheint. In ihm erzählt Kipling die Geschichte eines in den Slums von Lahore (Indien) aufgewachsenen Sohns einer irischen Unteroffiziersfamilie. Der Roman zeichnet ein genaues Bild Indiens und schildert den dort herrschenden Konflikt zwischen Indern und Briten.

  • 1902

    Kipling erwirbt ein Haus in Burwash (Sussex), in das sich die Familie zurückzieht.

  • 1907

    Kipling erhält als erster Engländer den Nobelpreis für Literatur.

  • ab 1907

    Er unternimmt zahlreiche ausgedehnte Reisen nach Südafrika.

  • 1936

    18. Januar: Rudyard Kipling stirbt in London.

  • 1941

    Postum wird sein unvollendeter autobiographischer Essay "Something of myself" veröffentlicht.

(ji)
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