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Filmgespräch mit Marian Dora (angefragt)

Der durch Kindheitstraumata und Irakkriegsvergangenheit mental ramponierte, gottesfürchtige Cop Joe Singer entführt alleinreisende Frauen in ein Lagerhaus, um sie zu missbrauchen und per Injektion zu töten. Als er sich an der rumänischstämmigen Romy vergreift, handelt er sich unerwartete Schwierigkeiten ein: Durch ein zurückliegendes Voodoo-Ritual besitzt die 19-Jährige Kräfte, die sie und drei Mitopfer von den Toten auferstehen lassen. Als gedärmeessende Zombies suchen die Frauen Rache an ihrem Peiniger.

Nach dem kolossalen Flop von Daniel, der Zauberer kehrte Ulli Lommel nach Los Angeles und zum Horrorfilm zurück und drehte zum letzten Mal in seiner Karriere auf 35mm. Mit dem Film formierte sich ein eingspieltes Produktionsteam, das auch für einen nachfolgenden Zyklus von DV-Serienkiller-Reißern zuständig war, die in Kooperation mit dem Label LionsGate entstanden und deren stilistische Signatur Zombie Nation bereits vorgibt.

Trotz anderer Ausrichtung stieß das Werk allerdings auf ähnlich negative Resonanz wie das vorangegangene Daniel Kübelböck-Vehikel und rangierte lange Zeit in der IMDb-Bottom 100 – was dem extravagant-verschrobenen, zwischen drastischen Szenen und Comedy-Elementen oszillierendem Low Budget-Horror durchaus nicht gerecht wird. Für Highlight-Momente sorgen vor allem finstere Flashback-Szenen aus der Kindheit des Antagonisten, für die sich der deutsche Extremfilmer Marian Dora verantwortlich zeigt. (Christian Lenz)