Film

Der Mann, dem man den Namen stahl

D 1944-45 / D 1996, R: Wolfgang Staudte

Samstag, 26. September 2020, 18.00 Uhr

Zeughauskino

Der Mann, dem man den Namen stahl

D 1944-45 / D 1996, R: Wolfgang Staudte, B: Josef Maria Frank, Wolfgang Staudte, K: Eduard Hoesch, D: Axel von Ambesser, Ruth Lommel, Gretl Schörg, Paul Henckels, Elisabeth Flickenschildt, Aribert Wäscher, 82‘ · 35mm

DO 24.09. um 19 Uhr + SA 26.09. um 18 Uhr · Einführung am 24.09.: Ralf Schenk

Fridolin Biedermann will die Tochter seines Chefs heiraten. Doch ein Heiratsschwindler hat seinen Ausweis geklaut, und so gerät er zwischen die Mühlräder der Bürokratie. – Mitten im Kriegsjahr 1944 drehte Wolfgang Staudte eine turbulente Farce mit satirischen Seitenhieben. Kostüme und Interieurs schwanken zwischen Biedermeier und Moderne, aber die Zielrichtung ist klar: Staudte nimmt das Machtgehabe deutscher Bürokraten aufs Korn, die selbst dann auf ihre Paragraphen pochen, wenn ringsum alles aus den Fugen gerät. Axel von Ambesser singt: „Formulare, Formulare, von der Wiege bis zur Bahre“ und postuliert: „Eure bürgerliche Welt ist mir zu staubig und zu eng ...“

Anfang 1945 wird der Film verboten, danach scheint er in den Kriegswirren verloren gegangen zu sein. Staudte dreht bei der DEFA das Remake Die seltsamen Abenteuer des Herrn Fridolin B. (1948). Doch in den 1990er-Jahren werden im Bundesarchiv 56 Rollen Bild und 23 Rollen Ton entdeckt, und der Filmhistoriker Holger Theuerkauf rekonstruiert die Urfassung, die im Juni 1996 im Zeughauskino ihre Premiere hat. (rs)

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