Film

Die sieben Töchter der Frau Gyurkovics

D/SE 1927, R: Ragnar Hyltén-Cavallius

Samstag, 03. November 2018, 18.00 Uhr

Zeughauskino

Die sieben Töchter der Frau Gyurkovics

Flickorna Gyurkovics

D/SE 1927, R: Ragnar Hyltén-Cavallius, B: Paul Merzbach, K: Carl Hoffmann, D: Betty Balfour, Willy Fritsch, Lydia Potechina, Anna-Lisa Ryding, Ivan Hedqvist, Karin Swanström, 102‘ · 35mm, schwed. ZT mit engl. UT

SA 03.11. um 18 Uhr · Am Flügel: Maud Nelissen · Einführung: Patrick Vonderau

Vorprogramm

Der fliegende Koffer D 1921, R: Lotte Reiniger, 10‘ · 35mm

Transeuropäisches Lachen, transeuropäisches Filmschaffen: Die sieben Töchter der Frau Gyurkovics ist eine in Ungarn spielende deutsch-schwedische Koproduktion, mit einer Engländerin und einem Deutschen als perfektem Duo in den Hauptrollen, vor Witz sprühend inszeniert von einem schwedischen Regisseur und basierend auf einem Roman des ungarischen Schriftstellers Ferenc Herczeg. Zwei Jahre zuvor hatte bereits die 19-jährige Greta Garbo auf ihrem Weg zum Weltruhm, der sie von Stockholm nach Hollywood führte, in Berlin Halt gemacht: In Die freudlose Gasse (1925) von G.W. Pabst gab sie damals eine beeindruckende Probe ihres Könnens – an der Seite von Asta Nielsen, dem bis dahin berühmtesten Star aus Skandinavien.

In der zweiten Hälfte der Zwanzigerjahre entstanden dann im Rahmen der Film-Europa-Bewegung neun deutsch-schwedische Koproduktionen, meist unter schwedischer Regie. Die sieben Töchter der Frau Gyurkovics ist davon zweifellos die witzigste: Die Russin Lydia Potechina agiert als aufgeputzte Mutterhenne Frau Gyurkovics, deren Töchter nicht nur sehr hübsch, sondern auch sehr eigenwillig sind. Die Älteste soll ihren Cousin heiraten, der dummerweise schon vergeben ist, sodass sein Freund Graf Horkay (Willy Fritsch) unter falschem Namen einspringen soll. Auf dem Weg zu seiner Braut trifft er allerdings auf Mizzi, die wildeste der Gyurkovics-Töchter (Betty Balfour). Mizzi ist gerade aus dem Internat geflogen: „Sie gibt sich für Komtesse Hohenstein aus und nun beginnen die tollsten Verwicklungen, ein schier unentwirrbares Durcheinander, aber Mizzi triumphiert zum Schluß, getreu dem Wahlspruch der Gyurkovics: ‚Wer hat, der hat.‘“ (Germania, 16.4.1927) Ein Höhepunkt: die Crossdressing-Szenen in beide Richtungen! (fl)

Wir zeigen eine Kopie aus dem Bestand des Svenska Filminstitutet.

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