19671969


1968

Erich Enge

Die Erben des Roten Oktober - Aurora

Auftraggeber: Zentralrat der FDJ

 

Für den Artur-Becker-Saal im Zentralrat der FDJ in Berlin malte Erich Enge (geb. 1932) 1967/68 ein 9 m langes Wandfries. Der Künstler, der bei Willi Sitte in Halle studiert hatte, war an die FDJ selbst herangetreten, und der Zentralrat war ihm mit dem Auftrag für ein großes Gemälde entgegengekommen. Aus Anlaß des fünfzigsten Jahrestag der Oktoberrevolution von 1917 bot Enge der Organisation 1967 eine Bildidee an, die ein Bild der glücklichen Gegenwart und Zukunft der "Erben" der Revolution zeigt. Enge setzte den "kleine Trompeter" Fritz Weineck als Leitfigur der FDJ an den Beginn seines Gemäldes. Links neben ihm ist im Hintergrund das historische Schiff "Aurora" zu sehen. Der Künstler wiederholte in seinem Bild Motive, die mehrfach in seinem Werk auftauchen, wie z.B. der Kosmonaut Gagarin, der an die Erfolge der sowjetischen Raumfahrt erinnern soll.

Bild vergrößern

Die von Enge vorgeschlagene Kompositionsidee, die er vor der Auftragsvergabe entwickelt hatte, fand die Zustimmung der FDJ, so daß dem Künstler in der Ausführung keinerlei Einschränkungen auferlegt waren. Der langgestreckte Wandfries konnte termingerecht zu Beginn des Jahres 1968 dem Auftraggeber übergeben werden.

Die Berücksichtigung wichtiger Jahrestage war im Auftragswesen der DDR üblich, der Künstler hatte sich somit auf die gängige Praxis eingestellt. Aufgrund der politischen Spannungen zwischen Moskau und Ostberlin wurde jedoch der fünfzigste Jahrestag der "Großen Sozialistischen Oktoberrevolution" in der DDR nur sehr zurückhaltend begangen. Enges Gemälde ist daher eines der wenigen Werke, die 1967/68 die Oktoberrevolution thematisierten.

 

 

19671969

Deutsches Historisches Museum
Impressum
Guestbook
Startseite
Seitenanfang