Film

Tempo! Tempo!

D 1929, R/B: Max Obal, 84'

Freitag, 16. November 2018, 18.30 Uhr

Zeughauskino

Tempo! Tempo!

D 1929, R/B: Max Obal, K: Guido Seeber, Eduardo Lamberti, D: Luciano Albertini, Hilda Rosch, Fritz Kampers, Trude Berliner, Oreste Bilancia, Angelo Rossi, 84‘ · 35mm, dt. ZT

FR 16.11. um 18.30 Uhr · Am Flügel: Peter Gotthardt · Einführung: Oliver Hanley

Vorprogramm

Werbefilm für die neue Ford-Limousine D 1925, 3‘ · 35mm

Von Nizza nach Korsika D 1927, R: Ulrich K.T. Schulz, Wolfram Junghans, 10‘ · 35mm

Italienische Konkurrenz für Harry Piel, den König des deutschen Sensationsfilms. Bereits 1921 war der „Kraftmensch“ Luciano Albertini (1882-1941) nach Berlin übergesiedelt, wo er einen Actionfilm nach dem anderen drehte. Tempo! Tempo! – der Titel spricht Bände – stellt einen späten Höhepunkt dar, kurz bevor der Tonfilm Albertinis Karriere jäh beendete.

Albertini spielt den auf Detektivgeschichten spezialisierten Filmschauspieler Lagard, der seine Fähigkeiten auch im echten Leben beweisen kann, als er an der französischen und italienischen Riviera über Dächer, Klippen und Schiffe hinter einer Diebesbande herjagt, die den Schmuck seiner Angebeteten geklaut hat: „Das Typische an unseren Abenteuerfilmen sind folgende Punkte: 1. Der Held muß immer im Frack sein, ja nicht etwa in einem Sportanzug. Frack ist ja auch viel vornehmer, kennzeichnet den Lebemann. 2. Der Sensationsdarsteller muß bei uns immer die Gelegenheit haben, seine Kunststücke an einem Kran zu produzieren, ohne Kran gibt es bei uns keinen Abenteuerfilm. 3. Man muß bei den ersten Metern gleich hinter die ‚Überraschungen‘ der Handlung kommen, warum soll auch ein Abenteuerfilm spannend sein? Das ist ja das Nette daran, daß wir im Zuschauerraum schon vorher wissen, daß der Schurke (…) seine Tresor-Einbrüche nicht öfters wiederholen darf, denn Albertini ist ja da, und dieser Held bringt selbst die größten Verbrecher zur Strecke.“ (Tempo, 3.8.1929)

An der Seite von Albertini spielt Hilda Rosch seine Angebetete und Schauspiel-Kollegin Imogen Robinson, eine kaum verhohlene Anspielung auf die Amerikanerin Imogene Robertson (auch bekannt als Mary Nolan), die in den Jahren zuvor erfolgreich in deutschen Produktionen wie Das Panzergewölbe (1926) oder Hallo Caesar! (1927) mitgewirkt hatte. (fl)

Wir zeigen eine Filmkopie aus dem Bundesarchiv.

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