Film

Der Geisterzug

D/GB 1927, R: Géza von Bolváry, 78'

Thursday, 01. November 2018, 20.00 Uhr

Zeughauskino

Der Geisterzug

The Ghost Train

D/GB 1927, R: Géza von Bolváry, B: Benno Vigny, Adolf Lantz nach dem Bühnenstück The Ghost Train von Arnold Ridley, K: Otto Kanturek, D: Guy Newall, Ilse Bois, John Manners, Sinaida Korolenko, Ernö Verebes, Hertha von Walther, 78‘ · 35mm, dt. ZT

DO 01.11. um 20 Uhr · Am Flügel: Neil Brand · Eröffnung der Retrospektive

Vorprogramm

Das Wunder D 1922, R: Julius Pinschewer, Walther Ruttmann, 2' · 35mm

Felita, die Katze D 1926, R: Curt Schumann, 3' · 35mm

Willis Zukunftstraum D 1926, R: Paul N. Peroff, 4' · 35mm

Kaum hat die Reise begonnen, ist sie auch schon zu Ende. Wegen einer Zugverspätung strandet eine kleine Gruppe Reisender irgendwo auf einem Provinzbahnhof und muss die Nacht gemeinsam im öden Warteraum verbringen. Die Stimmung ist mies, der Wind heult, draußen regnet es in Strömen. Ein pausenlos zankendes Ehepaar trägt nicht zur Entspannung bei, auch nicht das schreckhafte Fräulein, das gegen den Alkohol zu Felde zieht – und fabelhaft gespielt wird von der Kabarettistin Ilse Bois, der älteren Schwester des großen kleinen Curt. Als mit einem Mal die Erzählung vom mörderischen Geisterzug die Runde macht, der nachts für Schrecken sorgt, weiß jeder, dass dies nur der Anfang einer englischen Schauergeschichte sein kann.

Der damals international tätige ungarische Regisseur Géza von Bolváry, selbst erst 30 Jahre alt, inszeniert dieses Kammerstück mit feinem Gefühl für Atmosphäre, er setzt schöne Effekte ein und scheut sich nicht davor, liebgewonnene Klischees zu bestätigen. Das international zusammengewürfelte Schauspielerensemble hat große Momente, und überhaupt balanciert die deutsch-britische Koproduktion gekonnt auf dem Grat zwischen Krimi und Klamauk. „Der Regisseur Géza von Bolvary-Zahn hat noch nie einen Film so gut und einfallsreich inszeniert wie diesen. Ein großer Helfer dabei war ihm sein Kameramann, der ausgezeichnete Otto Kanturek, der eine glänzende Photographie, die technisch hervorragend ist, lieferte. (…) Herrlich Ilse Bois als säuerliche, ältere Jungfer. Ihr Whiskey-Charleston erregte Lachstürme. (…) Bei der Uraufführung (…) ein starker Erfolg, der sich in lautem Beifall äußerte.“ (Der Montag, 31.10.1927) (ps)

Wir zeigen eine Filmkopie aus dem Bundesarchiv.

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