Film

Padenije Berlina | Der Fall von Berlin

SU 1949 R: Michail ?iaureli

Mittwoch, 14. Oktober 2020, 19.00 Uhr

Zeughauskino

Padenije Berlina

Der Fall von Berlin

SU 1949 R: Michail ?iaureli, B: Michail ?iaureli, Pëtr Pavlenko, K: Leonid Kozmatov, M: Dmitrij Šostakovi?, D: Michail Gelovani, Boris Andrejev, Vladimir Savelëv, Marina Kovalëva, Juri Timošenko, Nikolaj Bogolju, 156' · Beta SP, OmU

MI 14.10. um 19 Uhr · Einführung: Claus Löser

Wenn es darum ging, die Helden- und Wundertaten des großen Führers zu feiern, wurden in Stalins Sowjetunion weder Kosten noch Mühen gescheut. So entstand dieses zweiteilige Monumentalepos darüber, wie vor allem durch das Genie des weisen, stets ruhig entscheidenden Stalin der Zweite Weltkrieg gewonnen wurde, mit immensem Aufwand, auch was den Einsatz von Personal, Panzern oder Kulissenbauten angeht. Michail ?iaureli schuf damit nach seinem vorangegangenen Film Kljatwa (Der Schwur) einen zweiten Höhepunkt der filmischen Stalinverklärung, nun sogar in den warm strahlenden Farben von Agfacolor. Zwar agiert der Darsteller Hitlers, dessen zunehmende Verzweiflung erst in der Reichskanzlei, dann im Bunker breit ausgemalt wird, als befände er sich in einem expressionistischen Drama. Dennoch ist dieser Film am besten als Oper zu verstehen: Pathos und andere Effekte sind stets wichtiger als Logik, Wahrscheinlichkeit oder gar historische Wahrheit, weshalb am Ende Gottvater Stalin mit seinem Flugzeug scheinbar vor dem Reichstagsgebäude einschweben kann, wo ihm nicht nur jener Stahlarbeiter und jene Lehrerin huldigen, die in dem Film das Sowjetvolk und seine Kämpfe und Leiden repräsentieren, sondern Vertreter der gesamten Menschheit. In gestalterischer Hinsicht bietet der Streifen eine Fülle beeindruckender Szenen, auch vom Leid der deutschen Zivilbevölkerung, etwa mit der (historisch falschen) Schilderung der Flutung des Berliner S-Bahn-Tunnels. (gym)

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