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„Was vom Kriege übrig blieb“

Zur Geschichte der Berliner Zeughausbibliothek

Eine Vitrinenausstellung in der Bibliothek des Deutschen Historischen Museums

Geprägt von einer anfänglich laienhaften Erschließung, Aus- und Umlagerungen während des Zweiten Weltkriegs und einer bis heute andauernden Rekonstruktion umwebt den Bestand der ehemaligen Zeughausbibliothek, welcher heute zum Grundstock der Bibliothek des Deutschen Historischen Museums (DHM) zählt, eine geheimnisvolle Geschichte.

Dieser Geschichte geht eine kleine Kabinettausstellung nach, die bis auf Weiteres in den Räumen der DHM-Bibliothek zu sehen ist. Neben Informationen zum Bestand, den ersten Versuchen eines Bibliotheksbetriebs im 1875 neu eröffneten Artilleriemuseum im Berliner Zeughaus und zum Schicksal der Bücher während der NS-Zeit wird auch gezeigt, an welchen Merkmalen Zeughaus-Bibliotheksbücher zu erkennen sind. Dies wird stellvertretend an ausgewählten Objekten veranschaulicht, an denen nicht nur die Geschichte, sondern auch die Provenienz Zeughausbibliothek abzulesen ist. Ein Höhepunkt stellt dabei die 1832 entstandene Handschrift „Mémoire über die Belagerung der Citadelle von Antwerpen im Jahre 1832 nach eigener Besichtigung aufgesetzt“ dar, welche erst im Jahr 2018 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an die DHM-Bibliothek restituiert wurde.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden.