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Peggy Pepper aus Georgia hat nur einen Gedanken: Sie will ein Filmstar werden. Wie das trotz himmelschreiender Talentlosigkeit gelingt, zeigt Show People auf höchst komische Weise. Douglas Fairbanks, Charlie Chaplin, Norma Talmadge und viele andere Stars haben Cameo-Auftritte. „Halb Hollywood dient als Dekoration“, merkt der Film-Kurier nach der Premiere der deutschen Fassung Es tut sich was in Hollywood am 10. Januar 1930 treffend an. Aus Peggy, dem Mädchen vom Lande, wird Patricia, die hochnäsige Diva, wunderbar gespielt von Marion Davies (1897-1961) in ihrem letzten Stummfilm. Die Regie führte King Vidor, wie schon zuvor bei ihren unvergesslichen Parodien von Lilian Gish, Mae Murray und Pola Negri in The Patsy (1928). Auch hier arbeitete Vidor mit Witz und Tempo und setzte parodistische und sentimentale Akzente.

Davies war zu diesem Zeitpunkt selbst eine der bestbezahlten Hollywood-Diven und seit Jahren mit dem Pressezaren William Randolph Hearst liiert, den Orson Welles in Citizen Kane (1941) bissig porträtierte und auf der Leinwand verewigte. „Alle, die jemals in ein Filmatelier hineingeschaut haben, und alle, die es gern einmal möchten, werden sich großartig amüsieren. Der Film spielt in Hollywood und ist eine sehr ulkige Verhöhnung des Starwesens, des Direktorendünkels und des Regisseurwahns. Als flottes Lustspiel gedreht, bedeutet es für die Zuschauer einen ganz famosen Spaß.“ (Berliner Volks-Zeitung, 15.1.1930) (fl)