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17. Mai bis 8. Dezember 2013 Ausstellungshalle DHM Schriftzug
Ausstellungsplakat – Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929–1956

Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929–1956

 

17. Mai bis 8. Dezember 2013

Eine Ausstellung der Gesellschaft „Memorial“, Moskau und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg, im Deutschen Historischen Museum. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

 

Die Ausstellung präsentiert Spuren und Zeugnisse des sowjetischen Lagersystems, die die Menschenrechtsorganisation „Memorial“ seit den 1980er Jahren aus der gesamten ehemaligen Sowjetunion zusammengetragen hat. Sie stellt sich dabei der zentralen Frage, wie sich die Dimensionen des Gulag, von Zeitgenossen bereits als „Quintessenz“ sowjetischer Gewaltherrschaft beschrieben, begreifen lassen. Die Stimmen von Zeitzeugen und die Biografien ehemaliger Häftlinge begleiten den Besucher bei der Erkundung dieses fernen Archipels und schaffen ein Panorama des sowjetischen Lagersystems. Objekte aus dem Bestand von „Memorial“ lassen den Lageralltag der Häftlinge gegenständlich werden: etwa ein selbstgenähtes Brotsäckchen, ein zerschlissenes Kleid oder eine metallene Totenmarke.

 

Sommerkleid von Walentina Buchanewitsch-Antonowa, 1938/39. Mit diesem Kleid, in dem sie verhaftet wurde, war W. Buchanewitsch-Antonowa ein Jahr in drei Moskauer Gefängnissen. Quelle: Sammlung 'Memorial', Moskau. Foto: Peter Hansen Abladen großer Steinbrocken am Weißmeer-Ostsee-Kanal, 1932. Quelle: Sammlung 'Memorial', Moskau Arbeitsschuhe von Gefangenen, Lager entlang der Polarkreiseisenbahn Salechard-Igarka, Anfang 1950er Jahre. Sammlung 'Memorial', Moskau. Foto: Peter Hansen Kinder von Häftlingen arbeiten gemeinsam mit ihren Eltern, Weißmeer-Ostsee-Kanal, 1932. Quelle: Sammlung 'Memorial', Moskau Metallschlitten für den Lastentransport, Region Kolyma, 1940er Jahre. Sammlung 'Memorial', Moskau. Foto: Peter Hansen