Film

Hlídac dynamitu | Der Wächter des Dynamits

CS 1960, R: Zdenek Sirový

Donnerstag, 30. Januar 2020, 20.00 Uhr

Zeughauskino

Hlídac dynamitu | Der Wächter des Dynamits

CS 1960, R: Zdenek Sirový, B: Pavel Jurácek, K: Milan Duda, D: Eman Fiala, Eva Svobodová, L. H. Struna, Ladislav Kazda, Ladislav Mrkvicka, Zdenek Kutil, 22´ · 35mm, OmU

Strop | Ceeling

CS 1961, R: Vera Chytilová, B: Vera Chytilová, Pavel Jurácek, K: Jaromír Šofr, D: Marta Kanovská, Julián Chytil, Jaroslav Satoranský, Josef Abrhám, Ladislav Mrkvicka, Jirí Menzel, Miloš Forman, 42´ · DCP, OmeU

Cernobílá Sylva | Black-and-White Sylva

CS 1961, R: Jan Schmidt, B: Pavel Jurácek, K: Vladimír Kulcický, D: Zuzana Stivínová, Václav Sloup, Felix le Breux, Lubomír Lipský, Jirí Lír, Jan Preucil, 27´ · DCP, OmeU

DO 30.01. um 20 Uhr

Nach drei Jahren Dramaturgie-Studium an der Prager Filmhochschule FAMU erhielt Pavel Jurácek die Gelegenheit, ein Drehbuch für seinen älteren Kommilitonen Zdenek Sirový zu schreiben. Die Vorlage war jedoch festgelegt: eine Erzählung von Jan Drda über tschechische Helden des Widerstands im Zweiten Weltkrieg. Arbeiter in einem Steinbruch wollen Partisanen unterstützen, dafür zweigt der alte Dynamit-Verwalter heimlich etwas von den Vorräten ab. Die deutschen Besatzer kommen ihm jedoch bald auf die Spur. Obwohl sich Jurácek später von diesem Film distanzierte, lief er recht erfolgreich im Kino.

Schon ein Jahr später änderte die FAMU ihre Vorgaben und die Studenten durften nun Autorenfilme nach eigenen Vorlagen drehen. Pavel Jurácek wurde von Vera Chytilová um Mithilfe gebeten, nachdem das Drehbuch für ihren Absolventenfilm Strop abgelehnt worden war. Die später weltberühmte Regisseurin erzählt in erfrischender Filmsprache von der jungen Marta, die als Mannequin arbeitet, dann aber plötzlich am Sinn ihrer oberflächlichen Scheinwelt zu zweifeln beginnt.

1961 begann auch Juráceks Zusammenarbeit mit Jan Schmidt. Ihr erstes gemeinsames Werk war der provokante Film Cernobílá Sylva, eine witzige Abrechnung mit den plakativen Filmen der 1950er Jahre, die damals für Furore sorgte: Mit der Kelle in der Hand fällt die junge Maurerin Sylva aus einem Agitpropfilm heraus, in dem sie die bessere Zukunft gebaut und unablässig besungen hatte. Im wahren Leben kann sie jedoch nicht bestehen – allein die Filmstudenten interessieren sich für sie und versuchen sie umzuerziehen. (chf)

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