Film

Eichmann und das Dritte Reich

CH/BRD 1961, R/B: Erwin Leiser

Sonntag, 12. Juli 2020, 20.30 Uhr

Zeughauskino

Eichmann und das Dritte Reich

CH/BRD 1961, R/B: Erwin Leiser, K: Emil Berna, Montage: Hans Heinrich Egger, P: Präsens Film AG und CCC Filmkunst, 90‘ · 35mm

SO 12.07. um 20.30 Uhr + SA 18.07. um 18 Uhr

Der jüdische Filmemacher Erwin Leiser, der im Zuge der Novemberpogrome selbst aus Deutschland fliehen musste, beschäftigte sich sein Leben lang mit dem Nationalsozialismus und der Shoah. Nach seinem Erstlingsfilm Den blodiga tiden (1959) war Eichmann und das Dritte Reich seine zweite längere Arbeit zum Thema. Im Zentrum des Films stehen Archivbilder, die wiederholt den Aufnahmen aus dem Gerichtssaal und den Aussagen des Angeklagten gegenübergestellt werden. Auch Interviews mit Überlebenden der Shoah sind Teil des Films. Zur Realisierung dieser Aufnahmen reiste der Regisseur nach Israel in das Kibbuz Beit Lohamei Ha-Geta’ot, das von Teilnehmern am Aufstand im Warschauer Ghetto gegründet worden war.

Trotz positiver Pressebesprechungen führte Eichmann und das Dritte Reich zu zornigen Protesten, die sich etwa in Anschlagsdrohungen gegen Kinos äußerten. Für den deutschen Verleih wurde dem Film daher eine Ansprache des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer vorangestellt, in der dieser die Notwendigkeit betont, „Gerichtstag [zu] halten […], über uns selbst und unsere Geschichte“. (gl)

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