Film

Simplet

Filme für das besetzte Frankreich

Sonntag, 04. Juni 2017, 16.00 Uhr

Zeughauskino

Simplet

F 1942, R: Fernandel, B: Carlo Rim, K: Armand Thirard, D: Fernandel, Colette Fleuriot, Milly Mathis, Maximilienne, Édouard Delmont, 80‘ · 35mm, OmU

SO 04.06. um 16 Uhr

Manchen Phänomenen der Nationalkultur des besetzten Landes standen die Deutschen absolut ratlos gegenüber, dazu gehörte auch der unheilbare ‚Fernandel-Fimmel' der Franzosen. Da die Continental aber eine auf Rentabilität angelegte Firma war, wurde dieser Fimmel nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern massiv befördert bzw. ausgenutzt. Greven lud den Komiker ein, bei der Komödie Simplet die ihm auf den Leib geschneiderte Hauptrolle zu spielen und darüber hinaus auch gleich sein Regiedebüt zu geben.

Miéjour ist ein provençalisches Dorf, dessen Bewohner in Zufriedenheit und Wohlstand leben, was sie vor allem Simplet verdanken, der mit sanft-naivem Gemüt sowie der Gabe, seine Umgebung glücklich zu machen, gesegnet ist. Im Nachbarort Rocamour hingegen ist das Pech zu Hause. Nichts will dort gelingen, und wenn man sich Miéjour als Paradies vorstellen kann, dann ist Rocamour, nun ja, nicht gleich die Hölle, aber schon das Fegefeuer. Und plötzlich, ganz gegen seine Absichten wird Simplet zum Auslöser für offene Scharmützel zwischen den beiden Gemeinden. Was daran Schuld hat? Natürlich die Liebe. Die Liebe ist zwar im Paradies zu Hause, aber im Fegefeuer in anderer Form auch! Und schon ist er da, der Kampf der Kulturen. (re)

Der Film wurde restauriert vom Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC).

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